10 Öko-Hütten für den Winter

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Skifahren, Schneeschuhwandern oder Tourengehen – auch in der kalten Jahreszeit locken die heimischen Berge. Wo man für sich – und auch der Umwelt zuliebe – eine Pause macht? Am besten in einer dieser zehn ausgewählte Hütten. Sie tragen entweder das Österreichische Umweltzeichen oder das Umweltgütesiegel der Alpenvereine.

1 Gföhlberghütte / Niederösterreich

Die Gföhlberghütte in Hainfeld ist ausschließlich zu Fuß erreichbar. Gebaut unter anderem aus Lärchenholz und Sandstein aus der Region, folgt die rauchfreie Hütte auf 825 Metern der Philosophie: Langfristig mit der Natur und für die Natur leben. Es gibt eine vollbiologische Kläranlage, ein Trockenkompost-WC, eine Hybridanlage aus Windgenerator und Photovoltaik für den Strom und eine Solaranlage für das heiße Wasser. Geheizt wird mit einem Kachelofen und einem Herd. Die Hütte hat ganzjährig an Wochenenden und Feiertagen (Ausnahme: 24.12.) geöffnet.

2 Traisnerhütte / Niederösterreich

Die Traisnerhütte in den Gutensteiner Alpen gilt als höchster Punkt Lilienfelds. Sie liegt auf 1.313 Metern und punktet mit ihrer Rundumsicht – etwa auf die Rax, den Ötscher und das Tote Gebirge – und einer großen Terrasse. Tourenskifahrer auf dem Muckenkogel schätzen die Traisnerhütte, die auch per pedes von mehreren Seiten zugänglich ist (etwa ab Hohenberg und St. Veit an der Gölsen). Die rauchfreie Hütte hat eine vollbiologische Kläranlage und heizt mit Holz.

3 Stockerhütte / Niederösterreich

Von der Stockerhütte auf der Steinwandleiten im Wienerwald, gelegen auf 734 Metern, schwingen sich Skitourengeher seit heuer gerne wieder auf die Abfahrt nach Traisen hinunter. Die Hütte hat seit 19. November 2016 wieder geöffnet und ist seit 2012 mit dem Österreichischen Umweltgütesiegel zertifiziert. Vergangenes Jahr war die Hütte aufgrund eines Rechtsstreits geschlossen, jetzt werden dort wieder regionale Schmankerl serviert und Gäste willkommen geheißen.

4 Simonyhütte / Oberösterreich

Sie ist ein wichtiger Stützpunkt für die Tour auf den Dachstein und Ausbildungszentrum für alle, die sich an Fels und Eis prüfen – die Simonyhütte auf 2.203 Metern Seehöhe. Im Winter sind meist Skibergsteiger und Schneeschuhwanderer bei Hüttenwirt Christoph Mitterer zu Gast, der je nach Wetterlage um Voranmeldung bittet (vor allem bei viel Schnee). Die Stromversorgung der Hütte erfolgt über Photovoltaik sowie über ein Dieselaggregat. Die Kläranlage ist vollbiologisch.

5 Austriahütte / Steiermark

Auch die älteste Schutzhütte am Dachstein sorgt sich um die Umwelt – die Austriahütte auf der Brandalm südlich des Hohen Dachsteins trägt seit 2016 das Umweltgütesiegel und wird von Pächter Tilo Wolf energieeffizient und umweltbewusst bewirtschaftet. 1880 erbaut ist die Austriahütte ein guter Ausgangspunkt für Skitouren oder Schneeschuhwanderungen. Spannend ist auch das Alpinmuseum, das über die Entstehungsgeschichte des Dachsteins informiert.

6 Hochangerschutzhaus / Steiermark

Am Brucker Hochanger steht das Hochangerschutzhaus. Es ist bekannt für seine gute Küche in der mit regionalen Produkten gekocht wird. Die Hütte wird bereits seit über 20 Jahren über eine eigene Solar- und Photovoltaikanlage mit Strom versorgt. Die biologische Kläranlage gibt es seit 2001. Bei einer umfassenden Sanierung der Hütte 2011 wurde besonders auf ökologische und umweltschonende Baustoffe Wert gelegt. In den Ferien hat die Hütte täglich geöffnet, in den Wintermonaten (bis 31. März) Freitag bis Sonntag und an den Feiertagen.

7 Alois-Günther-Haus / Steiermark

Die ersten Skirennen rund um das Alois-Günther-Haus in den Fischbacher Alpen fanden bereits in der Kaiserzeit statt – heute steht das Haus mitten im Stuhlecker Skigebiet und von dort geht’s auch direkt auf die Piste. Von der großzügigen Terrasse fällt der Blick auf umliegende Berggipfel, etwa die Schneealpe oder die Rax, sonst gerne auf den Teller – denn Hüttenwirt Oliver Kotzinger ist für seine gute Küche bekannt. Das Alois-Günther-Haus trägt das Umweltgütesiegel.

8 Mödlinger Hütte / Steiermark

Auf der Mödlinger Hütte in der Nationalparkregion Gesäuse frönt das Pächterpaar Annabell und Alfred Stieg in seiner ersten Wintersaison einer kurzen Wintersaison (30.12.2016–6.1.2017). Doch die hat es in sich: mit Eisstockwettbewerb und – je nach Schneelage – sieben Kilometer langer Rodelbahn auf der gesperrten Forststraße. Auf 1.523 Metern Seehöhe kommen die Speisen ausschließlich von Biobetrieben der Genussregion Nationalpark Gesäuse. Die Mödlinger Hütte ist besonders bei Schneeschuhwanderern, Schi- und Snowboardtourengehern beliebt.

9 Lizumerhütte / Tirol

Die Lizumerhütte in den Tuxer Alpen ist die erste Hütte des Alpenvereins, die freiwillig zur Nichtraucherhütte wurde. Nach ihrer vorbildlichen Generalsanierung 2006/2007 hat sie auch das Umweltgütesiegel erhalten. Der Strom für die Energieversorgung wird etwa im Wasserkraftwerk des Bundesheeres erzeugt, die Abwässer über den Kanal ins Tal entsorgt. Die Hütte gilt als beliebter Tipp für Tourengeher – Hüttenwirt Anton Nigg als Experte für deftige Tiroler Küche.

10 Glungezerhütte / Tirol

Sie ist die höchste ganzjährig bewirtschaftete Hütte Nordtirols und bietet die längste Skitourenabfahrt Tirols: Von der Glungezerhütte bis Volders sind es 16 Kilometer. Hüttenwirt Gottfried Wieser achtet in dieser luftigen Höhe auf 2.610 Metern Seehöhe auf die Umwelt – und lädt auch zur Übernachtung ins Igludorf. Überdies versorgt er seine Gäste mit weit über die Wandergrenzen hinaus bekannter, ausgezeichneter Küche (etwa für die Spaghetti á la Kathmandu). Das Glugenzer-Wasser kommt aus einer eigenen Quelle auf 2.050 Metern.

Autorin: Maria Schoiswohl

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