Gemeinschaftsgarten – Hier kommen die Leut‘ zam

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Hier kommen die Leut’ zam, bauen Obst, Gemüse und Kräuter an und darüber hinaus wächst auch eine Art Zusammenhalt. Es entsteht ein Kennenlernen unter den Menschen. Ob Jung oder Alt, hier haben alle Freude am Garteln und stellen ihren grünen Daumen unter Beweis.

Heute wird ein Sechstel der Fläche Wiens landwirtschaftlich genutzt, was den Bewohnern und Bewohnerinnen ermöglicht, frische, nachhaltige Produkte aus ihrer Umgebung erhalten zu können. Dies wird auch vermehrt von der Stadt Wien unterstützt durch Förderungen und das zur Verfügung stellen von Information, beispielsweise auf der Website: www.gartelninwien.at

Urbanes Gärtnern findet mittlerweile in unterschiedlichen Formen statt und wird von Jahr zu Jahr beliebter, denn nicht jeder hat einen Balkon oder einen Garten zur Verfügung, vor allem in den Großstädten. Bei dieser Form des Gärtnerns gilt jedoch, dass es im städtischen Umfeld stattfindet. Es ist eine Lern- und Begegnungsort und Themen wie

  • Gemeinschaft,
  • Nachbarschaft,
  • Umweltfreundlichkeit,
  • bewusster Konsum,
  • Ernährung,
  • Ökologie und Ökonomie

stehen im Vordergrund. Hier gehören Gemeinschaftsgärten, interkulturelle Gärten, Frauengärten, Kinderbauernhöfe, Selbsterntefelder und Guerilla Gardening dazu.

Der Gemeinschaftsgarten ist ein Lern- und Begegnungsort.

1 Interkulturelle Gärten / Internationale Gärten:

Es sind Projekte in denen Einheimische mit Neuankömmlingen und Zuwanderern zusammenarbeiten, sich austauschen und die Erhaltung und Nutzung der Kulturpflanzenvielfalt wichtig ist. Im Mittelpunkt steht Integration und Kennenlernen.

2 Selbsterntefelder

Rund um Wien gibt es einige solcher Felder, sie befinden sich an der Stadtgrenze und finden immer größeren Zuspruch und Beliebtheit. Manche sind auch einfach mit der U-Bahn erreichbar. Wie beispielsweise der „Selbsterntegarten Carlbergergasse“ oder der „Selbsterntegarten Ketzergasse“. Die Gärtner und Gärtnerinnen müssen sich rechtzeitig anmelden für einzelne Ökoparzellen. Die Kosten sind unterschiedlich je nach Größe der Fläche. Neben den privaten Selbsterntefeldern bietet die Stadt Wien die Möglichkeit zur Selbsternte.

3 Guerilla Gardening

Seit 2009 besteht diese Initiative. In Wien sind die Beete über die ganze Stadt verstreut. In öffentlichen Räumen werden Grünflächen genutzt, angepflanzt für die Selbstversorgung, ohne vorher viel nachzufragen. Diese Form gilt auch als gesellschaftspolitische Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft. Doch leider wird diese Art von Anpflanzen oft verboten oder Flächen werden zubetoniert und umgestaltet.

Aktiv werden: Ab in den Gemeinschaftsgarten!

Die größte Herausforderung bei einem Gemeinschaftsgarten liegt nicht nur bei der Pflege des Pflanzenbeets sondern auch in der Pflege der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen. Auch hierzu gibt es immer wieder Workshops und Seminare: Am Freitag 13. April und Samstag 14. April wird ein solcher Workshop mit dem Titel „Die Gruppe im Gemeinschaftsgarten“ angeboten, von „Gartenpolylog“ und „Bio Forschung Austria“ organisiert.

Im Fokus stehen Fragen wie:

Welche Phasen im Gemeinschaftsgarten gibt es?
Wie organisiert sich eine Gartengruppe?
Wie lerne ich von meiner Gartengruppe?
Wie gehe ich mit Schwierigkeiten in der Gruppe um?

Und viel mehr…

Jetzt anmelden.

Autorin: Luna Al Mousli

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