Kamera, Fernglas und Badehose: Mehr brauchst du bei diesen 10 Erkundungstrips nicht. Was gibt es schließlich Schöneres, als die artenreiche Vielfalt an Österreichs Seen zu bewundern und sich anschließend in ihnen zu erfrischen? Blühendes Österreich hat sich umgesehen, bei welchen Badeseen es spezielle Tiere und Pflanzen zu entdecken gibt.

1Zeller See (Salzburg)

Das „Wiesenkönigreich Feuchtgebiet Zeller See” ist Heimat für 30 Tagfalter (15 davon sind Rote-Liste-Arten) wie beispielsweise den imposanten Schwalbenschwanz, Großer Eisvogel oder das Tagpfauenauge. Auch die Flora braucht sich nicht zu verstecken: Seltene Orchideen (Sumpfglanzkraut, Knabenkraut) oder Sumpfschwertlilien schmücken die saftigen Wiesen. 2015 wurde ein Naturwanderweg durch das Moor- und Feuchtgebiet sowie Streuwiesen errichtet, prachtvolles Gebirgspanorama mit Sicht auf den Kapruner Gletscher inklusive. Nach dem Naturerlebnis ruft der Zeller See zur Erfrischung!

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2Irrsee (Oberösterreich)

Im Norden des oberösterreichischen Sees befindet sich ein geschütztes Verlandungsmoor, das für viele seltene Pflanzenarten wie Seggen-Arten oder Fieberklee Refugium bietet. Die Irrsee Moore gewährt auch Wiesenbrütern wie dem Großen Brachvogel mit seinem ungewöhnlichen Flötentönen, Wachtelkönigen, Kiebitzen oder Bekassinen Schutz. Auch die kleineren Vögel wie Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Wiesenpieper, Feldschwirl oder Rohrammer finden hier Zuflucht. Mit etwas Glück sieht man Grazien wie den Hochmoorbläuling oder Hochmoorperlmutterfalter vorbeiflattern. Nach der Erkundung der Moore warten die Strandbäder auf ihre BesucherInnen.

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3Weißensee (Kärnten)

Der Kärntner Naturpark Weißensee, am Fuß der Gailtaler Alpen, setzt schon lange auf sanften Tourismus und kann sogar die seltenen Bären und Luchse zu seinen Bewohnern zählen. Auch die vom Aussterben bedrohten Seeforellen, Gänse- und Bartgeier genießen hier Schutz. Ob Frauenschuh oder Feuerlilien – auch rar gewordene Pflanzenarten sind hier zu Hause. Die hervorragende Wasserqualität lädt auch Wasserratten nach ihrer Expedition der Flora und Fauna zum Schwimmen ein.

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4Bleistätter Moor am Ossiacher See (Kärnten)

Die Realisierung des Jahrhundert-Naturschutzprojekts “Bleistätter Moor” ist endlich Geschichte! Nach rund 90 Jahren wurden 60 ha trockengelegtes Land wieder geflutet. Und die ersten Bewohner wurden bereits gesichtet: 100 verschiedene Vogelarten, darunter der seltene Weißstorch, Moorente oder gar Grauammer finden wieder hier Schutz. Und mit ihnen sind schon seltene Schmetterlingsarten eingeflogen. Nachdem die neuen Bewohner des Moores über den "Slow Trail" inspiziert worden sind, erfrischt der benachbarte Ossiacher See.

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5Neusiedler See (Burgenland)

Distelfalter, Hauhechelbläuling oder Wolfsmilchschwärmer, um nur einige Schmetterlingsarten zu nennen, treffen hier auf über 300 Vogelarten (80 % der heimischen Arten). Hier brüten Löffler, Silberreiher, Großtrappe und Bienenfresser. Der Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel ist der angesagteste Hotspot für Tausende Vögel und deren zweibeinigen Beobachter, den Ornithologen. Ein Mosaik aus Feuchtgebieten, Weideflächen, Wiesengebieten, Trockenrasen oder Sandsteppen macht diese einzigartige Vielfalt möglich. Nach dem Naturerlebnis setzen begeisterte Windsurfer das Segel – denn der See ist dank seiner Winde auch Magnet für Wassersportler!

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6Piburger See (Tirol)

Am Piburger See spiegeln sich die Ötztaler Alpen. Das älteste Naturschutzgebiet Tirols ist einer der höchsten Standorte für die Weißen Seerosen. Im und um den Schilfgürtel schwirren rastlos 9 Libellenarten. Der Alpensee ist mit seinen 23/24 Grad Celsius der wärmste Bergsee Tirols und ein beliebtes Ausflugsziel.

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7Zauner See (Salzburg)

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Der Naturpark Riedingtal lässt Botaniker-Herzen höher schlagen. Schließlich gilt die Fülle an Pflanzenarten als die Vielfältigste im Salzburger Land. Der seltene niederliegende Enzian hat hier beispielsweise seine Wurzeln geschlagen. Sie schließen ihre Blüten bei Beschattung und haben nicht wenige Fotografen enttäuscht, die ihre Kamera auf sie gerichtet haben.

Am Zauner See findet man auch den seltenen Wasserhahnenfuß (Ranunculus convervoides), der nun in alpinen Seen vorkommt. Er blüht auch unter Wasser und – Sorry Bienen - er bestäubt sich selber, um Samen zu produzieren.

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8Lunzer See (Niederösterreich)

Der Lunzer See ist der einzige natürliche See Niederösterreichs. Rund um den See findet man pflanzliche Endemiten wie die Clusius-Primel, Ostalpen-Nelke, Österreich-Glockenblume oder die Anemonen-Schmuckblume. Und dann empfiehlt es sich, das Fernglas mitzunehmen: Denn südlich des benachbarten Dürrensteins liegt der größte Urwald Europas – der Rothwald. Und so manchen Steinbock oder Steinadler kann man durch die Linse erspähen. Bei einer extragroßen Portion Glück sogar Bär oder Luchs.

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9Der Erlaufsee (Niederösterreich & Steiermark)

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Ganz in der Nähe vom Lunzer See befindet sich der Erlaufsee. Die Naturoase steht unter Naturschutz und das Wasser trägt das Prädikat Trinkwasserqualität. Pflanzen wie Feuerlilien, Knabenkraut, Türkenbund, Enzian oder Seidelbast gibt es zu bewundern. Auch die Rote-Liste-Art der Wasserspinne, ein Indikator für sauberes Wasser, lebt hier. Zudem tummeln sich einige Prominente im See: Der Fisch des Jahres 2017 – der Seesaibling – und der Titelverteidiger Elritze – Fisch des Jahres 2016 – sind ebenfalls hier anzutreffen.

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10Der Reintaler See (Tirol)

Zwischen Krummsee (der übrigens seit 2017 den Badebetrieb eingestellt hat) und Reintaler See wartet das geschützte Toteisloch, ein Relikt aus der Eiszeit, mit seinem Hochmoor und einzigartigen Flora auf seine BesucherInnen. Neben seltenen und gefährdeten Exemplaren wie Stern-Segge oder Weißes Schnabelried findet sich dort auch die fleischfressende Pflanze Rundblättriger Sonnentau. Nach der Erkundung ist der Reintaler See mit seinen schönen Liegewiesen, glasklarem Wasser und atemberaubendem Panorama zur Stelle.

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Berge lesen

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11. Dez. Ab 18:00 |
Steiermark
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Johnsbach 65
Johnsbach 8912
Österreich

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Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Literatur im Wirtshaus
Auf Initiative der Alpenkonvention feiern viele Orte in den Alpen den Tag der Berge mit alpiner Kultur und alpiner Literatur. Im Gesäuse heißt das: ein fröhlicher Vorleseabend im Wirtshaus! Die Besucher/-innen selbst lesen eigene oder fremde Texte vor, bringen ein Gedicht oder singen ein Lied. Auch nur Zuhören ist erlaubt.

Anmeldung nicht erforderlich

Treffpunkt: 19:00 Gasthof Kölblwirt in Johnsbach 65

Dies soll kein Abend im Sinne einer Lesung sein - es geht im Grunde einfach darum, zusammenzusitzen, zu plaudern und im Zuge dessen andere an eigenen Lieblingstexten teilhaben zu lassen - oder auch, ein Lied zu singen, ein Gedicht zu bringen... Immer wieder kommt einem ein Absatz oder eine Stelle unter, die einen berührt, oder anspornt, oder was auch immer. Vielleicht denken andere gleich. Vielleicht erhält man einen Denkanstoß. Oder man läßt sich einfach nur berieseln. Lockere Atmosphäre, mal ein paar Zeilen hier, mal ein Absatz da, so könnte der Abend aussehen.

Wir freuen uns auch über jeden buchlosen Zuhörer - Vorlesen ist nicht Muß, man kann auch nur als Genießer kommen!

Hintergrund:

„Berge lesen“ wurde erstmals vom Deutschen Vorsitz der Alpenkonvention 2015-1016 und dem Ständigen Sekretariat ins Leben gerufen, um den International Tag der Berge 2015 zu feiern. Die Idee ist es, Veranstaltungen an vielen unterschiedlichen Orten rund um die Alpen zu initiieren, die der Lesung moderner Alpenliteratur gewidmet sind. Kerntag ist der Internationale Tag der Berge, der jedes Jahr am 11. Dezember gefeiert wird. Das "Berge lesen Festival" ermutigt das Feiern von kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten in den Alpen und verbindet gleichzeitig Berge und Kunst.

Im ersten Jahr wurden bereits an die 100 Veranstaltungen organisiert, in allen Alpenländern, in den vier Alpensprachen und vielen Dialekten. Und dieses Jahr sind auch wir im Gesäuse ein Teil davon.

Berge lesen Der Fährte folgen
Schauplatz Natur Klimawandel

Schauplatz Natur: Der Klimawandel und die Steiermark 2019

12. Dez. Ab 17:00 |
Steiermark
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Joanneumsviertel
Graz 8010
Österreich

Graz, 8010

Veranstalter: Naturkundemuseum Universalmuseum Joanneum

Kuratiert von: Michael Pinter und Markus RieserTreffpunkt: Foyer und Auditorium Joanneumsviertel
Kosten: Eintritt frei

Seine Folgen sind bereits spürbar und in der wissenschaftlichen Literatur unbestritten – die Rede ist vom Klimawandel. Im Rahmen der Reihe „Schauplatz Natur“ nimmt sich das Naturkundemuseum dieses Themas an.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten wichtiger Forschungsinstitutionen sowie mit der Stadt Graz und dem Land Steiermark soll diese globale Entwicklung speziell auf die Auswirkungen für Graz und die Steiermark beleuchtet werden. Das Naturkundemuseum wird dabei zum Ort für Information, Austausch und Aufklärung.

Auch Fragen aus der Bevölkerung werden hier beantwortet. Was ist hier in Zukunft zu erwarten und wie eröffnen sich Chancen bei rechtzeitigem Handeln?

Schauplatz Natur: Der Klimawandel und die Steiermark 2019 Der Fährte folgen
13 WanderungAbsamMax

Geführte Wanderung Absam: Die Jagd zur Zeit Maximilian I. - Weidmanns Heil!

13. Dez. Ab 08:00 |
Tirol
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Absam 6067
Österreich

Absam, 6067

Veranstalter: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Besonders an dieser Wanderung ist die atemberaubendeBergkulisse des größten Naturparks Österreichs, des Karwendelgebirges. Erfahren Sie viel Wissenswertes zu Flora
und Fauna im Allgemeinen und der Jagd im späten Mittelalter
bzw. der Neuzeit im Speziellen. Das Kaiser-Max-Gedenkjahr steht
ganz im Zeichen Maximilian I. und seiner Bedeutung für Jagd und
Fischerei. Mit etwas Glück lassen sich auf dem wildromantischen Steig Gämsen, Steinböcke und Steinadler beobachten. Ein unvergessliches Erlebnis, Natur pur! Für Gäste kostenlos!
Dauer: ca. 5 Stunden
Treffpunkt: Parkplatz Halltal, Absam
Normaltarif: EUR 10,– pro Person
Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen
Anmeldung: bis Donnerstag 18.00 Uhr im Tourismusbüro Hall
Bergschuhe, wetterfeste Kleidung und Proviant (Getränke!)
unbedingt erforderlich!

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