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Manuela Achitz von Blühendes Österreich
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Fischotter

Manuela Achitz

Position:

Kommunikation und PR

Organisation:

Blühendes Österreich

Wer bin ich?

Als Sandwichkind, also als drittgeborenes von insgesamt vier Kindern, bin ich nach Besuch eines humanistischen Gymnasiums in Linz nach Wien gezogen, um Internationale Entwicklung und Politikwissenschaft zu studieren. Meine beruflichen Stationen trugen mich durch MUTTER ERDE, GLOBAL 2000 und aktuell zu Blühendes Österreich. Ehrenamtlich leite ich das NPO Frauennetzwerk zur Stärkung von Frauen im Gemeinwohlsektor. Meine Leidenschaft liegt im Aufbau von Netzwerken und der Kommunikation mit anderen Menschen.

Warum setze ich mich für Blühendes Österreich ein?

Wenn sich unsere Schmetterlingsapp NutzerInnen nach langem Hin- und Herschreiben in der App, endlich persönlich kennenlernen, geht mir das Herz auf. „Endlich lerne ich dich mal kennen! Dein letzter Schmetterlingsfund war ja eine Sensation, gratuliere!“ Solche Aussagen zu hören und Begegnungen bei den von uns organisierten Wanderungen oder Museumsführungen zu ermöglichen, motiviert mich.

Oder wenn wir als Stiftung eine Bürgermeisterin, Freiwillige, Lehrer, Schutzgebietsbetreuerinnen und Projektentwicklerinnen zusammenbringen und in Workshops unsere Herausforderungen besprechen. Als sich während eines zweitägigen Mentoringworkshop im steirischen Schloss Admont im Herbst 2018 herausstellte, dass vier unserer Brennnessel-Preisträger aus derselben Region noch nie zusammengearbeitet haben, blieb mir fast die Spucke weg. Wie kann man als Naturschutzverein, der mit Ressourcenknappheit, politischen Herausforderungen und mangelnder Unterstützung zu kämpfen hat, nicht Synergien und Unterstützung bei anderen Vereinen in derselben Region suchen?

Da sehe ich dann ganz stark die Notwendigkeit, die Kooperationsfähigkeit sowie Vernetzung für die BiodiversitätsgestalterInnen zu fördern.

Was habe ich für Blühendes Österreich umgesetzt, worauf bin ich stolz?

Es ist eine unbezahlbare Erfahrung, am Aufbau einer so jungen Stiftung für Biodiversität beteiligt zu sein. Für einige Zeit waren wir nur zu Zweit -  Ronald und ich. Da macht man alles durch, von Höhen und Tiefen - und wir mussten vieles erst aufbauen: von Strukturen und Prozessen, bis hin zu Teams und neuen Partnern und Projekten. Ich freue mich, den Presse- und Medienbereich aufgebaut zu haben, das Netzwerk erweitert zu haben und „Die Brennnessel“, die Auszeichnung für Leuchtturmprojekte im Biodiversitätsbereich mitgestaltet zu haben.

Es ist nicht mein Verdienst, aber ich bin stolz darauf, in der ersten gemeinnützigen Privatstiftung für Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft Österreichs zu arbeiten. Es ist etwas besonderes, dass ein so wichtiges und potentes Unternehmen wie die REWE International mit 42.000 MitarbeiterInnen den Schutz unserer Natur strategisch ganz nach vorne stellt. Die REWE Group, zu der auch BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG gehören, nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Dass ein Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung für den Erhalt der schönen Kulturlandschaften einnimmt, ist nicht selbstverständlich. Und ich hoffe, dass noch viele weitere Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und auch Stiftungen gründen.

Was ist mein Lieblingstier? Welches heimische Tier wäre ich, und warum?

Auch wenn er einen schlechten Ruf hat und von einigen als Schädling bezeichnet wird, ist mein Lieblingstier der Fischotter. Ich liebe es, im Wasser zu sein: ich bin schwerelos, höre und sehe ganz anders als an der Luft. Beim Tauchen mit Sauerstoff bin ich gezwungen ruhig zu bleiben. Das wirkt meditativ auf mich, und als jemand, der nie Ruhe gibt, kann das ein nützlicher Rahmen sein. Das Raubtier Fischotter kämpft viel und diese Eigenschaft habe ich auch. Ich akzeptiere schlecht den Status Quo, wenn dieser für bestimmte Gruppen nachteilig ist. Und dann kämpfe ich für Veränderung. Das lebe ich in meiner Familie, im Team der Stiftung sowie im Größeren, wenn es um die Ziele von Blühendes Österreich und bessere Positionen von Frauen geht.