Porträt: Simon Tötschinger

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Blühende Zukunft durch die Kraft der Bienen

Simon Tötschinger züchtet Bienen. Das war nicht immer so. Der Imker vom Neusiedler See begann als Werkzeugmacher, aber das machte ihn nicht glücklich. Er absolvierte eine Imkerausbildung und eröffnete seinen eigenen Betrieb. Bei der Arbeit mit den Tieren lernte er die Natur zu schätzen und ist heute dankbar dafür, „dass ich mit meiner Arbeit einen kleinen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht leisten kann“.

Bienen sind die Quellen meiner Inspiration

„Es scheint, als ob die Bienen selbst meine Quelle der Inspiration sind“, sagt Tötschinger über seine Lebensaufgabe. Weil er möglichst viele Menschen an diesem „kleinen Wunder der Natur“ teilhaben lassen möchte, zeigt er in Führungen seine Bienenstöcke und erntet regelmäßig „überraschte Gesichter, wie viel Bereicherndes es über diese unscheinbaren Lebewesen zu lernen gibt“.

Eine „blühende Zukunft“ ist ihm wichtig, deshalb fördert er mit seinem Bienenschutz-Honig Streuobstwiesen. Das sind bunte Wiesen mit hochstämmigen Obstbäumen unterschiedlichen Alters und Sorten. Im Gegensatz zu den niederstämmigen Monokulturen sind diese für die Bienen besser, weil sie übers Jahr verschiedene Blüten als Nektarquelle bieten. Probleme sieht Tötschinger durch die toxischen Belastungen in Spritzmitteln. Das Minimieren von Giftstoffen in der Landwirtschaft und das Unterlassen von „grünen Wüsten“ liegen ihm am Herzen. Die Wiesen sollen also erst dann gemäht werden, wenn die Pflanzen verblüht sind und Samen gebildet haben.

Autorin: Daniela Illich

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