Großer Eisvogel

Limenitis populi

Gruppe: Insekten

So erkennst du den Großen Eisvogel:

  • Schmetterling, kein Vogel!
  • bis 7 cm groß
  • oberseits überwiegt die Farbe braun, auf der Unterseite orange
  • auffallende weiße Binde auf Hinterflügel
  • nur in Wäldern

Beschreibung

Der Große Eisvogel ist allein schon aufgrund seiner für Tagfalter imposanten Größe unverkennbar. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen nur mit Schillerfaltern. Dem Großen Eisvogel fehlt jedoch – anders als seinem gefiederten Namensvetter – die blau schillernde Struktur auf der Flügeloberseite. Die Flügelspannweite beträgt mehr als sieben Zentimeter. Die Weibchen sind zumeist deutlich größer als die Männchen, anhand ihrer Färbung sind die Geschlechter jedoch im Freiland kaum zu unterscheiden.

Verbreitung

Der Große Eisvogel kann in Österreich in allen Bundesländern angetroffen werden, ist aber überall recht selten.

Lebensraum

Dieser ausschließlich in Wäldern vorkommende Tagfaltr bewohnt vorwiegend Laubwälder mit ausreichenden Vorkommen von Zitterpappeln. Diese Baumart ist die bedeutendste Futterpflanze für die Raupen. In der Regel hält er sicher tendenziell im inneren der Wälder, entlang von Waldwegen und Forststraßen oder kleineren Schlagflächen auf. In Mitteleuropa bevorzugt er Regionen mit relativ kalten Wintern, im Gebirge kann er bis auf 1.500 m Seehöhe angetroffen werden.
Auch in sehr guten Lebensräumen ist der Große Eisvogel meist nur in geringer Dichte anzutreffen. Dazu kommt, dass sich vor allem die Weibchen eher im Kronenbereich aufhalten und sich so den Blicken der Beobachter entziehen.

Gefährdung

Vor allem im westlichen Mitteleuropa war in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ein deutlicher Bestandsrückgang festzustellen. Dies auch in solchen Wäldern, in denen es zu keiner ersichtlichen Veränderung im Lebensraum gekommen ist. Zurückgeführt wird dies mit den zunehmend milden Wintern, der Große Eisvogel bevorzugt jedoch winterkalte Gebiete.
Zitterpappeln werden in manchen Wäldern gezielt entfernt, um Platz für – aus forstwirtschaftlicher Sicht – wichtigere Baumarten zu machen. Dadurch gehen immer wieder Raupenfutterpflanzen verloren.

Besonderheiten

Die junge Raupe überwintert in einem kunstvoll zusammengesponnenen Versteck aus einem Laubblatt. In ihrer Färbung ähnelt sie Vogelkot und ist so für Räuber optisch nicht unbedingt als potenzielle Beute erkennbar.

Fakten:

  • Größe: 7 cm Flügelspannweite
  • Gefährdung: gelb
  • Vorkommen: alle Bundesländer
  • Flugzeit: Mai–Juli
  • Alter der erwachsenen Falter: nur wenige Wochen
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