Schwarzer Mooskanker

Nemastoma triste

Gruppe: Spinnen

So erkennst du den Schwarzen Mooskanker:

  • schwarzer kugeliger Körper
  • Beine schwarz-dunkelbraun

Beschreibung

Der Körper des Weberknechts ist kohlrabenschwarz, die Beine sich schwarz oder dunkelbraun. Die Tiere werden 1,5-1,9 mm lang, wobei die Weibchen immer größer sind als die Männchen. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal bei Weberknechten ist außerdem das 2. Laufbein, welches beim Schwarzen Mooskanker 6,1 mm lang ist. Die Art ist im Ostalpenraum endemisch, das heißt sie kommt nur hier vor. Daher trägt Österreich natürlich für den Erhalt dieser Art eine besonders große Verantwortung.

Schwarzer Mooskanker c Christian Komposch

Schwarzer Mooskanker c Christian Komposch

Verbreitung

Der Schwarze Mooskanker wurde kommt vom Montafon in Vorarlberg über Salzburg bis ins Mühl- und Waldviertel vor. Er fehlt aber z. B. im Wienerwald und im pannonischen Raum mit Ausnahme des Bisambergs nördlich von Wien. Er besiedelt vor allem die montane und subalpine Höhenstufe, seine Verbreitung erstreckt sich allerdings von 200 m (Bisamberg) bis auf 2.380 m in den Hohen Tauern, was doch eine erstaunliche große Höhenausdehnung darstellt!

Lebensraum

Die Art lebt am Boden in unterschiedlichen Biotopen, wobei sie bevorzugt in Wäldern vorkommt. Im Gebirge ist sie aber auch über der Waldgrenze häufig.

Gefährdung

Die Art ist laut Roter Liste Österreichs derzeit als nicht gefährdet eingestuft.

Besonderheiten

Wenig mobile Bodenbewohner wie der Schwarze Mooskanker nehmen eine wichtige Rolle als Bioindikatoren ein. Sie besiedeln potenziell neue Lebensräume nur sehr langsam, sind also gute Zeiger für Lebensräume mit langfristig relativ konstanten Lebensbedingungen. Somit lassen sie uns sozusagen einen Blick in die Vergangenheit werfen und geben Einblick in die historische Entwicklung von Flächen.

Fakten:

  • Größe: Männchen 1,5-1,7 mm, Weibchen 1,7-1,9 mm, 2. Laufbein 6,1 mm
  • Gefährdung: weiß (nicht gefährdet)
  • Vorkommen: vor allem in Waldstandorte
  • Verbreitung: alle Bundesländer außer Burgenland, hauptsächlich montan und subalpin
  • Auftreten: ganzjährig
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