Springfrosch

Rana dalmatina

Gruppe: Amphibien

So erkennst du den Springfrosch:

  • braune Grundfärbung
  • Hinterbeine gestreift
  • dunkler Streifen entlang der Kopfseiten
  • 6-9 cm Länge

Beschreibung

Ein gutes Merkmal steckt beim Springfrosch bereits in seinem Namen. Er besitzt besonders lange und kräftige Beine. Mit diesen schafft er Sprünge bis zu zwei Meter weit. Männchen werden meist sechs Zentimeter lang, die deutlich größeren Weibchen erreichen eine Körperlänge von ca. neun Zentimetern. Die Hinterbeine sind meist etwas gestreift, der übrige Körper ist hellbraun gefärbt. Man zählt ihn deshalb zu den sog. Braunfröschen. Markant ist auch ein dunkelbrauner Streifen, der sich, von den Augen ausgehend, über das dahinter liegende Ohr bis zu den Vorderbeinen zieht. Im März und April können die typischen Laichballen entdeckt werden. Diese werden an Wasserpflanzen angeheftet und bestehen aus 500-1500 Eiern. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Kaulquappen, die sich bis in den Juli hinein zu kleinen Fröschen entwickeln und schließlich das Gewässer verlassen.

Verbreitung

Der Springfrosch ist eine typische Art der österreichischen Niederungen. Seine Vorkommen liegen nur selten über 400 m Seehöhe. Mit Ausnahme von Tirol und Vorarlberg kann er jedoch – Abseits der Alpen – in allen Bundesländern gefunden werden.

Lebensraum

Als Laichgewässer werden größere, nicht allzu flache Gewässer bevorzugt. Dies sind unter anderem Altarme in Auwäldern, Seeufer und Teiche, ruhige Uferzonen entlang von Flüssen, aber auch naturnahe Gartenteiche in Dörfern und Kleinstädten. Die Alttiere verlassen jedoch nach der Laichzeit die Gewässer und besiedeln Landlebensräume. Diese können sehr vielgestaltig sein, müssen jedoch ausreichend Deckung durch Gehölze aufweisen. Zumeist ist er daher in gewässerreichen Laubwäldern oder heckenreichen Landschaften anzutreffen.

Gefährdung

Auf der Roten Liste für Österreich wird der Springfrosch auf der „Vorwarnstufe“ gelistet. Sollten die Bestände also weiterhin zurückgehen, so wird die Art in absehbarer Zeit gefährdet sein. Hauptursache für den Rückgang ist in vor allem die Zerstörung der Laichgewässer. Dazu zählt auch das Aussetzen von Fischen, die die Laichballen oder Kaulquappen fressen.

Besonderheiten

Die Weibchen überwintern an Land, während sich die Männchen bereits im Herbst zu den Laichgewässern begeben. Jeder möchte schließlich in der ersten Reihe stehen, wenn es gilt, das Rennen um die erfolgreiche Fortpflanzung zu machen.

Fakten:

  • Größe: 6-9 cm
  • Gefährdung: gelb
  • Alter: max. 10 Jahre
  • Laichballen mit 500-1500 Eier
  • Vorkommen: alle Bundesländer außer Tirol und Vorarlberg
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