Zu den Naturerfolgen

Der Verein Alpinus wertet im Almsommer 2026/2027 Hochalmflächen der Wildalm im Nationalpark Hohe Tauern ökologisch auf. Durch gezielte Beweidung mit Rindern und Ziegen wird die Verbuschung zurückgedrängt, um artenreiche Almwiesen zu fördern. Neue Weidezäunen und Quellfassungen ermöglichen die Beweidung. Der Verein leistet die Arbeit großteils ehrenamtlich. Ziel ist der Erhalt gefährdeter Lebensräume für Insekten und alpine Vögel. 

Die Finanzierung von „Almrevitalisierung Wildalm“ wird durch die Pfandspenden der BILLA Kund:innen ermöglicht.

Unsere Vision

Wir wollen biodiverse, hochalpine Almweideflächen durch gezielte Beweidung erhalten.

Konkrete Ziele im Projekt

Wir werden mehrere Viehtränken errichten, die es ermöglichen die Projektflächen durch eine Mutterkuhherde und Ziegen zu beweiden. Dafür werden wir rund 7 km mobile Weidezäune errichten. Unser Vorhaben setzen wir mit Vereinsmitgliedern und einer Schulklasse um, die als Bildungsprojekt mithilft. Dadurch werden Zwergstrauchheiden, Farn und Borstgras zurückgedrängt und Freiraum für wertvolle Futtergräser und Kräuter geschaffen.

Motivation für das Projekt 

Als Hirtin erlebe ich, wie mangelnde Beweidung die Artenvielfalt verdrängt. Mobile Zäune und Tränken sollen die Herden gezielt lenken, um Verbuschung zu stoppen und biodiverse Almweiden wiederherzustellen. Praxistests beweisen den Erfolg für den Biodiversitätsaufbau: Durch gesteuerten Weidedruck kehren gefährdete Pflanzen wie Arnika und Alpenglockenblumen bereits erfolgreich zurück. Warum braucht es das Projekt? Warum haben wir es gestartet?

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Blühendes Österreich ermöglicht die Anschaffung von Material für Weidezäune, Quellfassungen und den Aufbau von Viehtränken. Zusätzlich werden vereinzelt Arbeitseinsätze von spezifischen Fachkräften finanziert. 

Zum Alpinus Verein: Alpinus ist ein junger Verein, der Menschen vernetzt, die auf zukunftsweisende Art die Grünlandnutzung und Produktion von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln neu denken möchten. Mit kreativen Ansätzen möchten wir zeigen, was standortangepasst möglich ist. Ein besonderes Anliegen ist uns dabei die Erhaltung von gefährdeten (Gefährdung durch Stilllegung, Verbuschung und Verwilderung) Almflächen um diese wertvollen Kulturlandschaften aktiv zu bewahren.

Der Verein lebt von der Vielseitigkeit der Mitglieder, welche in den unterschiedlichsten Bereichen ihren Ursprung haben: Menschen aus Stadt und Land - vereint durch die Freude am gemeinschaftlichen Leben und Arbeiten. Mittels regelmäßiger Vernetzungstreffen, Schulungen, Festen, landwirtschaftlicher Projekte und Workshops zur Lebensmittelproduktion möchten wir unsere Werte und Ideen teilen. Wir sehen unsere Produkte als Ergebnis einer passionierten Beschäftigung mit unserer gemeinsamen Umwelt und Zukunft.

Auf der Wildalm arbeiten wir mit ca. 25 Milchkühen 40 Mütterkühen inkl. Kälbern, 3 Pferden, 100 Ziegen zusammen.

Was finanziert Blühendes Österreich?

Arbeitspaket 1: Pflege-Detailplanung zur Ausweisung der Weideflächen (wird erst für 2028 verrechnet, davor über LEADER Projekt/ Co-Finanzierung abgedeckt)

Arbeitspaket 2: Maßnahmen auf der Fläche (= finanziell größter Baustein des Projekts):

2a: Beweidung in jährlich mehreren kleinen Koppeln (je 0,4-0,8 Hektar) (vom Verein Wilde Weiden -Leiser Berge- durchgeführt)

2b: Weidepflege inkl. großer Freiwilligen-Einsatz (Abwicklung durch naturschutzfachliche Betreuung)

Arbeitspaket 3: Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung, inkl. Weidespaziergang, Besucherinfo, laufende Berichterstattung in den Medien, etc.

Arbeitspaket 4 Projektmanagement und -abwicklung, inkl. Vorbegehung mit Tierhalter, laufende naturschutzfachliche Begleitung und Kontrolle, Koordination u Kommunikation, Zwischen- und Endbericht

Welche Herausforderungen werden gelöst?

Die größte Herausforderung ist die fortschreitende Verbrachung und Verbuschung von 85 Hektar Hochalmfläche durch Zwergstrauchheiden, Borstgras und Farne. Ohne gezielte Beweidung droht der Verlust geschützter Biotoptypen. Der Alpinus-Verein muss daher unter schwierigen, hochalpinen Bedingungen 7 Kilometer mobile Weidezäune errichten und die Wasserversorgung für rund 170 Tiere sichern.

Was ist das Besondere am Projekt?

Dieses Projekt erweckt eine einst brachliegende Fläche zu neuem Leben. Das Einzigartige: Hier wirtschaftet kein Einzelbetrieb, sondern der Verein Alpinus als Gemeinschaft. Die Wildalm verbindet traditionelle Almarbeit mit moderner Biodiversitätsförderung und sozialem Engagement. Neben der kooperativen Betreuung von rund 170 Tieren wird die Alm zum hochalpinen Lernort, an dem Schulklassen und Besuchergruppen durch tatkräftige Mithilfe den Wert artenschützender Landwirtschaft praxisnah begreifen.

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Siehe oben

Geografie der Projektregion

Pinzgau/ Außenzone Nationalpark Hohe Tauern.

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Unseren Käse kaufen ;) Zu Besuch kommen, an Workshops teilnehmen oder Vereinsmitglied werden und auf der Alm mit anpacken beim Schwenden und co. 

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
Alpinus Verein, Bramberg am Wildkogel
Weitere Projektpartner:
keine
Projekttitel:
Almrevitalisierung Wildalm - Gezielte Beweidung mit gelenkter Weideführung und Infrastrukturmaßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf hochalpinen Weideflächen
Region:
Pinzgau
Größe der verbesserten Fläche:
85 Hektar
Geschützter Biotoptyp:
(Rote Listen, FFH)
Geschützte Tierarten:
Fledermäuse, Kuckuck, Alpenhummeln, Bergeidechsen, Steinadler
Geschützte Pflanzenarten:
Arnika, Enzian, Mehlprimel, Bergorchideen
Projektdauer:
8 Monate auf 2 Almsommer aufgeteilt
Finanzierung von Blühendes Österreich:
30.000€
Gesamtsumme Projekt:
30.000€

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Reisen Sie zu unseren Veranstaltungen, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder benützen Sie im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99). Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 6,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen finden Sie hier. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse finden Sie hier.

 

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