Zu den Naturerfolgen

Die Pflege- und Schnittmaßnahmen an den alten Hochstammobstbäumen im Mostviertel wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr vernachlässigt. Um den Bestand wieder zu reaktivieren ist es notwendig diesen Tätigkeiten wieder vermehrt Bedeutung zu schenken.
Aufgrund der Größe der Bäume ist dies mit herkömmlichen Leitern eigentlich nicht durchführbar. Ebenso sind die Standorte dieser Bäume meistens nicht direkt an leicht befahrbaren Stellen. Herkömmliche Arbeitsbühnen von gewerblichen Arbeitsbühnenverleihern sind aufgrund dieser Umstände nicht für diese Tätigkeiten einsetzbar. Durch den Einsatz einer geländegängigen Spezialbühne sollen diese Arbeiten wieder durchführbar werden.

Blühendes Österreich - BILLA gemeinnützige Privatstiftung (Blühendes Österreich) ermöglicht mit dem Call „#Streuobst“,
dass ein Verjüngungsschnitt an den alten Streuobstbirnbaumriesen pilothaft gezeigt wird, um weitere Baumbesitzer dazu zu motivieren. 

Unsere Vision

Unsere Vision ist ein langfristiger Erhalt der alten Streuobstbirnbaumriesen. Dadurch kann der ökologische Mehrwert von Streuobstwiesen abgesichert werden. Diese Schnitttätigkeiten sollen als Beispiel dienen, dass diese Maßnahmen wichtig und sinnvoll sind. Dadurch sollen weitere Baumbesitzer wachgerüttelt werden, dass sie ebenfalls einen Baumschnitt durchführen.

Konkrete Ziele im Projekt

Im Rahmen des Projektes sollen im Mostviertel 210 Bäume in knapp 2 Jahren geschnitten werden. Durch laufende Pressearbeit sollen weitere Baumbesitzer wachgerüttelt werden, dass sie ihre Bestände ebenfalls wieder schneiden. Durch diese Pressearbeit soll dieses Projekt auch in anderen Streuobstregionen in Österreich Diskussionen anfachen und ähnliche Initiativen entstehen lassen.

Motivation für das Projekt

Durch die Aufnahme des geplanten Projektes im Call „#Streuobst“ von Blühendes Österreich können herzeigbare Pilotbestände an geschnittenen alten Streuobstbirnbäumen geschaffen werden. Durch diese Unterstützung können auch andere Regionen aufmerksam werden, damit sie eigenständig ähnliche Projekte entwickeln. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit von Blühendes Österreich werden auch neue Kunden- und Gesellschaftsschichten auf die Notwendigkeit dieser Schnittaktivitäten aufmerksam und können durch ihr Kundenverhalten eine positive Entwicklung vorantreiben.

Wen unterstützt Blühendes Österreich

Den Verein Streuobsterhaltung Mostviertel in Kooperation mit der AGRAR PLUS GmbH zur Bewerbung und Abwicklung dieses Streuobstbirnbaum-Schnittprojektes.

Welche Herausforderungen werden gelöst?

Durch die Finanzierung der notwendigen Maschinenarbeiten und der Personalkosten der Baumschneider wird die kostengünstige Beteiligung der Streuobstbaumbesitzer möglich. Nur durch diese Unterstützung wird es möglich, dass die Baumbesitzer diese Schnittarbeiten durchführen lassen, da dies sonst eine unfinanzierbare wirtschaftliche Belastung darstellen würde, die durch den viel zu niedrigen Pressobstpreis nicht durchführbar wäre. So wird ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt dieser Baumriesen als Heimat für viele Tiere und Pflanzen gesichert, die damit insgesamt einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und zum Klimaschutz leisten. Nebenbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein derartiger Baumriese auch eine entsprechende Kohlenstoffsenke darstellt.

Was ist das Besondere am Projekt?

Nur durch den Einsatz dieser Spezialmaschine wird es möglich, dass die notwendigen Schnittarbeiten bei den Birnbaumriesen sicher durchgeführt werden kann. Aufgrund der Baumgröße ist diese Arbeit mit Leitern oder Klettern nicht wirklich technisch durchführbar. Herkömmliche Arbeitsbühnen, wie diese im gewerblichen Verleih vorhanden sind, sind auf den häufig geneigten Wiesen und Feldrainen nicht einsetzbar. Dazu kommt noch, dass deren Eigengewicht oftmals bis zum dreifachen der gewählten Spezialbühne hat, was entsprechende Bodenbelastungen bedeuten würde. Bei ungünstigen Gelände- und feuchten Bodenverhältnissen wären diese Bühnen gar nicht einsetzbar. Durch diese Pflegearbeiten werden die alten Bäume wieder vitaler und zu neuem Fruchtholztrieb angeregt. Junge Bäume würden Jahrzehnte benötigen, bis sie die ausgeprägten
Funktionen eines Altbaumes wieder in gleicher Weise erfüllen können.

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Streuobst ist in der Österreichischen Biodiversitätsstrategie auf der roten Liste eingetragen. Durch die Sicherung des Bestandes wird die Heimat unzähliger Tier- und Vogelarten und Käfer, als auch vieler Pflanzen gesichert. (bis zu 5.000 Arten)

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
Verein Streuobsterhaltung Mostviertel in Kooperation mit AGRAR PLUS GmbH
Weitere Projektpartner:
Maschinenring, Obstbauverband Mostviertel, Bezirksbauernkammern des Mostviertels
Projekttitel:
Altbaumschnitt zur Erhaltung alter Streuobstbirnbäume – Streuobstbirnbaumsicherung im Mostviertel
Region:
Mostviertel
Größe der verbesserten Fläche:
210 Streuobstbirnbäume (entspricht ca. 3 Hektar)
Geschützter Biotoptyp:
Streuobstwiese
Projektdauer:
2024-2025
Finanzierung durch Blühendes Österreich:
33.630 €
Gesamtkosten Projekt:
50.430 €

Verwandte Naturerlebnisse

Steinbockmarsch

Zillertaler Steinbockmarsch

22. Aug. |
Tirol
Veranstalter: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Der Zillertaler Steinbockmarsch sowie der Steinbocklauf gehören seit Jahren zu den beliebtesten Sportveranstaltungen in Österreich. Zum ersten mal durchgeführt wurde diese Veranstaltung 1964. 
Jahr für Jahr kommen hunderte Sportler aus aller Welt um sich dieser außergewöhnlichen Herausforderung zu stellen.

Der Zillertaler Steinbockmarsch, der Steinbocklauf sowie das Steinbockmarschfest finden am 22. August 2026 in Ginzling statt. 

Der Marsch ist perfekt für alle Genusswanderer, die die unvergleichliche Zillertaler Bergwelt genießen möchten. Hingegen messen sich beim Lauf unzählige Athleten und und bewältigen diese Strecke in 3-5 Stunden.

Beim anschließenden Fest trifft man sich aber wieder und kann über seine Erlebnisse ausgiebig unterhalten.

Das sind die Fakten zum Zillertaler Steinbockmarsch.

Ausgehend von Ginzling führt die Strecke durch das "Floitental" bist zur Abzweigung Greizerhütte. Von hier aus geht es zum schwierigsten Abschnitt: Dem Aufstieg zur Mörchnerscharte auf rund 2900m.

Hat man die Scharte erreicht, gibt es einen wohlverdienten Rundblick über viele Zillertaler BergRIESEN.
Ab hier geht es "nur" mehr bergab. Vorbei am Schwarzsee bis zur Berlinerhütte.
Danach noch durch das Zemmtal bis zum Ziel - dem Alpengasthaus Breitlahner. Je nach Form erreicht man das Ziel nach 3h - 10h.

...und...   ....man ist danach auf jeden Fall ein Sieger über sich selbst.

Details:

Distanz: rund 30km

Höhenmeter: 1871hm Aufstieg

Neigung: 25-30°

WO IST?

DAS FESTGELÄNDE: befindet sich direkt neben der Kirche, im Zentrum von Ginzling. Hier findet das gesamte Rahmenprogramm zum Zillertaler Steinbockmarsch statt. 

INFO CENTER: Alle Informationen rund um den Zillertaler Steinbockmarsch, dem Steinbocklauf sowie dem Rahmenprogramm erhalten sie im Naturparkhaus in Ginzling! Hier ist auch der Start vom Steinbockmarsch und Lauf. Tel.: 05286 5218

ZIELGELÄNDE: Das Ziel befindet sich beim Alpengasthof Breitlahner, ca 8km von Ginzling entfernt. Es ist ein Shuttledienst eingerichtet, der Sie bequem und kostenlos von Breitlahner nach Ginzling und retour bringt. Shuttle-Dienst von 07:00 Uhr - 17:00 Uhr! Dieser Service ist für Teilnehmer und Zuseher kostenlos! Es wird dringend empfohlen den mit dem Shuttle anzureisen, da die Parkplätze begrenzt zur verfügung stehen!

Anreise: 

SHUTTLE: Ginzling - Breitlahner - Ginzling (von 07:00 Uhr - 17:00 Uhr) Hippach - Mayrhofen - Ginzling

 

 

 


 

Zillertaler Steinbockmarsch
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Wildnis voller Leben: der Schilfgürtel des Neusiedler Sees
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