Zu den Naturerfolgen

Mehr Blüten, mehr Insekten, mehr Biodiversität! Mit diesem Ziel schaffen die Modellregion Unteres Traisental & Fladnitztal, die Gemeinde Sitzenberg-Reidling und der Verein ORTOLANdschaftspflege artenreiche Wiesenbiotope. Aus unscheinbaren Flächen wie Retentionsbecken, Brunnenfeldern oder Rasen entstehen durch die angepasste Pflege, Einsaaten sowie die Schaffung neuer Strukturen wie Hecken, Bäume und Altgrasstreifen lebendige Hotspots der Vielfalt. Zahlreiche Arten, von Segelfalter bis Rebhuhn, von Igel bis Neuntöter, profitieren davon. Der Gemeindekindergarten und die Bevölkerung werden durch Pflanzaktionen aktiv eingebunden und machen das Projekt zu einer gemeinsamen Erfolgsgeschichte für die Natur vor der Haustür. 

Unsere Vision

Das Projekt hat zum Ziel, artenarme Flächen in vielfältige, blütenreiche Wiesenbiotope zu verwandeln und so die Biodiversität sowie die ökologische Resilienz in Gemeinde und Region nachhaltig zu stärken. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer lebendigen Kulturlandschaft, in der Mensch und Natur gleichermaßen profitieren. Gleichzeitig werden das Bewusstsein und die Wertschätzung der Bevölkerung für die Bedeutung der Biodiversität aktiv gefördert und langfristig verankert.

Konkrete Ziele im Projekt

  • Entwicklung artenreicher, neophytenfreier Wiesen auf rund 2,7 ha
  • Pflanzung von ca. 100 Sträuchern und 16 Bäumen
  • Anlage einer Benjeshecke sowie Hecken- und Strauchinseln
  • Förderung von Zielarten durch angepasstes Wiesenmanagement
  • Einbindung der Bevölkerung im Rahmen von Mitmachaktionen

Motivation für das Projekt

Der fortschreitende Verlust der Biodiversität macht gezielte und wirksame Maßnahmen auch im Gemeindegebiet dringend erforderlich. Das Projekt setzt genau hier an und wirkt dem Rückgang artenreicher Wiesen aktiv entgegen, indem es zeigt, wie Naturschutz direkt vor der eigenen Haustür erfolgreich umgesetzt werden kann. Gleichzeitig versteht sich die Gemeinde als Vorbild und möchte Verantwortung übernehmen, um den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt aktiv mitzugestalten. Bisher wurden die Projektflächen so zeit- und kosteneffizient wie möglich gepflegt – das soll sich nun ändern! 

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Blühendes Österreich unterstützt die Modellregion Unteres Traisental & Fladnitztal als Projektträger sowie die Gemeinde Sitzenberg-Reidling bei der Umsetzung der Maßnahmen. Der Verein ORTOLANdschaftspflege übernimmt die naturschutzfachliche Begleitung.
Indirekt kommt die Unterstützung der gesamten Region zugute, da das Projekt Vorbildwirkung hat und andere Gemeinden der Region inspirieren kann. 

Welche Herausforderungen werden gelöst?

  • Schaffung artenreicher Wiesen und Förderung der Artenvielfalt
  • Verringerung der Dominanz von Gräsern, um bunte und diverse Blühaspekte zu schaffen
  • Entfernung invasiver Neophyten wie der Kanadischen Goldrute
  • Schaffung strukturreicher Lebensräume für Tiere wie den Neuntöter oder den Igel
  • Schaffung von Trittsteinbiotopen zur Vernetzung von Lebensräumen

Was ist das Besondere am Projekt?

  • Schaffung von blüten- und artenreichen Wiesen auf 2,7 ha
  • Zusammenarbeit von fachlich fundiertem Naturschutz, Gemeinde und Bevölkerung
  • Einsatz von autochthonem Saatgut
  • Mitmachaktionen zur Bewusstseinsbildung und Identifikation mit der Natur im Gemeindegebiet

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Im Projekt werden wertvolle Lebensräume wie Halbtrockenrasen, trockene Fettwiesen und Glatthaferwiesen entwickelt und langfristig gesichert. Davon profitieren standorttypische Wildpflanzen wie der Wiesensalbei (Salvia pratensis), der Dost (Origanum vulgare), der Aufrechte Ziest (Stachys recta), das Gefleckte Ferkelkraut (Hypochaeris maculata), die Skabiosen-Flockenblumen (Centaurea scabiosa) und der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare). Gleichzeitig profitieren zahlreiche Tierarten wie der Segelfalter (Iphiclides podalirius), der Himmelblaue Bläuling (Polyommatus bellargus), das Rebhuhn (Perdix perdix), der Neuntöter (Lanius collurio), der Igel (Erinaceus europaeus) und die Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis).

Geografie der Projektregion

Das Projekt wird in der Modellregion Unteres Traisental & Fladnitztal in der Gemeinde Sitzenberg-Reidling im Bezirk Tulln (NÖ) durchgeführt. Sitzenberg-Reidling liegt im niederösterreichischen Alpenvorland im Bereich zwischen dem Tullnerfeld und dem unteren Traisental und ist durch eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte, teilweise noch strukturreiche Kulturlandschaft charakterisiert. Die Projektflächen selbst verteilen sich auf mehrere gemeindeeigenen Standorte und tragen so zum Biotopverbund bei.

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Die Gemeinde lädt alle Interessierten und Naturbegeisterten zur Pflanzaktion im November 2026 ein! Mehr Infos findest du im Gemeinde-Kalender und den Social-Media-Kanälen der KEM/KLAR Unteres Traisental & Fladnitztal und von ORTOLANdschaftspflege.

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Projektpartner:
Modellregion Unteres Traisental-Fladnitztal
Weitere Projektpartner:
Gemeinde Sitzenberg-Reidling, Verein ORTOLANdschaftpflege
Projekttitel:
„Wiesenwunder Sitzenberg-Reidling“
Region:
Tullnerfeld
Größe der verbesserten Fläche:
2,7 Hektar
Geschützter Biotoptyp:
Kontinentaler basenreicher Mäh-Halbtrockenrasen, Frische basenreiche Magerwiese der Tieflagen
Geschützte Tierarten:
Rebhuhn, Neuntöter, Östliche Smaragdeidechse, Igel, Himmelblauer Bläuling, Segelfalter
Geschützte Pflanzenarten:
Geflecktes Ferkelkraut, Wiesen-Salbei, Aufrechter Ziest
Projektdauer:
2026-2027
Finanzierung von Blühendes Österreich:
4.555,84 €
Gesamtsumme Projekt:
4.555,84 €

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

12. Sep |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
Der Fährte folgen