Zu den Naturerfolgen

Das Projekt zielt darauf ab, die Artengruppe der Amphibien durch Neuanlage bzw. Revitalisierung von Laichgewässern im Naturpark Falkenstein und angrenzenden Bereichen zu stützen. Hauptaugenmerk liegt auf der Zielart Gelbbauchunke. Gemeinsam mit den Projektpartnern Verein Silbersberg- Verein für elternlose, mehrfach behinderte Menschen, der Forstverwaltung des Stiftes Klosterneuburg und der VS und NMS wird die Gemeinde Schwarzau im Gebirge, das Projekt realisieren.

Unsere Vision

Stärkung des lokalen Bewusstseins für Feuchtlebensräume und langfristige Etablierung von Schutzzielen durch gezielte Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen im privaten Bereich sowie durch land- und forstwirtschaftlich tätige Betriebe und Einrichtungen.

Konkrete Ziele im Projekt

Die Vision „Stärkung des lokalen Bewusstseins für Erhaltung und Verbesserung von, vor allem temporären, Feuchtlebensräumen“ soll durch mehrere Maßnahmen erzielt werden:

Eine Gewässerneuanlage im Naturpark, die Renaturierung ehemaliger Fischteiche mit den KlientInnen des Vereins Silbersberg und die Durchführung von Pflegetagen an bereits bestehenden Amphibiengewässern des Stiftes Klosterneuburg gemeinsam mit den Schulen dienen als exemplarische Maßnahmen innerhalb der Gemeinde.

Anhand dieser Maßnahmen wird einerseits ein Gewässerpflegekatalog zur Bewusstseinsförderung für lokale/ regionale Land- und ForstwirtInnen, aber auch Privatpersonen entwickelt.

Andererseits werden im Rahmen zweier Öffentlichkeitstage mit Amphibienschwerpunkt die umgesetzten Maßnahmen der Öffentlichkeit vorgestellt und mittels einer Amphibien-Forschungsbox Detailwissen zu der bedrohten Artengruppe vermittelt und erlebbar gemacht.

Motivation für das Projekt

Als 2018 für den Naturpark Falkenstein ein Entwicklungskonzept erstellt wurde, zeichnete sich im Zuge der Analysearbeiten ein außergewöhnlich breites Spektrum an potentiell vorkommenden Amphibien ab. Darauf aufbauend wurde im Entwicklungskonzept des Naturparks, dessen Trägerin die Gemeinde ist, die Förderung der Herpetofauna durch Lebensraumschutz und Bewusstseinsförderung als langfristiges Ziel verankert.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Die Gemeinde Schwarzau im Gebirge hat das Projekt zur Förderung eingereicht. Sie ist Trägerin des Naturparks Falkenstein, der 1972 gegründet wurde und damit einen der ältesten Naturparke Österreichs darstellt. (Durch die Kooperation von Gemeinde, Stift Klosterneuburg, der NMS und VS Schwarzau im Gebirge sowie mit dem Verein Silbersberg und der naturschutzfachlichen Betreuung erhoffen wir uns eine hohe Breitenwirkung des Projektes.)

Welche Herausforderungen werden gelöst?

Auf Kleingewässern lastet ein hoher Druck. In den letzten Jahrzehnten sind unzählige durch Entwässerung, den Forstwegebau oder durch fehlende Pflege verschwunden. An konkreten Flächen sollen Gewässer neu angelegt werden. Dabei wollen wir über Tümpelketten Gradienten verschiedener Strukturparameter (Wassertiefe, Besonnungsgrad, Bewuchs) ausbilden. Damit können auf engem Raum Laichhabitatbedürfnisse verschiedener Amphibienarten abgedeckt werden. Diese Modellierungen sollen als erlebbare Beispiele Anreize für private Neuanlagen bieten.

Was ist das Besondere am Projekt?

Bezüglich des Projektes „Tümpel, Teich und Wasserlacke“ sind drei Komponenten besonders hervorzuheben:

- Zusammenspiel der im Bereich Bildung, Soziales, Verwaltung und Forstwirtschaft tätigen Kooperationspartner unter naturschutzfachlicher Begleitung

- Schaffung neuer Amphibienlebensräume bzw. Laichgewässer durch Neuanlage und Adaptierung bestehender Gewässer

- Langfristige Verankerung der Schutzvisionen durch konzeptionelle Öffentlichkeitsarbeit im Sinne von Citizen-Science-Ansatz, Hands-on Vermittlung, Entwicklung umsetzungsorientierter Handlungsanleitungen

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Zu den schützenswerten Lebensräumen zählen Quellaustritte, Quelltümpel, Kleingewässer im Wald und Offenland.

Kleingewässer sind in ihrer Unauffälligkeit nicht im Bewusstsein der Bevölkerung verankert, wodurch ihnen wenig Bedeutung beigemessen wird. Gerade hier finden sich aber z.T. seltene Tier- und Pflanzenarten. Als Leitart ist die Gelbbauchunke hervorzuheben, weil sie mit ihrer Fortpflanzungsbiologie speziell an diese oftmals temporären Gewässerlebensräume angepasst ist.

Geografie der Projektregion

Das Projektgebiet liegt in den Nördlichen Kalkalpen nordwestlich von Schneeberg und Rax, in der Gemeinde von Schwarzau im Gebirge. Charakteristisch für das Gebiet sind Karsterscheinungen wie natürliche Quellaufgänge, Halbhöhlen, Wasserfälle sowie Feucht- und Magerwiesen. Ergänzt durch struktur- und altholzreiche Fichten-Tannen-Buchenwälder bietet das reichhaltige Angebot verschiedener Gewässertypen beste Bedingungen für Amphibien.

Darüber hinaus liegt das Projektgebiet im Landschaftsschutzgebiet Rax-Schneeberg sowie großteils im Natura-2000-Schutzgebiet FFH “Nordöstliche Randalpen: Hohe Wand - Schneeberg - Rax”. Als konkrete Maßnahme werden im Rahmen von „Tümpel, Teich und Wasserlacke“ Gewässersysteme auf einer Gesamtfläche von 0,12ha angelegt.

Klimatische Besonderheiten der Projektregion

Das Projektgebiet nordwestlich von Rax und Schneeberg ist, durchzogen von Wärmeinseln an stark sonnenexponierten Lagen, von subalpinem Klima geprägt.

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Das Projekt kann auf zwei Ebenen unterstützt werden: Einerseits im Rahmen von „Citizen-Science-Beiträgen aus der Bevölkerung (Amphibienfunde zur Vervollständigung von Daten zu Vorkommen und Verbreitung). Andererseits dienen konkrete Handlungsanleitungen GrundstücksbesitzerInnen als Hilfe zur Neuanlage, Erhaltung und Verbesserung von Amphibien-Laichgewässern.

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
Naturpark Falkenstein - Gemeinde Schwarzau im Gebirge
Weitere Projektpartner:
Verein Silbersberg – Verein für elternlose, mehrfach behinderte Menschen
Stift Klosterneuburg – Forstverwaltung Schwarzau im Gebirge
NMS und VS Schwarzau im Gebirge
Mag. Heimo Schedl - Naturschutzfachliche Leitung
DI Sabine Luger – Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung,Projektmanagement
Projekttitel:
Tümpel, Teich und Wasserlacke – Kleingewässer als Lebensraum seltener Amphibienarten
Region:
Schwarzau im Gebirge bei Rax – Schneeberg, Höllental
Größe der verbesserten Fläche:
0,12 Hektar
Geschützter Biotoptyp:
Quellaustritte, Quelltümpel, Kleingewässer im Wald und Offenland
Geschütze Tierarten:
Amphibien mit Schwerpunkt Gelbbauchunke und evtl. Alpen-Kammmolch
Projektdauer:
2020 - 2021
Finanzierung durch Blühendes Österreich:
€ 19. 920
Gesamtsumme Projekt:
€ 25.920

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Veranstalter: Verein Land-Impulse

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Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

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