Zu den Naturerfolgen

Das Projekt „Apetlon blüht auf“ verknüpft die Erhaltung und Vermehrung der Wildpflanzenvielfalt auf den Grünflächen innerhalb der Nationalparkgemeinde Apetlon mit einer an den Klimawandel angepassten und kostenbewussten Grünraumpflege. Die regionaltypischen Wildblumen, Stauden  und Sträucher stärken nicht nur das Bewusstsein als Nationalparkgemeinde, sondern fördern auch die Biodiversität und Resilienz. Die Unterschiedlichkeit der Flächen und ihre Lage in der Mitte des Dorfes machen sie zu großartigem Anschauungsmaterial für die Naturvermittlung. Diese wird im Rahmen des Projektes zusammen mit den Lehrer*innen des Dorfes und Vermittler*innen des Nationalparkteams initiiert.

Unsere Vision

Artenreiche, duftende und blühende Gemeindeflächen bieten Naherholung, sind klimaresilient, attraktiv und brauchen wenig Pflege.

Mit dem Erhalt und der naturnahen Pflege des schützenswerten Pannonischen Vielscherrasens wollen wir den Artenreichtum fördern. All diese Flächen spielen eine wichtige Rolle als Trittsteinbiotope und bieten so Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Zudem sind sie typisch für die Region und bringen die Eigenheit des Seewinkels ins Dorf. Durch ansprechend gestaltete Gemeindeflächen sollen auch weitere Gemeinden von dieser Form der Grünraumpflege begeistert und überzeugt werden.

Konkrete Ziele im Projekt

Ziel des Projektes ist es, eine Anpassung an das geänderte Klima zu erreichen, eine Biotopvernetzung und Artenschutz im Dorf greifbar zu machen und die Gemeindeflächen sowohl naturschutzfachlich als auch optisch aufzuwerten. Durch die Zusammenarbeit der Bauhofmitarbeiter*innen, der Gemeindeverwaltung und Expert*innen des Nationalparks werden ökologisch wertvolle Flächen geschaffen, die sich auf lange Sicht auch in niedrigeren Erhaltungskosten für das Gemeindebudget niederschlagen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, dass diese Maßnahmen gezielt kommuniziert werden, z. B.: Einbindung der Volksschulkinder bei der Anlage der Naturwiese und die Errichtung eines Lehrpfades für die Bevölkerung. Auch sollen die umgestalteten Flächen als Inspiration für die Gärten im Dorf und als Modell für die benachbarten Ortschaften dienen und zur Nachahmung motivieren. 

Motivation für das Projekt 

Apetlon liegt inmitten des Nationalparks Neusiedlersee - Seewinkel. Während die Vogelvielfalt Touristen aus aller Welt anzieht, möchte das Projekt den Fokus auf die Pflanzen und Insekten des Nationalparks richten, die die ökologische Grundlage für die enorme Vogelvielfalt bilden.

Wir möchten etwas gegen den Rückgang an Biodiversität tun und in unserer Gemeinde Alternativen zu den bisherigen sterilen, pflegeintensiven und artenarmen Rasen bieten: sie zu naturnah bewirtschafteten öffentlichen Flächen umwandeln, die bunte Natur ins Dorf holen –  regionale, blühende Naturwiesen anlegen, die robust und klimafit sind und den kulturhistorisch interessanten artenreichen Pannonischen Vielscherrasen auf der alten Viehtrift erhalten. Sie versorgen als wichtige Trittsteinbiotope die heimische Insektenwelt.

Damit wollen wir die Volksschulkinder und Anrainer begeistern und für Artenschutz sensibilisieren.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Blühendes Österreich unterstützt die Gemeinde Apetlon (bei der Beschaffung von Wildstauden, regionalem Wildblumensaatgut und -stäuchern, bei der Anlage, Umstellung der Bewirtschaftung und Pflege naturnaher, artenreicher Grünflächen, bei naturschutzfachlicher Begleitung sowie bei Informationsangeboten und der Anlage eines Lehrpfades.)

Welche Herausforderungen werden gelöst?

Die Grünraumpflege ist für viele Gemeinden eine finanzielle und personelle Herausforderung: oftmaliges Mähen und intensives Pflegen von aufwändig gestalteten Blumenbeeten brauchen viel Maschinen- und Personaleinsatz. Zumal finden heimische Insekten hier kaum Schutz und Nahrung.

Die Herausforderung ist es nun, inmitten der Ortschaft artenreiche Grünflächen, also naturnahe Lebensräume anzulegen bzw. zu erhalten und dadurch Trittsteinbiotope für die Insektenvielfalt zu schaffen. Das braucht weniger Ressourcen, aber mehr Information. Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die Mitarbeiter*innen des Bauhofes zu entlasten und ihnen gleichzeitig Wissen über naturnahe Pflege zu vermitteln.

So enthält beispielsweise der Pannonische Vielscherrasen, eine extensiv bewirtschaftete Grünfläche, viele trockenheitsresistente Kräuter und Stauden, die in heißen Sommern braun werden und im Herbst wieder ergrünen. Dies zu vermitteln ist eine weitere Herausforderung des Projektes.

Dadurch sollen attraktive, artenreiche und regionaltypische Gemeindeflächen entstehen. - 
Die Bewohner*innen werden über Informationsangebote und den Lehrpfad für naturnahe Grünraumpflege, Artenvielfalt und Naturschutz sensibilisiert und diese Veränderungen werden so für die Besucher*innen greifbar gemacht.

Was ist das Besondere am Projekt?

Das Projekt stellt die Pflanzen und die von ihnen abhängigen Insekten und Wildtiere des Seewinkels in den Fokus und macht sie für Einheimische, Besucher*innen und Schulklassen erfahrbar.

Eine Wiesenwanderung mit den Volksschulkindern, ein Sensenmähkurs und ein Workshop zur Anlage einer Naturwiese wollen Interessierten das Projekt und seine Anliegen vermitteln und so das Bewusstsein der Bevölkerung für die zugrundeliegenden Zusammenhänge stärken.

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten? 

Der Pannonische Vielscherrasen ist eine extensiv bewirtschaftete Grünfläche, die sich in und um die Seewinkler Gemeinden durch Beweidung und / oder seltene Mahd mit anschließendem Abtransport entwickelt hat. Er enthält viele trockenheitsresistente Kräuter und Stauden, die in heißen Sommern braun werden und im Herbst wieder ergrünen. Dieser Vielscherrasen ist nicht nur naturschutzfachlich, sondern auch kulturhistorisch wertvoll – es ist ein seltener Lebensraum, der das Dorfbild dieser Landschaft prägt. Die Artenvielfalt an Kräutern und Stauden bietet Insekten und  Vögeln ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Es finden sich hier Arten wie der Pannonische Quendel, die Weiß-Braunelle, die Frühlings-Hundswurz oder der Steppensalbei.

Eine schon etablierte Hecke innerhalb des Dorfes wird durch sorgfältiges Neophytenmanagement und der zusätzlichen Pflanzung von regionalen Sträuchern erhalten und aufgewertet. Hecken schaffen wertvolle Rückzugsorte für Insekten (Wildbienen, Libellen: Gebänderte Prachtlibelle, Schmetterlinge: Kleiner Fuchs, Distelfalter), Vögel (Zaunkönig, Rotkehlchen, Zeisig, Gartengrasmücke, Heckenbraunelle) und Kleinsäugetiere (Igel). Durch die Nähe der Hecke zu einem Gewässer kann sie auch von Amphibien (Ringelnatter, Europäischer Laubfrosch, Grasfrosch und Wechselkröte) genutzt werden.

Außerhalb des Dorfes schließen sich wertvolle Trockenrasen an – sie sind geprägt von Gräsern und duftenden Blühstauden. In den derzeit artenarmen Gemeindegrünflächen sollen diese regionalen Pflanzen integriert werden und den pannonischen Trockenrasen mit all seiner Artenvielfalt auf kleinem Raum erfahr- und erlebbar machen. Die hier verwendeten Stauden sind auch gärtnerisch interessant und sollen die Verwendung von regionalen Wildstauden im Garten attraktiv machen.

Geografie der Projektregion

Der Seewinkel ist eine einzigartige Landschaft im Burgenland, im Osten Österreichs, die sich zwischen den Ausläufern der Alpen und der Kleinen Ungarischen Tiefebene einfügt; im Westen liegt der Neusiedlersee, südlich und östlich der ungarische Hanság. Salzlacken, weitläufige Weideflächen und der Weinbau prägen das Landschaftsbild und haben eine ganz spezielle Flora und Fauna hervorgebracht.

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Melde dich zu unserem Sensenmähkurs an, teile deine Beobachtungen auf unserer Instagram-Seite und komm zu unseren Veranstaltungen! Aktuelle Infos dazu findest du unter: https://citiesapps.com/pages/apetlon

Citizen Science: mit der Schmetterlings-App (https://www.schmetterlingsapp.at) oder der App Naturkalender (https://www.naturkalender.at) oder der App inaturalist (https://inaturalist.org) kannst du Naturbeobachtungen auf den Flächen einmelden und mehr über die Artenvielfalt und den Klimawandel erfahren.

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Rasenfläche vor dem Hufnagelhaus in Apetlon
Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
Gemeinde Apetlon
Weitere Projektpartner:
Nationalpark Neusiedlersee - Seewinkel, Volksschule Apetlon
Projekttitel:
Apetlon blüht auf!
Region:
Seewinkel, Nordburgenland
Größe der verbesserten Fläche:
0,5 Hektar
Geschützte Biotoptypen:
Pannonischer Vielscherrasen, heimische Wildhecken, Saum, Trockenrasen
Geschützte Tierarten:
Insekten wie der Große Blaupfeil, Gebänderte Prachtlibelle, Heidelibelle; Schwebfliege, Wildbiene, Wiesenhummel; Kleinbock und Marienkäfer;
Schmetterlinge wie der Aurorafalter, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Zitronenfalter, Segelfalter, Kleiner Fuchs, Distelfalter;
Säugetiere wie der Ostigel; Amphibien wie Ringelnatter, Europäischer Laubfrosch, Grasfrosch und Wechselkröte
Geschütze Pflanzenarten:
pannonische Blühstauden, Kräuter und Gräser sowie heimische Hecken, z. B.: Streifen-Klee, Liege-Ehrenpreis, Pannonischer Quendel, Ackerröte, Weiß-Braunelle, Frühlings- oder Klein-Hundswurz, Zwergwicke, Mausohrhabichtskraut;
(Steppensalbei, Gewöhnliche Rispen-Flockenblume, Feldmannstreu, Schafgarbe, Spitzwegerich, Wiesen-Witwenblume, Flockenblume, Wegwarte, Mädesüß, Steinklee, Wilde Möhre)
Projektdauer:
Februar 2026 bis Dezember 2027
Finanzierung von Blühendes Österreich:
15.448 €
Gesamtsumme Projekt:
31.148 €

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Buch dir deinen Guide – Privat-Tour mit einem/r Nationalpark Ranger:in

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22. Jan. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

€ 320,- (Pauschalbetrag Ganztag), € 220,- (Pauschalbetrag halbtags)

Gibt es Beispiele für derartige Touren?
Ja, Sie können sich gerne hier (Link zu Buch dir deinen Guide auf der Website) einen Überblick über unsere Standard-Touren verschaffen. Sie können sich aber auch gerne einfach thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten wünschen und wir organisieren eine:n genau für Ihre Bedürfnisse passende:n Ranger:in.

Ich möchte auch gerne eine:n Bergwanderführer:in oder eine:n Bergführer:in buchen – wo ist das möglich?
Bei schwierigen Wanderungen in alpine Gipfelregionen, Klettertouren oder Schitouren sollten Sie sich von Bergführer:innen oder Bergwanderführer:innen begleiten lassen. Die Kosten liegen bei Bergwanderführer:innen bei € 320,- pro Tag und bei Bergführer:innen ab € 480,- pro Tag, je nach genauer Anforderung. Wenden Sie sich gerne an uns, wir vermitteln Sie weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel

Österreiche Bundesbahn: www.oebb.at
Verbundlinie Auskunft: www.verbundlinie.at

Reisen Sie zu unseren Veranstaltungen, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder benützen Sie im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99). Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 6,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen finden Sie hier. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse finden Sie hier.

 

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen kleinen blauen Käfer besonders? Unsere Ranger:innen gehen bei einer exklusiven Führung auf Ihre Fragen ein und vermitteln dabei das Herzensanliegen unseres Nationalparks: die Werte der Wildnis. Unsere Ranger:innen stimmen ihre Führungen individuell auf Ihre Wünsche, Vorstellungen und Interessen ab.

Wenden Sie sich an das Informationsbüro in Admont und wir vermitteln Ihnen gerne eine:n erfahrene:n und bestens geeignete:n Nationalpark Ranger:in. Anfragen unter der Tel: +43(0)3613/21160-20; info@nationalpark-gesaeuse.at, oder Sie nutzen die direkte Buchung: einfach Datum auswählen, Halb- oder Ganztag und los geht´s. Alles andere übernehmen wir für Sie.

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Der Fährte folgen
Wabenbau aus Wachs

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Krems

23. Jan. |
Niederösterreich
Veranstalter: Verein Land-Impulse

„Wie kann ich in die Imkerei einsteigen?“, lautet eine häufig gestellte Frage an die Projektbetreuerinnen. Interessierte an der Imkerei können ohne Vorkenntnisse einen 8-stündigen Grundkurs besuchen und sich selbst ein Bild machen, ob Sie für die Betreuung von Bienenvölkern geeignet sind. In diesem theoretischen Teil der Grundausbildung bekommt der/die ImkerneueinsteigerIn einen Einblick zu den Themenbereichen persönliche Eignung, Anschaffung von Imkereibedarf, Völkerführung im Jahreskreislauf, Leben der Biene, Bienenprodukte, gesetzliche Bestimmungen und vieles mehr, in einfacher Form vermittelt. 

 

auch als Online Seminar buchbar!

 

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

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