Der Verein Bienenzentrum Wien & NÖ erweitert gemeinsam mit den Gemeinden Marchegg, Engelhartstetten und Orth an der Donau ein bestehendes regionales Netzwerk für Biodiversität. Auf 12 zusätzlichen Projektflächen mit rund 6.000 m² entstehen oder entwickeln sich artenreiche Wildblumenwiesen, ein Wildbienen-Nisthabitat und ein neuer Bestand des Österreich-Zwerggeißklees. Schulen, Vereine und Bürger:innen wirken bei Anlage und Pflege mit. Standortgerechte Pflegepläne sichern die Flächen langfristig.
Unsere Vision
Unsere Vision ist ein gemeindeübergreifendes Netz dauerhaft gepflegter Blühflächen, in dem Wildbienen und andere Insekten geeignete Nahrung und Nistplätze finden und Menschen gemeinsam Verantwortung für die Natur vor ihrer Haustür übernehmen.
Konkrete Ziele im Projekt
Auf 12 Projektflächen mit rund 6.000 m² werden neue Wildblumenwiesen angelegt, bestehende Flächen erweitert oder durch eine angepasste Pflege ökologisch verbessert. Für alle Flächen entstehen standortgerechte Pflegepläne und klare Zuständigkeiten. Ein Sandhügel bietet bodennistenden Wildbienen neuen Nistraum; in Groißenbrunn wird der regional heimische udn gefährdete Österreich-Zwerggeißklee ausgepflanzt. Zwei Schulen und mindestens 50 Schüler:innen und Bürger:innen werden aktiv beteiligt.
Motivation für das Projekt
Intensiv genutzte Landschaften und häufig gemähte kommunale Grünflächen bieten Insekten nur wenig Nahrung und Nistraum. Gleichzeitig fehlt es Gemeinden oft an erprobten Pflegekonzepten und personellen Ressourcen. Das Projekt verbindet deshalb ökologische Aufwertung mit klaren Zuständigkeiten, fachlicher Begleitung und aktiver Beteiligung der Menschen vor Ort.
Wen unterstützt Blühendes Österreich?
Blühendes Österreich unterstützt den gemeinnützigen Verein Bienenzentrum Wien & NÖ. Projektleiterin Lisa Steiner koordiniert die Umsetzung gemeinsam mit den drei Gemeinden, Natur im Garten, REWISA, Schulen und lokalen Vereinen.
Was finanziert Blühendes Österreich?
Blühendes Österreich finanziert die Anlage und ökologische Aufwertung der 12 Projektflächen. Ermöglicht werden regionales REWISA-Saatgut, Bodenvorbereitung, Aufzucht des Österreich-Zwerggeißklees, ein Wildbienen-Nisthabitat und Materialien für Bildungs- und Mitmachaktionen. Die Förderung unterstützt außerdem die praktische Umsetzung mit Schulen und Freiwilligen. Damit werden aus kommunalen Grünflächen langfristig gepflegte Lebensräume.
Welche Herausforderungen werden gelöst?
Das Projekt reagiert auf den Verlust artenreicher Blumenwiesen, fehlende Niststrukturen und unpassenden Pflegemaßnahmen. Zugleich entlastet es kleinere Gemeinden durch umsetzbare Pflegepläne, fachliche Begleitung und ein lokales Netzwerk. Beteiligungsangebote schaffen Verständnis für naturnahe Flächen, die nicht zu jeder Jahreszeit ordentlich gemäht aussehen.
Was ist das Besondere am Projekt?
Das Projekt beginnt nicht bei null: Der Verein Bienenzentrum Wien & NÖ hat in Marchegg und Engelhartstetten bereits rund drei Hektar biodiversitätsfördernde Flächen ermöglicht. Die 12 neuen Projektflächen erweitern dieses Netzwerk auf drei Gemeinden. Besonders ist die Verbindung von Neuanlage, verbesserter Pflege, gezielter Artenförderung und Beteiligung. Gemeinden, Bauhöfe, Schulen, Vereine und Freiwillige übernehmen konkrete Aufgaben und sichern dadurch die Wirkung über das Projektende hinaus.
Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?
Neu angelegte und extensiv gepflegte Wildblumenwiesen schaffen Nahrung und Rückzugsräume für Wildbienen, Schmetterlinge und weitere Insekten. Ein Sandhügel im “Wilden Klassenzimmer” der VS Engelahrtstetten ergänzt das Blütenangebot um Nistmöglichkeiten für bodennistende Arten. Regional wichtige Zielarten sind unter anderem Ochsenzungen-Sandbiene, Filzbindige Seidenbiene, Reseden-Maskenbiene und Malven-Langhornbiene. Auf einer Hangfläche in Groißenbrunn wird außerdem der heimische Österreich-Zwerggeißklee gefördert.
Geografie der Projektregion
Das Projekt liegt im niederösterreichischen Marchfeld in den Gemeinden Marchegg, Engelhartstetten und Orth an der Donau. Die intensiv genutzte Kulturlandschaft grenzt an ökologisch bedeutende Gebiete wie die Donau-Auen, die March-Thaya-Auen oder das Grüne Band Europas. Gerade kommunale Grünflächen können hier als Trittsteine zwischen wertvollen Lebensräumen wirken. Die rund 6.000 m² neuen Projektflächen ergänzen rund drei Hektar, die der Verein bereits in zwei Gemeinden ermöglicht hat.
Wie kann das Projekt unterstützt werden?
Interessierte können bei öffentlichen Pflanz- und Pflegeeinsätzen mitarbeiten, Beobachtungen und Fotos beitragen oder bei der Suche nach weiteren geeigneten Flächen helfen. Aktuelle Termine veröffentlicht das Bienenzentrum Wien & NÖ auf ihrer Website und deren Social Media Kanälen.