Moore sind wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten und zugleich wichtige Speicher für Kohlenstoff und Wasser. Im Projekt „MOORE“ arbeiten Partner aus Oberösterreich, Salzburg und Bayern erstmals gemeinsam daran, die ökologisch verbundenen Moor- und Feuchtgebiete Ibmer Moor, Bürmooser Moor, Weidmoos und Haarmoos langfristig zu erhalten und aufzuwerten. Durch gemeinsamen Erfahrungsaustausch, Monitoring, abgestimmte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sowie konkrete Verbesserungen des Wasserhaushalts entstehen bessere Lebensbedingungen für gefährdete Arten wie Bekassine, Großer Brachvogel und Kiebitz. Gleichzeitig wird Wissen über die Grenzen hinweg gebündelt und für den zukünftigen Schutz der Moore nutzbar gemacht.
Unsere Vision
Moore und Feuchtgebiete werden grenzüberschreitend als zusammenhängender Lebensraum geschützt, ökologisch aufgewertet und langfristig gemeinsam gepflegt – für mehr Biodiversität, intakte Wasserhaushalte und eine nachhaltige Bewirtschaftung.
Konkrete Ziele im Projekt
Ein gemeinsamer grenzüberschreitender Pflege- und Aktionsplan bündelt Wissen und Maßnahmen für die vier Moorgebiete. Monitoring und Erfahrungsaustausch verbessern die fachlichen Grundlagen. Konkrete Habitatmaßnahmen optimieren Wasserhaushalt und offene Lebensräume für Wiesenbrüter. Bildungs- und Kommunikationsangebote stärken Wissen, Verständnis und Akzeptanz für den Moorschutz.
Motivation für das Projekt
Die Moor- und Feuchtgebiete im Grenzraum sind ökologisch eng verbunden, werden aber bislang überwiegend getrennt betrachtet und bewirtschaftet. Unterschiedliche Zuständigkeiten und Pflegeansätze erschweren abgestimmte Lösungen für Wasserhaushalt, Renaturierung und Artenvielfalt. Das Projekt bündelt vorhandenes Wissen, Monitoring und Praxiserfahrungen erstmals systematisch über Grenzen hinweg und überführt sie in gemeinsame Maßnahmen.
Wen unterstützt Blühendes Österreich?
Blühendes Österreich unterstützt den Verein Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal als Projektträger gemeinsam mit LEADER Flachgau-Nord. Maßgeblich beteiligt sind zudem BirdLife Österreich sowie das Schutzgebietsmanagement der Länder Oberösterreich und Salzburg, die ihre fachliche Expertise und Erfahrung in die Umsetzung einbringen.
Was finanziert Blühendes Österreich
Die Unterstützung von Blühendes Österreich ermöglicht konkrete Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung der Moor- und Feuchtlebensräume. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserhaushalts, zur Pflege und Offenhaltung wertvoller Lebensräume sowie zur Wiederherstellung von Flachwasserstrukturen. Ergänzend werden Bildungs- und Informationsangebote umgesetzt, damit die Bedeutung der Moore langfristig in der Region verankert wird.
Welche Herausforderungen werden gelöst
Das Projekt begegnet der Fragmentierung des Moorschutzes über Länder- und Verwaltungsgrenzen hinweg. Unterschiedliche Zuständigkeiten, Pflegeansätze und rechtliche Rahmenbedingungen erschweren bisher eine abgestimmte Entwicklung. Gleichzeitig setzen Klimawandel, Trockenperioden und hydrologische Veränderungen die sensiblen Lebensräume unter Druck. Das Projekt schafft gemeinsame Grundlagen für Wasserhaushalt, Pflege, Renaturierung, Monitoring und den Schutz grenzüberschreitender Populationen gefährdeter Wiesenbrüter.
Was ist das Besondere am Projekt
Besonders ist die Verbindung von grenzüberschreitender Strategie und konkreter Umsetzung: Die vier Moorgebiete werden erstmals in einem gemeinsamen Wissens- und Managementrahmen betrachtet. Vorhandene Erfahrungen aus Bayern, Salzburg und Oberösterreich werden systematisch verglichen und weiterentwickelt. Daraus entsteht ein gemeinsamer Pflege- und Aktionsplan mit priorisierten Maßnahmen. Gleichzeitig werden direkt vor Ort Lebensräume verbessert – etwa durch regulierbare Stauwerke, Wiedervernässung, Flachwasserstrukturen, Gehölzrücknahmen und angepasste Pflege.
Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?
Im Rahmen des Projekts werden wertvolle Lebensräume im Moor- und Feuchtgebietsverbund erhalten und gefördert. Dazu zählen Hoch-, Übergangs- und Niedermoore, Pfeifengras-Streuwiesen, Kleinseggenrieder, Blumenwiesen, Hochstaudenfluren, Schilfbestände und Schwingrasen. Ebenso stehen Moorwälder, Feucht- und Bruchwälder, Feuchtgebüsche sowie Schwimmblattgesellschaften in Gewässern im Fokus. Sie bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und leisten wichtige Beiträge zum natürlichen Klimaschutz und zum Wasserhaushalt. Das Projektgebiet umfasst rund 2.000 ha in Österreich und rund 400 ha in Bayern.
Geografie der Projektregion
Das Projektgebiet liegt im nördlichen Alpenvorland im Grenzraum zwischen Oberösterreich, Salzburg und Bayern. Ibmer Moor, Bürmooser Moor, Weidmoos und das bayerische Haarmoos bilden aufgrund ihrer gemeinsamen Entstehung einen ökologisch eng verbundenen Moor- und Feuchtgebietsraum. Der österreichische Teil umfasst rund 2.000 Hektar und stellt den größten zusammenhängenden Moorkomplex Österreichs dar. Die Region ist durch wertvolle Moorlandschaften und eine hohe Artenvielfalt geprägt. Zahlreiche Schutzgebiete, darunter die Europaschutzgebiete - Wiesengebiete und Seen, Pfeifer Anger und Frankinger Moor - sowie verschiedene Naturschutzgebiete, unterstreichen ihre ökologische Bedeutung.
Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?
Informiere dich über das Projekt, besuche die Moorgebiete auf den ausgewiesenen Wegen und nimm an Exkursionen und Bildungsangeboten teil. Teile die Projektinhalte und unterstütze damit den gemeinsamen Moorschutz.