Zu den Naturerfolgen

Der Naturpark Hohe Wand möchte in den kommenden Jahren artenreiches Grünland sichern, das durch Nutzungsaufgabe zu verschwinden droht. Hierzu soll vor allem eine extensive Beweidung mit Schafen sowie eine Heunutzung wieder etabliert werden, die in weiterer Folge in der Region vermarktet werden sollen. Eine der besonders wertvollen Wiesenflächen wird als Flurname mit „Gletscher“ bezeichnet und ist namensgebend für das Projekt.

Unsere Vision

Die artenreichen Offenflächen sind durch die Etablierung der Schafbeweidung sowie einer regelmäßigen Heunutzung langfristig gesichert.

Konkrete Ziele im Projekt

Die Beweidung des „Gletschers“ ist erfolgreich gestartet, die Weideflächen entwickeln sich positiv und die Weichen für eine Weiterführung sind gestellt. Die Mahd der Wiesenflächen ist erfolgreich durchgeführt, die Heuqualität stimmt und die weitere Bewirtschaftung ist gesichert. Neben der Kooperation mit Gastronomiebetrieben und der Erstellung eines Weidekonzepts sollen auch Fachexkursionen zu verschiedenen Themen durchgeführt werden.

Motivation für das Projekt

Aufgrund der großen Vielfalt an unterschiedlichsten Lebensräumen zählt der Naturpark Hohe Wand wohl zu den artenreichsten in ganz Niederösterreich. Aufgrund der teilweise negativen Entwicklung der naturschutzfachlich hochwertigen Grünlandflächen war es an der Zeit, hier mit gezielten Maßnahmen gegenzusteuern, um diesen Artenreichtum langfristig zu sichern.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Der Naturpark Hohe Wand wurde bereits vor 50 Jahren gegründet und umfasst ca. 2000 ha. Er ist ein beliebtes Erholungsziel. Natur- und Tierliebhaber, Botaniker, Wanderer, Genießer und Familien mit Kindern wissen das weitläufige Hochplateau südlich von Wien sehr zu schätzen. Rund 150.000 Besucher heißen wir jährlich bei uns willkommen.


Welche Herausforderungen werden gelöst?

Durch Aufgabe der Nutzung oder gar gezielter Aufforstung verschwanden viele artenreiche Flächen. Nun gilt es, eben diese Nutzung erneut zu etablieren. Der Naturpark fungiert dabei als Vermittler zwischen Grundbesitzern und potenziellen Nutzern und steht dabei als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Was ist das Besondere am Projekt?

Erstmalig soll mit dem Projekt „Gletscherlamm“ der Fokus auf die naturschutzfachliche Pflege der Offenstandorte im Naturpark gelegt werden. Der Naturpark fungiert hier als Schnittstelle zwischen Naturschutz, landwirtschaftlichen Betrieben und regionaler Wortschöpfung. Der Naturpark erstreckt sich vom pannonischen Bereich auf 400 m Seehöhe bis in den montanen Bereich auf ca. 1.100 m Seehöhe. Dementsprechend vielfältig und anspruchsvoll sind die Lösungsansätze für die sehr unterschiedlichen Lebensräume.

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Artenreiches Grünland steht in ganz Niederösterreich stark unter Druck und ist vielerorts nur noch auf kleinen Flächen vorhanden oder gar verschwunden. Die Wiesen und Weiden im Naturpark Hohe Wand beherbergen eine Reihe sehr seltener und hochgradig gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Dazu zählen u.a. der Saumfleck-Perlmutterfalter (Brenthis hecate), die Große Kuhschelle (Pulsatilla grandis) oder die Pannonische Kratzdistel (Cirsium pannonicum).

Geografie der Projektregion

Der Naturpark Hohe Wand liegt im Europaschutzgebiet „Nordöstliche Randalpen“ und liegt im Übergangsbereich zwischen dem pannonischem und alpinem Raum. Diese klimatische und morphologische Vielfalt hat eine sehr reichhaltige Fauna und Flora zur Folge. In der ersten Phase des Projekts sollen zunächst drei Hektar an Wiesen und Weiden gesichert werden. Nach erfolgreicher Umsetzung dieser Pilotphase soll das Konzept auf weitere Flächen innerhalb des Naturparks ausgedehnt werden.

Klimatische Besonderheiten der Projektregion

Der Naturpark Hohe Wand erstreckt sich über 400-1100 m Seehöhe liegt an einer sehr markanten biogeografischen Grenze, vom den wärmegetönten Niederungen bis hinauf zu montanen Wäldern.

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Jeder Besuch im Naturpark Hohe Wand unterstützt das Projekt. Besonders jedoch, wenn der Schwerpunkt des Aufenthaltes am Erkunden der Naturschätze sowie der Nutzung der regionalen Gastronomie liegt.

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
Verein Naturpark Hohe Wand
Weitere Projektpartner:
Schäferin Kerstin Schmölz, Gastbetriebe d. Hohen Wand
Projekttitel:
Das „Gletscherlamm“ vom Naturpark Hohe Wand
Region:
NÖ Süd – Industrieviertel – Wiener Alpen Nordöstliche Randalpen- Europaschutzgebiet Hohe Wand-Schneeberg-Rax
Größe der verbesserten Fläche:
3 Hektar im ersten Schritt, weitere Flächen sollen folgen
Geschütze Tierarten:
Saumfleck-Perlmutterfalter (Brenthis hecate), Zwerggrashüpfer (Stenobothrus crassipes), Bunter Alpengrashüpfer (Stenobothrus rubicundulus), Warzenbeißer (Decitucus verrucivorus),
Geschütze Pflanzenarten:
Regensburger Geißklee (Chamaecytisus ratisbonensis), Pannonische Kratzdistel (Cirsium pannonicum), Große Kuhschelle (Pulsatilla grandis)
Projektdauer:
2020 - 2022
Finanzierung von Blühendes Österreich:
€ 16.200
Gesamtsumme Projekt:
€ 16.200

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Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Edelhof

12. Febr. |
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Veranstalter: Verein Land-Impulse

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Weiterer Kurstermin in Warth: 26.01.2026 

 

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

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Der Fährte folgen