Zu den Naturerfolgen

Niedrig und bunt: Auf durchschnittlich 117 Meter See”höhe” wird ein Mosaik an artenreichen Biotopen erhalten, die botanische und tierische Raritäten ihr Zuhause nennen. Vom Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel bis hin zum Flachmoorgebiet des Waasen kennen die artenvielfaltsstiftenden Aktivitäten von FLORA keine Grenzen.

Was macht die Region Seewinkel und Waasen so wertvoll und schützenswert?

Stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht: Nicht selten begleiten die traurige Adjektive die Flora und Fauna westlich vom Neusiedler See. Die Intensivierung der Landwirtschaft und der aufkommende Ackerbau einzelner Sorten (früher Zuckerrüben, heute Weizen) sowie der Wein- und Gemüsebau ließen in den letzten 100 Jahren wenig Platz für eine artenreiche Biodiversität. Das Naturschutzporgramm FLORA, als Treiber für eine artenreiche Vielfalt, ist seit 2015 vor Ort, um die wertvollen Biotope wiederherzustellen.

Geografie des Nationalpark Seewinkel und Waasen

Der Neusiedler See ist Europas westlichster Steppensee, in der tiefsten Stelle der Kleinen Ungarischen Tiefebene gelegen. Er ist 36 km lang und zwischen 7 und 15 km breit.

Der Seewinkel erstreckt sich vom Osten des Neusieder Sees bis zur ungarischen Grenze.

Das 460 m2 große Niedermoorgebiet “Waasen” (ungar. Hanság) grenzt im Westen an den Neusiedler See, im Nordwesten an den Seewinkel und im Süden an Rábaköz und Tóköz. Im Norden und Nord-osten geht Waasen in die Wieselburger Ebene sowie der Donau in die Große Schüttinsel über.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

9 GemüseproduzentInnen der Sonnengemüse Vertriebsgesellschaft mbH zählen mit ihren Wiesen, Ackerbrachen und aufgelassenen Weingärten zu den Partnerbetrieben. Die Flächen stellen mit ihren durchschnittlich 117 Metern Seehöhe nicht nur zu den tiefst, sondern auch zu den östlichst gelegenen Flächen Österreichs, die Blühendes Österreich zugunsten der Artenvielfalt fördert. Die 41 ökologisch wertvollen Gebiete summieren sich auf 31 Hektar.

Die Partnerbetriebe tragen mit ihren Aktivitäten und Maßnahmen im Rahmen des FLORA-Programms zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der charakteristischen Lebensräume und ihrer Artenvielfalt in den Natura 2000 Europaschutzgebieten Waasen-Hanság (Vogelschutzgebiet) und Neusiedler See - Nordöstliches Leithagebirge (FFH- und Vogelschutzgebiet) bei.

Wie unterstützt Blühendes Österreich die Partnerbetriebe im Seewinkel und Waasen?

FLORA subventioniert LandwirtInnen bei Pflegemaßnahmen von Halbtrockenrasen oder der Mahd von Flächen mit einer herausragenden Kräutervielfalt, damit diese nicht durch Hochgräser zuwachsen.  

Einzelne BäuerInnen der Region säen sogar einzelne Äcker mit regionalem Saatgut ein, um extensive Wiesen wiederherzustellen. Die Nutzung dieser neuen Wiesen wird derzeit noch unter Aufwendung hoher Kosten maschinell bewerkstelligt – vielleicht gelingt aber bald eine traditionelle Bewirtschaftung mit Rinder-, Schaf- oder Ziegenherden. FLORA beteiligt sich an diesem Vorhaben.

Auch der Schutz der kleinen unscheinbaren Lacken in Äckern sowie “der Hölle”, einem Gebiet zwischen Illmitz und Podersdorf am See, soll mit FLORA gewährleistet bleiben. Denn beide überraschen mit Juwelen der Biodiversität.

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

FLORA fördert einerseits stark vernässte Wiesen, die aufgrund des Vorkommens von Sauergräsern (Seggen, Simsen oder Binsen) auch “saure Wiesen” genannt werden, die in trockenen Zeiten mit mäßigem Ertrag bewirtschaftbar sind. Andererseits kümmert sich FLORA um durchschnittliche Standorte – also Wiesen auf weder sehr nassen noch sehr trockenen Standorten – die unter dem Verlust des Weideviehs leiden. Hochgräser, allen voran Schilf, machten sich dort breit und ließen der Kräutervielfalt keinen Platz zum Gedeihen.

Im sensiblen Grenzbereich zwischen den eigentlichen Schutzzonen und den landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen unterstützt FLORA LandwirtInnen, die beispielsweise auf ihren Halbtrockenrasen die in Österreich vom Aussterben bedrohte Sand-Lotwurz (Onosma arenaria) erhalten.

Was niemand erwartet hat: Auch in der Hölle wachsen Pflanzen – sehr seltene sogar! Das Gebiet umfasst mehrere Biotope (Salzige Zickstellen, periodisch überflutete Feuchtwiesen, Schilfgürtel sowie offene Wasserflächen). Neben der Anziehung, die das Gebiet auf VogelfreundInnen ausübt, gibt es einige botanische Seltenheiten.

Als unscheinbares, artenreiches Biotop haben sich die kleinen vernässten Bereiche in Äckern entpuppt, z.B. jene im Schutzgebiet Lange Lacke, die seltene Pflanzen beheimaten. Hier finden sich neben einigen Ackerbeikräutern auch die Salzbunge (Samolus valerandi), die – wie der Name schon sagt – auf versalzten, zeitweise überfluteten offenen Böden vorkommt und abseits der Meeresküsten und somit in Österreich stark gefährdet ist.

Die Heimat der tagaktiven Sumpfeule (Asio flammeus) sowie jene der Großtrappe (Otis tarda) – mit seinen 16 Kilos der schwerste flugfähige Vogel der Welt – soll mithilfe des Naturschutzprogramms FLORA im Flachmoorgebiet des Waasen erhalten bleiben.

Klimatische Besonderheiten des Seewinkels bzw. Waasen

Das Klima unterscheidet sich grundlegend vom Rest Österreichs. Mit der durchschnittlichen Niederschlagsjahresmenge von 600 mm liegt es weit unter dem Durchschnitt. Die Temperaturen können zwischen über 40 Grad im Sommer und Minus 20 Grad im Winter schwanken. Es herrscht trockenes, pannonisches Klima. Viele Tier- und Pflanzenarten haben sich an die besonderen Verhältnisse angepasst.

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Stark bedrohte Salzbunge
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stark bedrohte Sand-Lotwurz
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Neuanlage von Wiesen auf ehemaligen Ackerflächen
Zu den Naturerfolgen
Region:
Neusiedlersee, Seewinkel und Waasen
Größe der geschützten Fläche:
31 ha
Anzahl der unterstützen Betriebe:
9 landwirtschftliche Betriebe
Geschützter Biotoptyp:
Saure Wiesen, Halbtrockenrasen, Acker auf vernässtem Standort
Geschützte Pflanzenarten:
Salzbunge, Sand-Lotwurz, Gottes-Gnadenkraut ect.
Geschützte Tierarten:
Großtrappe, Sumpfeule

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Buch dir deinen Guide – Privat-Tour mit einem/r Nationalpark Ranger:in

Buch dir deinen Guide – Privat-Tour mit einem/r Nationalpark Ranger:in

25. Jan. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

€ 320,- (Pauschalbetrag Ganztag), € 220,- (Pauschalbetrag halbtags)

Gibt es Beispiele für derartige Touren?
Ja, Sie können sich gerne hier (Link zu Buch dir deinen Guide auf der Website) einen Überblick über unsere Standard-Touren verschaffen. Sie können sich aber auch gerne einfach thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten wünschen und wir organisieren eine:n genau für Ihre Bedürfnisse passende:n Ranger:in.

Ich möchte auch gerne eine:n Bergwanderführer:in oder eine:n Bergführer:in buchen – wo ist das möglich?
Bei schwierigen Wanderungen in alpine Gipfelregionen, Klettertouren oder Schitouren sollten Sie sich von Bergführer:innen oder Bergwanderführer:innen begleiten lassen. Die Kosten liegen bei Bergwanderführer:innen bei € 320,- pro Tag und bei Bergführer:innen ab € 480,- pro Tag, je nach genauer Anforderung. Wenden Sie sich gerne an uns, wir vermitteln Sie weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel

Österreiche Bundesbahn: www.oebb.at
Verbundlinie Auskunft: www.verbundlinie.at

Reisen Sie zu unseren Veranstaltungen, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder benützen Sie im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99). Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 6,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen finden Sie hier. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse finden Sie hier.

 

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen kleinen blauen Käfer besonders? Unsere Ranger:innen gehen bei einer exklusiven Führung auf Ihre Fragen ein und vermitteln dabei das Herzensanliegen unseres Nationalparks: die Werte der Wildnis. Unsere Ranger:innen stimmen ihre Führungen individuell auf Ihre Wünsche, Vorstellungen und Interessen ab.

Wenden Sie sich an das Informationsbüro in Admont und wir vermitteln Ihnen gerne eine:n erfahrene:n und bestens geeignete:n Nationalpark Ranger:in. Anfragen unter der Tel: +43(0)3613/21160-20; info@nationalpark-gesaeuse.at, oder Sie nutzen die direkte Buchung: einfach Datum auswählen, Halb- oder Ganztag und los geht´s. Alles andere übernehmen wir für Sie.

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Der Fährte folgen
Wabenbau aus Wachs

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Warth

26. Jan. |
Niederösterreich
Veranstalter: Verein Land-Impulse

„Wie kann ich in die Imkerei einsteigen?“, lautet eine häufig gestellte Frage an die Projektbetreuerinnen. Interessierte an der Imkerei können ohne Vorkenntnisse einen 8-stündigen Grundkurs besuchen und sich selbst ein Bild machen, ob Sie für die Betreuung von Bienenvölkern geeignet sind. In diesem theoretischen Teil der Grundausbildung bekommt der/die ImkerneueinsteigerIn einen Einblick zu den Themenbereichen persönliche Eignung, Anschaffung von Imkereibedarf, Völkerführung im Jahreskreislauf, Leben der Biene, Bienenprodukte, gesetzliche Bestimmungen und vieles mehr, in einfacher Form vermittelt. 

 

Weiterer Kurstermin in Warth: 26.01.2026 

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

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