Zu den Naturerfolgen

Am ehemaligen Standort der Klassencontainer ist eine Halbtrockenwiese im städtischen Umfeld entstanden. Verschiebbare Brücken laden die Schüler zum Verweilen und Abtauchen in eine unbekannte Pflanzen- und Tierwelt ein. Zusätzlich soll nun neben einer 60 m Laufbahn, die dem schnellen Laufen von A nach B dient, eine schmale Halbtrockenwiese entstehen. Durch diese Wiese soll man achtsam über kleine, oft nur mit den Zehenspitzen betretbare, unterschiedlich geformte Fußpodeste gehen oder bei ausgeprägtem Gleichgewicht durchlaufen können. Diese Halbtrockenwiesen  sollen der Mc Donaldisierung der Natur entgegenwirken und ein Beitrag zum  vielfältigen Lebensraum Schule sein. Die verschiebbaren Brücken und die unterschiedlich geformten Fußpodeste stellen einen zusätzlichen Anreiz zur Begegnung mit der eigenen und "der Natur da draußen" dar.

Unsere Vision

Die Natur und zugleich sich selbst zu erforschen und beides durch gelingendes Miteinander ins Gleichgewicht zu bringen, sind zentrale Anliegen einer schulischen Bildung. Doch fehlt oft der Platz, der solche Erfahrungen möglich macht.  Die Schule ist keine "gmahte Wiesn". Zu sehr dominieren Zweckmäßigkeit und versiegelte Böden. Trotzdem, dem Erlebnis einer Begegnung mit der eigenen Natur (Gleichgewichtsübungen, Plätze zum Verweilen auf verschiebbaren Brücken) und mit der Natur einer Halbtrockenwiese soll an unserer Schule Raum gegeben werden. Dort, wo früher die Container standen, blüht nun die schon bestehende Halbtrockenwiese. Die Wiese wird durch eine kleine bepflanzte Böschung zur Straße hin abgegrenzt. Verschiebbare Brücken laden  die SchülerInnen zum Verweilen und Abtauchen in eine unbekannte Pflanzen- und Tierwelt ein. In unmittelbarer Nähe soll nun zusätzlich neben einer 60m Laufbahn, auf der die Schülerinnen ihre Schnelligkeit trainieren, ein Ort der Achtsamkeit und des Gleichgewichts entstehen. Auf ca. 40 m ist neben der Laufbahn eine Halbtrockenwiese geplant, die über kleine Fußpodeste begehbar und mit Geschick durchlaufen werden kann. Die Fußpodeste entsprechen in ihrer Unterschiedlichkeit der Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten in der Wiese. So wird ein Ort entstehen, der den menschlichen Bedürfnissen nach Vertrautheit und einer bewegenden Neugierde entspricht. Die Halbtrockenwiesen im städtischen Umfeld mit ihren verschiebbaren Brücken und Fußpodesten sollen auch anderen pädagogischen Einrichtungen offen stehen.

Konkrete Ziele im Projekt

  • Entwicklung einer vielfältigen Halbtrockenwiese
  • direkte Naturbegegnung im städtischen Umfeld
  • Schaffung einer Erholungsfläche
  • Förderung der Artenkenntnisse
  • Ökologisierung des Schulgeländes
  • spielerisches Erwerben von ökologischen und biologischen Kenntnissen

Motivation für das Projekt

Der dramatische Insektenschwund und der Verlust an artenreichen Wiesen im Inntal. Ein Wettbewerb ist für SchülerInnen immer eine zusätzliche Motivation. Der Mehrwert eines Wettbewerbes liegt in der eventuellen Anerkennung durch einen Naturschutzpreis als auch in der finanziellen Förderung. Die Vernetzung mit anderen Naturschutzprojekten bringt neues Wissen und zusätzliche Anregungen.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

In der Gemeinde Oberhofen ist die die BG/BRG/SRG Reithmannstraße zu entdecken. Wir möchten einen Ort zur "Erkundung" der Natur für die junge Generation erschaffen.

Welche Herausforderungen werden gelöst?

  • Bodenuntersuchungen; Umpflügen der Grasnarbe
  • Auswahl des richtigen Halbtrockenwiesensamens, Aussaat
  • Bau der unterschiedlich geformten Fußpodeste und deren Verankerung im Boden

Was ist das Besondere am Projekt?

  1. Die Schule als einen ökologischen Lebensraum mit Schülern gestalten. 
  2. Eine Halbtrockenwiese im städtischen Umfeld anlegen.
  3. In der Bewegung (Gleichgewichtsübung) und im Verweilen (verschiebbare Brücken) die Natur  beobachten. 
  4. Eine Halbtrockenwiese aus ungewohnten Blickwinkeln und Perspektiven sehen.
  5. Die Fußpodeste mit Schülern erarbeiten und installieren.

Welche Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Sämtliche Pflanzen und Tiere die in einer Halbtrockenwiese vorkommen. Durch die zwei Bienenkästen am Dach der Turnhalle sind die Halbtrockenwiesen eine gern gesehene Bienenweide.

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
BG/BRG/SRG Reithmannstraße
Projekttitel:
Pflanzentauchen - Blumenlaufen
Region:
Oberhofen, Tirol
Projektdauer:
2017-2018
Finanzierung von Blühendes Österreich:
2.300 €

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27. Okt. |
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Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

Wald, Wasser, Wiese, Wild, Wunder.

Die biologische Vielfalt in den geschützten Naturräumen des Almtals ist ein wertvoller Schatz, den es zu hüten gilt. An insgesamt vier Schauplätzen erhalten wir Einblick in die nachhaltige Nutzung und Bewahrung der Wiesen, Wälder und Seen. Rund um den Almsee, an den Ufern der Ödseen und in den Almauen entdecken wir Naturforscher kostbare Ökosysteme sowie die Geheimnisse des Wassers.

Nach einer herzlichen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde geleitet uns der Förster sowie der Waldpädagoge zu seinen Lieblingsplätzen in den Naturschutzgebieten im Almtal. Und davon gibt es viele, denn er kennt sein Revier wie seine Westentasche und wählt je nach Gruppe und Witterung die passenden Orte aus.

Gerade unterschiedliche Witterungsverhältnisse können ein besonderes Naturerlebnis für die Gruppe bedeuten. Typische Schlechtwettersituationen sorgen zum Beispiel am Almsee für intensive Naturschauspiele (Wetterreize).

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Landschaft und zur Gründung des Klosters Kremsmünster im Jahre 777 führt uns zum Begriff Nachhaltigkeit.

Je nach Gruppenzusammensetzung und Witterung finden wir mit Elementen der Waldpädagogik einen Zugang zur belebten und unbelebten Natur: Barfuß, mit verbundenen Augen, über Rollenspiele, Lieder oder das Kreieren von Kunstwerken nähern wir uns den Natur-Themen auf sinnliche Art und Weise.

An besonderen Plätzen werden Almtal-Sagen erzählt, die eine außergewöhnliche Naturverbundenheit der Bevölkerung veranschaulichen. Insbesondere die wahre und fast vergessene Geschichte von den Almsee-Fröschen eröffnet neue Einblicke in das Thema Nachhaltigkeit.

Fällt der Termin dieser Veranstaltung auf einen Mittwochabend, können wir bei Schönwetter um 19:30 Uhr das Weisenblasen (Sommerferien) am Almsee in der Gruppe besonders intensiv erleben. Und es bleibt auch Zeit, um dem Förster sowie dem Waldpädagogen kritische Fragen zu Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz in diesem Naherholungsgebiet und riesigen Biotop zu stellen!

Die Tour ist täglich an unterschiedlichen Treffpunkten, zu unterschiedlichen Terminen buchbar.

Info & Anmeldung zum NATURSCHAUSPIEL
Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen nach Vereinbarung.

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