Zu den Naturerfolgen

Österreichs schönste Streuobstwiese 2018

Traditionell bewirtschaftete Streuobstwiesen stehen für idyllische Landschaftsbilder und hochwertige Lebensmittel. Streuobstwiesen gehören zu den vielfältigsten Lebensräumen in Europa. Sie beherbergen bis zu 5.000 Tier-und Pflanzenarten, sowie zahlreiche vom Aussterben bedrohte Obstsorten. Dennoch steht dieses Habitat auf der Roten Liste der gefährdeten Lebensräume ganz oben. Rund 80 Prozent der österreichischen Streuobstbestände sind in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen. Wir möchten auf die Bedeutung von Streuobstwiesen als wichtige Ökosystemdienstleister hinweisen, die prächtigsten Obstgärten zeigen und ihre BewirtschafterInnen vor den Vorhang holen.

Unsere Vision ist …

Dass die wertvollen Hotspots der Artenvielfalt nicht länger im Verborgenen bleiben

In den letzten drei Jahrzehnten fand ein in radikaler Wandel im Obstbau in Österreich statt. Der Hochstammbaum und die Streubestandkultur wurden durch eine industrialisiere Plantagenwirtschaft abgelöst. Im Handel und Lebensmittelhandel kommen nur mehr eine Handvoll Sorten zum Verkauf. Sowohl die Sortenvielfalt und die genetische Vielfalt des Obstes als auch die ökologische Vielfalt in der Obstproduktion gehen massiv zurück. Seit den 1960er Jahren reduzierte sich der Hochbaumbestand von 25 Mio. auf ca. 4,5 Mio. Bäume.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Alle, die eine Streuobstwiese oder einen Garten mit Streuobstbäumen in Österreich bewirtschaften oder im Eigentum haben, konnten am Wettbewerb 2018 teilnehmen. 54 TeilnehmerInnen wurden im Jahr 2018 ausgezeichnet.

Die schönsten drei Streuobstwiesen und Hausgärten aus allen Bundesländern werden prämiert. Diese 54 TeilnehmerInnen bekommen je zwei regionaltypische Obstbäume geschenkt. Der Bundessieger aus der Kategorie Streuobstwiese bekommt eine neue Erntewundermaschine Obstraupe, der Hausgartengewinner ein Haus-/Hydropresse. Alle Preisträger erhielten eine Plakette als Auszeichnung.

Was ist das Besondere am Projekt?

Eine unabhängige Jury bestehend aus Michaela Dorfmeister, ehemals Schirennläuferin und stolze Besitzerin einer Streuobstwiese im Mostviertel, Robert Nagele, Vorstandssprecher Billa Österreich und glühendes Streuobstfan sowie Katharina Varadi-Dianat, Obfrau ARGE Streuobst Österreich und Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich wählen nach objektiven Kriterien aus.

Österreichs Landschaften und seine Artenvielfalt sind maßgeblich von seinen Streuobstwiesen, ihren Hochstammbäumen und Sortenvielfalt, der traditionellen Bewirtschaftung und von der Liebe und Zuwendung unserer Bäuerinnen und Bauern sowie Gärtnerinnen und Gärtnern geprägt. Diese Vielfalt holt Blühendes Österreich gemeinsam mit der ARGE Streuobst vor den Vorhang!

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Der Streuobstbau umfasst nach dem in Österreich verbreiteten Verständnis den landschaftsprägenden extensiven Obstbau mit Hochstammkultur: Streuobstwiesen, Obstbäume in Weingärten, Obstbäume auf Ackerflächen, markante Einzelbäume und Grenzbäume, Obstbäume am Straßenrand, Obstalleen. In allen Fällen handelt es sich um großkronige Obstbäume die extensiv gepflegt werden (d.h. ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und ohne Kunstdünger) und die das Landschaftsbild prägen.

2000 Obstsorten und 5.000 Pflanzen- und Tierarten, wie Zwergohreule und Steinkauz, kommen in Österreichs Streuobstwiesen vor.

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner
Am Wettbewerb teilnehmen können alle, die eine Streuobstwiese oder einen Hausgarten bewirtschaften oder im Eigentum haben
Weitere Projektpartner:
Blühendes Österreich kooperiert in diesem Projekt eng mit der ARGE Streuobst
Projekttitel:
Österreichs schönste Streuobstwiesen 2018
Region:
Österreich, bundesweit
Größe der Fläche:
über 300 ha Streuobstwiese und mehr als 5 ha Hausgärten wurden 2018 eingereicht
Geschützte Tierarten:
Streuobstbestände sind zwar durch den Menschen entstanden, durch ihre Vielfalt bieten sie jedoch wichtige ökologische Nischen für zahleiche Tiere, vor allem Vögel und Insekten
Geschützte Pflanzenarten:
Die Wiesen unter und zwischen den Streuobstbäumen werden zumeist extensiv genutzt, hier gedeihen so oft bunte, artenreiche Magerwiesen

Verwandte Naturerlebnisse

Birkhahnbalz im Gebirge

Birkhahnbalz im Gebirge

16. Mai |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

€ 265,00 pro Teilnehmer:in

Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der aktuellen COVID19 Maßnahmen kurzfristig zu Änderungen von einzelnen Veranstaltungen kommen kann!

Trittfestigkeit und Kondition für längere Bergtour erforderlich!

Die morgendliche Balz des Birkwildes im Bergwald als eindrucksvolles Naturerlebnis fotografisch festhalten.

Gegen drei Uhr früh in finsterer Nacht zum Ansitz unterwegs zu sein, langsam den erwachenden Tag erleben, das immer lauter werdende Vogelkonzert, welches mit der Morgendämmerung einher geht, und dann: das Blasen und Fauchen des ersten Hahns, der sich am Balzplatz einfindet... es ist ein unvergessliches Erlebnis, erst recht, wenn sich in unmittelbarer Abfolge die nächsten Hähne einstellen und der Balzgesang beginnt… ein magischer Moment inmitten einer fantastischen Bergwelt!

Leitung: Heinz Hudelist und Christian Mayer

Öffentliche Verkehrsmittel

Österreiche Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim-Auskunft: www.busbahnbim.at

Buslinie G912
Haltestelle Bahnhof Gstatterboden

Übernachtung auf der Ennstaler Hütte, Kursleitung, Bildbesprechung

Nationalpark Pavillon in Gstatterboden

Beginn 17:00 Uhr

Wie viele Plätze bietet dieser Kurs?
Es können maximal 2 Personen pro Termin an diesem exklusiven Kurs teilnehmen.

Wer ist Heinz Hudelist?
Heinz Hudelist ist seit vielen Jahren als Fotograf beruflich tätig. Er ist Workshopleiter zu unterschiedlichen Themen der Fotografie. Seine Liebe zur Natur und Naturvermittlung zeigt sich auch in seiner Tätigkeit als Nationalpark Ranger und in seiner Mitgliedschaft im VTNÖ.

Wer ist Christian Mayer?
Christian Mayer ist ein erfahrener Berufsjäger der Steiermärkischen Landesforste!

Birkhahnbalz im Gebirge
Der Fährte folgen