Im Ibmer Moor in Oberösterreich entstehen auf über 40 Hektar verbesserte Lebensräume für stark gefährdete Wiesenvögel wie Bekassine und Brachvogel, wobei auch die Krickente wesentlich profitiert. Durch gezielte Wiedervernässung, Entbuschung und extensive Nutzung werden Brutgebiete verbessert und langfristig gesichert. Das Projekt stärkt Biodiversität und regionale Zusammenarbeit und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines der bedeutendsten Moorgebiete Österreichs.
Unsere Vision
Ein lebendiges Ibmer Moor als Rückzugsort für bedrohte Wiesenvögel und als widerstandsfähiger Naturraum für kommende Generationen.
Konkrete Ziele im Projekt
Das Projekt verbessert auf rund 40 Hektar aktiv die Lebensraumqualität für bedrohte Wiesenvogelarten und wertet diese Moorfläche ökologisch auf.
Ziel ist die langfristige Sicherung stabiler Brutpopulationen von Bekassine, Brachvogel und Krickente durch gezielte Habitatmaßnahmen.
Gleichzeitig werden Wasserhaushalt und Kohlenstoffspeicherung des Moores gestärkt und regionale Partner in die Umsetzung eingebunden.
Motivation für das Projekt
Die Bestände von Bekassine und Brachvogel sind in Österreich stark gefährdet. Im Ibmer Moor befinden sich einige der letzten Brutvorkommen dieser Arten. Lebensraumverlust durch Entwässerung und Sukzession macht aktives Handeln dringend notwendig. Das Projekt setzt genau hier an und baut auf erfolgreichen Maßnahmen seit 2017 auf.
Wen unterstützt Blühendes Österreich?
BirdLife Österreich setzt sich für den Vogel-und Naturschutz in Österreich und grenzüberschreitend ein. Der Verein verwirklicht wissenschaftlich fundierte Natur- und Vogelschutzprojekte in vier Kernbereichen: Artenschutz, Gebiets- und Lebensraumschutz, Nachhaltigkeit und Bewusstseinsbildung.
Im Projekt unterstützt Blühendes Österreich BirdLife Österreich sowie regionale Landwirte und Grundeigentümer, die aktiv an der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen im Ibmer Moor beteiligt sind.
Welche Herausforderungen werden gelöst?
Im Ibmer Moor gehen geeignete Brutlebensräume durch Verbuschung, Entwässerung und Störungsdruck zunehmend verloren. Gleichzeitig verschärfen Klimawandel und extreme Wetterereignisse die Situation. Das Projekt stellt offene, feuchte Moorflächen wieder her, verbessert den Wasserhaushalt und reduziert Lebensraumfragmentierung. Dadurch werden stabile Brutbedingungen für stark gefährdete Wiesenvogelarten geschaffen.
Was ist das Besondere am Projekt?
Das Projekt verbindet konkreten Artenschutz mit Lebensraum- und Moorschutz und regionaler Zusammenarbeit. Auf einer Fläche von über 20 Hektar Fläche werden gezielte Maßnahmen umgesetzt, die eine deutlich größere ökologische Wirkung entfalten. Besonders ist die enge Kooperation zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Förderpartnern. Gleichzeitig dient das Projekt als Modell für weitere Moorrenaturierungen in Österreich und stärkt das Ibmer Moor als bedeutenden Hotspot für Biodiversität und Naturvermittlung.
Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?
Erhalten und verbessert werden Moor- und Feuchtwiesenlebensräume mit hoher Bedeutung für Wiesenvögel. Im Fokus stehen Bekassine, Brachvogel und Krickente, deren Brutplätze gesichert werden. Gleichzeitig profitieren zahlreiche weitere Arten der Moorlandschaft. Das Ibmer Moor ist als größter Moorkomplex Österreichs ein zentraler Lebensraum für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.
Geografie der Projektregion
Das Projekt liegt im Ibmer Moor im Bezirk Braunau (Oberösterreich), einem der größten und ökologisch bedeutendsten Moorgebiete Österreichs. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf rund 21,8 Hektar, mit einer ökologischen Aufwertung von bis zu 40–80 Hektar Gesamtlebensraum. Die Region ist ein letzter Rückzugsraum für seltene Wiesenvögel.
Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?
Unterstütze den Schutz des Ibmer Moors durch Spenden an BirdLife Österreich, Teilnahme an Veranstaltungen oder Bewusstseinsbildung. Jeder Beitrag hilft, wertvolle Lebensräume für bedrohte Vogelarten langfristig zu sichern.