Zu den Naturerfolgen

Die Bekassine ist eine Brutvogelart der Feuchtwiesen und in Österreich vom Aussterben bedroht. In der Stadl Au haben wir jetzt die Möglichkeit, Lebensraum für die Bekassinen zu schaffen. Eine ca. 5,1 ha große Brache kann durch Entfernen der Hochstauden und aufkommender Gehölze in eine extensive Mähwiese umgewandelt werden. Durch anschließende regelmäßige Mahd oder Mulchen mit Abtransport der Biomasse entstehen nährstoffarme Feuchtwiesen, die Bekassinen als Brutlebensraum dienen werden. Eine Besiedlung der neuen Lebensräume erscheint uns als nahezu sicher, weil in unmittelbar angrenzenden Wiesen die Bekassinen bereits in der Brutzeit balzen. Diese anliegenden Wiesen haben wir in den vergangenen Jahren für die Bekassinen erfolgreich gestaltet.

Die Stadl Au ist ein über 21 ha großer Feuchtgebietskomplex, der im Besitz der Österreichischen Naturschutzjugend ist. Diese Feuchtfläche ist ein Mosaik aus Brachestadien und verschiedenen Feuchtwiesentypen bzw. Degradationsstadien eines ehemaligen Hochmoores.

Ein großer Teil der Stadl Au wird einmal pro Jahr gemäht. Nun werden in diesem Projekt weitere 5,1 ha mähbar gemacht und dadurch wird Lebensraum für die Bekassinen geschaffen. Die Projektfläche ist aktuell noch eine Brache, die nicht gemäht wird. Damit verbunden ist eine verstärkte Akkumulation pflanzlicher Biomasse und Nährstoffe. Außerdem nehmen die Hochstauden und Gehölze immer mehr an Fläche zu.

Unsere Vision

Historisch gesehen war die Projektfläche über Jahrhunderte eine regelmäßig gemähte Feuchtwiese in der Bekassinen und andere Brutvögel der Feuchtwiesen gebrütet haben. Mit fortschreitender Mechanisierung der Landwirtschaft wurde die Projektfläche aus der Nutzung genommen und wurde damit zur Brache mit aufkommenden Gehölzen.

Durch Gestaltung der Projektfläche zurück zu einer offenen Feuchtwiese werden wir Lebensraum für Bekassinen schaffen.

Konkrete Ziele im Projekt

Durch die Umwandlung der Brache in extensive Mähwiesen schaffen wir Lebensraum für die Bekassine.

Daher möchten wir durch Mulchen und Abtransport der Hochstauden und Gehölze eine ca. 5,1 ha große Fläche schaffen, die regelmäßig gemäht oder gemulcht werden kann (wahrscheinlich alle 2 oder 3 Jahre). Durch den zukünftigen regelmäßigen Abtransport von Biomasse werden nicht nur Nährstoffe aus dem Gebiet abtransportiert, sondern auch aufkommende Gehölze kurzgehalten.

Die Bekassinen brauchen große baumarme Feuchtwiesen, Moore oder Verlandungszonen von Gewässern. Genau diese Lebensräume schaffen wir in diesem Projekt.

Motivation für das Projekt

Andere Teile der Stadl Au haben wir bereits vor einigen Jahren von einer Dauerbrache in eine jährlich gemähte Feuchwiese umgewandelt. An diesen neuen Wiesen haben sich bereits Bekassinen zur Brutzeit angesiedelt. Zusätzlich sind Biber am Bach, der durch die Stadl Au fließt, aktiv. Durch die Biberdämme haben sich zusätzliche Lebensräume für die Bekassinen gebildet.

Es ist bekannt, dass Bekassinen durch Maßnahmen, die ihren Lebensraum verbessern, diese neuen Lebensräume auch gerne neu besiedeln. Außerdem haben wir im direkt angrenzenden Gebiet gezeigt, dass diese Strategie funktioniert. Daher sind wir auch überzeugt, dass mehr Lebensraum für die Bekassinen in der Stadl Au, durch dieses Projekt, auch tatsächlich mehr Brutpaare dieser Art bedeuten.

Auch in der Zugzeit der Bekassinen im Frühling und im Herbst sind regelmäßig bis zu 10 Individuen zu beobachten. Die Stadl Au ist also nicht nur als Brutgebiet enorm wichtig für Bekassinen, sondern auch Rastplatz auf dem Zug der Vögel.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Den Verein Österreichische Naturschutzjugend Landegruppe Oberösterreich.

Welche Herausforderungen werden gelöst?

Regelmäßig gemährte Feuchtwiesen sind in Österreich bereits sehr selten. Daher sind auch die Lebensgemeinschaften, die diese Feuchtwiesen beherbergen selten. Mit der Schaffung von Feuchtwiesen in diesem Projekt, geben wir auch Vogelarten, wie die Bekassinen, die diese Lebensräume brauchen wieder eine Lebensgrundlage.

Was ist das Besondere am Projekt?

In Österreich sind Bekassinen bereits sehr selten. Durch dieses Projekt schaffen wir einen besonders wertvollen Lebensraum für eine besondere Vogelart.

Welche wertvollen Tiere werden erhalten?

Neben den Bekassinen ist die Stadl Au auch Heimat für weitere besondere und seltene Vogelarten, wie Schwarzkehlchen, Feldschwirl und Kiebitz. Durch dieses Projekt erhalten auch diese Vogelarten mehr Lebensraum.

Auch in der Zugzeit der Bekassinen im Frühling und im Herbst sind regelmäßig bis zu 10 Individuen zu beobachten. Die Stadl Au ist also nicht nur als Brutgebiet enorm wichtig für Bekassinen, sondern auch Rastplatz auf dem Zug der Vögel.

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Du kannst sehr gerne unsere Arbeit und unsere Projekte (nicht nur dieses) aktiv und finanziell unterstützen.

Besuche dazu unsere Websites: www.oenj-haslach.at und www.naturschutzjugend.at 

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
Österreichische Naturschutzjugend Landegruppe Oberösterreich
Weitere Partner:
Gebietsbetreuer Natura 2000, Amt der OÖ Landesregierung; Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung; Abteilung Naturschutz
Projekttitel:
Stadl Au – die Bekassine meckert wieder
Region:
Böhmerwald, Tal der Großen Mühl
Größe der verbesserten Fläche:
5,1 Hektar
Geschütze Biotoptypen:
Feuchtgebietskomplex, ein Mosaik aus Brachestadien und verschiedene Feuchtwiesentypen
Geschütze Tierarten:
Wiesenbrüter wie Bekassine, Kiebitz und Schwarzkehlchen
Projektdauer:
2026-2027
Finanzierung durch Blühendes Österreich:
15.442,80 €
Gesamtsumme Projekt:
19.226,43 €

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