Entlang des Rabnitzbaches entsteht inmitten einer intensiv genutzten Agrarlandschaft ein ökologischer Trittstein. Durch die Pflanzung heimischer Sträucher und die Anlage von Blühflächen werden neue Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Die Maßnahmen fördern die Artenvielfalt, erschweren die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten und stärken die ökologische Funktion des Gewässerrandes. Zusätzliche Strukturen für Amphibien und Reptilien schaffen wertvolle Rückzugs- und Fortpflanzungsräume für besonders gefährdete Arten.
Unsere Vision
Dieses Projekt soll den Startschuss für ein grünes Band entlang der Rabnitz bilden – einen ökologischen Korridor mit vernetzten Lebensräumen, mehr Artenvielfalt und einem naturnahen Gewässer als Vorbild für eine zukunftsfähige Kulturlandschaft. Langfristig soll so ein durchgängiger Lebensraum entstehen, der Natur und Landschaft nachhaltig stärkt.
Konkrete Ziele im Projekt
Durch die Pflanzung von rund 700 heimischen Sträuchern sowie die Anlage von Blühflächen und speziellen Lebensraumstrukturen für Amphibien und Reptilien werden die Lebensräume entlang der Rabnitz aufgewertet. Gleichzeitig wird die Ausbreitung invasiver Neophyten erschwert und die ökologische Funktion des Gewässerrandes gestärkt.
Ergänzend dazu werden Exkursionen, Informationsveranstaltungen und Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit angeboten. Dadurch soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung naturnaher Gewässerrandstreifen und ihren Beitrag zur Artenvielfalt, Gewässergüte, Uferstabilität und zum Wasserrückhalt sensibilisiert werden.
Motivation für das Projekt
Flüsse und ihre Uferbereiche zählen zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft, stehen jedoch zunehmend unter Druck. Auch die Rabnitz weist trotz ihres großteils naturnahen Erscheinungsbildes einen unzureichenden ökologischen Zustand auf. In manchen Abschnitten fehlen naturnahe Uferbegleitstreifen, wodurch wichtige Lebensräume und Vernetzungsstrukturen verloren gegangen sind. Gleichzeitig können sich invasive Neophyten wie der Staudenknöterich leichter ausbreiten. Die Verfügbarkeit geeigneter Flächen bietet nun die Möglichkeit, diesen Bereich ökologisch aufzuwerten und einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Gewässerschutz zu leisten.
Wen unterstützt Blühendes Österreich?
Die Steiermärkische Berg- und Naturwacht ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und unterstützt seit 1977 Landes- und Gemeindebehörden bei der Umsetzung naturschutzrechtlicher Aufgaben. Neben ihren gesetzlichen Tätigkeiten erbringt sie umfangreiche freiwillige Leistungen und ist Kooperationspartner zahlreicher Natur- und Landschaftsschutzprojekte.
Welche Herausforderungen werden gelöst?
Das Projekt schafft entlang der Rabnitz einen ökologischen Trittstein und stärkt die Vernetzung von Lebensräumen in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft. Die neu angelegten Hecken, Blühflächen und Strukturlemente bieten Nahrung, Schutz und Fortpflanzungsräume für zahlreiche Tierarten. Gleichzeitig wird die ökologische Funktion des Gewässerrandes gestärkt und das Bewusstsein für die Bedeutung naturnaher Gewässerrandstreifen gefördert.
Was ist das Besondere am Projekt?
Besonders ist die bereits im Vorfeld gelungene Flächensicherung durch die Zusammenarbeit von Gemeinde, Land und engagierten Partnern. Dadurch können nun Flächen gezielt im Sinne des Biotopverbundes entwickelt werden.
Eine weitere Besonderheit ist die Ansiedlung des Bibers im Projektgebiet. Als natürlicher Landschaftsgestalter schafft er durch seine Bautätigkeit zusätzliche Strukturen und Vernässungsbereiche, von denen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten profitieren können.
Durch die Kombination aus Hecken, Blühflächen, Kleingewässern sowie Totholz- und Steinstrukturen entsteht eine hohe Strukturvielfalt auf engem Raum.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie durch Kooperation verschiedener Akteure langfristig wirksame Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden können.
Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?
Von den Maßnahmen profitieren zahlreiche Tierarten. Hecken und Blühflächen bieten Insekten, Singvögeln wie dem Neuntöter, Kleinsäugern und Niederwild wertvolle Lebensräume. Totholz- und Steinhaufen sowie Kleingewässer schaffen zusätzliche Strukturen für Amphibien und Reptilien. Besonders profitieren geschützte Arten wie die Gelbbauchunke, die Zauneidechse oder die Äskulapnatter. Insgesamt wird die Biodiversität entlang der Rabnitz nachhaltig gestärkt.
Geografie der Projektregion
Eggersdorf bei Graz liegt rund 15 km nordöstlich der steirischen Landeshauptstadt im Bezirk Graz-Umgebung. Die Marktgemeinde befindet sich am Übergang vom oststeirischen Hügelland zum Grazer Bergland. Durch den Ort fließt der Rabnitzbach, der in die Raab mündet.
Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?
Für die Umsetzung des Projekts werden freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht, die bei der Pflanzung von Hecken und der Anlage von Blühflächen unterstützen. Auch in der Anfangsphase nach der Pflanzung sind Pflegemaßnahmen wichtig, damit sich die neu geschaffenen Lebensräume gut entwickeln können.