Die Stadt Waidhofen an der Ybbs setzt mit der „Grünen Achse Kreilhof–Gstadt“ die ökologische Entwicklung ihrer Betriebsgebiete konsequent fort. Nach dem 2022 eröffneten Leitprojekt im Areal Kreilhof soll nun auch das Betriebsgebiet Gstadt in das Konzept eines naturnahen, klimafitten Gewerberaums eingebunden werden. Entlang einer 1,6 Kilometer langen Achse entstehen artenreiche Natur-Blumenwiesen, Heckenstrukturen, Baumreihen und ein landschaftlich hochwertiger Korridor zwischen Stadtbereich und den Eingängen ins Kleine und Große Ybbstal. Das Stadtgärtner-Team, der Naturpark Ybbstal sowie der „Natur im Garten“-Regionalstandort sorgen für fachlich fundierte Umsetzung, Monitoring und Bürgerbeteiligung. Ziel ist ein ökologisch hochwertiges, lebenswertes und weithin sichtbares Vorzeigeprojekt des blühenden Waidhofner Gewerbes.
Unsere Vision
Die Betriebsgebiete Kreilhof und Gstadt wachsen zu einem durchgehenden, naturnahen Landschaftsband zusammen, das Ökologie, Mobilität, Wirtschaft und Lebensqualität vereint. Entlang des Ybbstalradwegs entsteht ein ökologischer Trittsteinkorridor, in dem Natur-Blumenwiesen gedeihen, Insekten wandern, Bürgerinnen und Bürger mitwirken und Betriebe in ein landschaftlich hochwertiges Umfeld eingebettet sind. Die Kreilhofer Heide wird zu einer österreichweit anerkannten Modellregion, wo innovative Wirtschaftsstandortsicherung und Biodiversität Hand in Hand gehen.
Konkrete Ziele im Projekt
- Umsetzung eines landschaftsprägenden Naturraums auf 7.000 m² entlang eines 1,6 km langen Abschnitts
- Mindestens 700 m² ökologische Aufwertung (Abtrag Grasnarbe, Neuansaat Natur-Blumenwiese)
- Ergänzende Anpflanzung von Hecken und geeigneten Baumarten
- Monitoring der Insektenvielfalt, insbesondere Tagfalter-Kartierungen durch den Naturpark Ybbstal mit Bürgerbeteiligung
- Einbindung von Nebenflächen wie Kreisverkehr Gstadt
- Projektdokumentation mittels Social-Media-Videos
- Aktivierende Öffentlichkeitsarbeit über Gemeindenetzwerke und Social Media
Motivation für das Projekt
Die Stadt Waidhofen an der Ybbs hat mit dem Masterplan Kreilhof früh eine visionäre Ausrichtung in der Entwicklung von Gewerbeflächen eingeschlagen. Doch die Umsetzung blieb zunächst auf einen Teilbereich begrenzt. Die Initiative #unsereblumenwiese und der Wunsch nach konsequenter Weiterentwicklung haben den nächsten Schritt ausgelöst: Die Qualitäten von Kreilhof sollen sich über das gesamte Betriebsgebiet fortsetzen.
Durch die Zusammenarbeit mit Blühendes Österreich erwartet sich die Stadt neue Perspektiven, fachliche Unterstützung und einen wichtigen „Qualitätsboost“ zur präziseren, wirkungsvolleren Umsetzung – inklusive wertvollem Wissenstransfer.
Wen unterstützt Blühendes Österreich?
Waidhofen ist eine „progressive Stadt am Land“ mit rund 11.000 Einwohner:innen und fungiert als zentraler Dienstleistungs-, Verwaltungs- und Gesundheitsstandort für das Innere Ybbstal. Die Stadt verfügt über qualifizierte Teams aus Stadtgärtner:innen, Stadtförster, Planer:innen und Kommunikationsprofis. Kooperationen – etwa in der Kleinregion, der LEADER-Region sowie insbesondere mit dem Naturpark Ybbstal und dem „Natur im Garten“-Regionalstandort – sind ein essenzieller Teil der Arbeitsweise. Die Stadt verfolgt langfristig nachhaltige, ökologisch fundierte Standortentwicklung und kann dank verankerter Strukturen auch langfristige Pflege und Weiterentwicklung sichern.
Welche Herausforderungen werden gelöst?
- Fehlende ökologische Qualität im Betriebsgebiet Gstadt
- Unterbrochene Grünachse zwischen Kreilhof und Gstadt
- Mangel an artenreichen Blühflächen und Trittsteinen für Insekten
- Fehlende landschaftliche Begleitung der Verkehrswege (Ybbstalradweg, B31)
- Notwendigkeit der Bewusstseinsbildung für Biodiversität im städtischen Raum
- Harmonisierung von Wirtschaftsraumentwicklung und Naturschutz
Wirkung:
Ein hochwertiger ökologischer Korridor entsteht, der Insektenlebensräume aufwertet, die Landschaftsqualität stärkt, Erholungswert schafft und eine modellhafte Verbindung von Ökologie und Wirtschaftsentwicklung herstellt.
Was ist das Besondere am Projekt?
- Landschaftsprägende Natur-Blumenwiesen am Übergang zwischen Stadt und Ybbstaler Tälern
- Vorzeigeprojekt an der Schnittstelle von Stadtplanung, Umweltschutz, Mobilität und Wirtschaft
- Verbindung verschiedener „Flughöhen“: Strategische Masterplan-Ebene + umsetzungsstarke Praktiker:innen
- Insektenmonitoring mit Citizen Science, insbesondere Tagfalter
- Steile Lernkurve dank Weiterentwicklung eines bestehenden Leitprojekts
- Start einer langfristigen Entwicklung, die bereits nationale Aufmerksamkeit erzeugt
- Storytelling-orientierte Öffentlichkeitsarbeit und moderne Projektdokumentation
Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?
- Landschaftlicher Blühkorridor entlang des Ybbstalradwegs
- Artenreiche Natur-Blumenwiesen als wertvolle Trittsteinbiotope
- Lebensräume für:
- Tagfalter (Leitgruppe & Monitoring-Schwerpunkt)
- Laufkäfer
- Heuschrecken
- Vögel (Nistmöglichkeiten)
- Hecken und heimische Baumarten sichern Strukturvielfalt und verbessern das Mikroklima
- Der Korridor stärkt die Biodiversität zwischen Kleinem und Großem Ybbstal und schützt Arten, die für Bürger:innen unmittelbar sichtbar und erlebbar sind.
Geografie der Projektregion
Mostviertel, Niederösterreich
Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?
- Teilnahme am Tagfalter-Monitoring unter Leitung des Naturparks Ybbstal
- Unterstützung bei Veranstaltungen (Auftakt / Abschluss / Info-Events)
- Teilen von Social-Media-Inhalten zur Bewusstseinsbildung
- Mitarbeit bei Pflegeeinsätzen (je nach Möglichkeit und Anleitung)
- Nutzung des Ybbstalradwegs und aktive Beobachtung der Naturentwicklung