Das blau-weiße PRO PLANET-Label der REWE Group kennzeichnet seit 2013 konventionell hergestelltes Hühnerfleisch aus Österreich, das ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Zehn Fakten über das PRO PLANET-Huhn.

1Gentechnikfreies Futter aus Europa

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Das Futter der PRO PLANET-Hühner ist in mehrfacher Hinsicht ökologisch nachhaltig: Es ist frei von gentechnisch veränderten Organismen, in Österreich eine branchenweit umgesetzte Richtlinie seit 2012. Zusätzlich stammt das beigemischte Soja (zu rund 30% im Futter) seit 1. Jänner 2016 ausschließlich aus Europa. Das vermindert – durch verkürzte Transportwege – zudem den CO2-Fußabdruck.

2Ausgebildete Fachkräfte

Der richtige Umgang mit Tieren hat mit Wissen und Kompetenz zu tun. Daher müssen alle Landwirte des PRO PLANET-Programms durch einen anerkannten, aktuellen Sachkundenachweis ihre Qualifikation und ihr Fachwissen über die Betreibung von Geflügelmastanlagen und die Stalltechnik nachweisen. Externes Personal, das beim Ausstallen der Hühner mithilft, muss eingeschult werden. Die Landwirte bilden sich in Schulungen weiter und tauschen sich bei einer jährlichen Geflügeltagung aus.

3Faire Partnerschaft

Für ihre Teilnahme am PRO PLANET-Programm erhalten die Landwirte einen fixen Zuschlag. Darüberhinaus fördert die REWE Group baulich notwendige Maßnahmen für eine Umstellung auf PRO PLANET. Von 400.000 Euro im Fördertopf wurden bisher 200.000 Euro für Umbaumaßnahmen, wie den Einbau von Fensterflächen, ausgeschüttet.

4Mehr Platz, Licht und Stroh im Stall

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Die gesetzliche Besatzdichte bei konventionell gehaltenen Masthühnern ist in Österreich in „kg Huhn/m²“ definiert und liegt bei 30kg Huhn/m². PRO PLANET-Hühner haben etwa 20% mehr Platz im Stall, die Landwirte halten nur 25kg Huhn/m². Gleichzeitig strukturieren Strohballen die Stallfläche, sie bieten Beschäftigungsmöglichkeit und Sitzgelegenheiten für die Tiere. Die Ställe haben Fenster (bis zu 2% der Stallfläche), damit die Tiere den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus mitbekommen. Die zusätzliche Beleuchtung wird in der Nacht mindestens sechs Stunden abgeschaltet – für eine ausreichende Ruhepause der Tiere.

5Regelmäßige Kontrollen

Die PRO PLANET-Landwirte werden streng kontrolliert. Die Agrovet, eine österreichische Kontroll- und Zertifizierungsstelle im Lebensmittel- und Futtermittelbereich, prüft einmal pro Jahr die Einhaltung der AMA-Gütesiegel- und der PRO PLANET-Richtlinien. Darüberhinaus prüft das Qualitätsmanagement der Schlachthöfe mindestens einmal jährlich, wie das Ausstallen der Tiere gehandhabt wird. Die REWE Group führt ebenfalls unangekündigte Tierschutzaudits durch. Richtlinienverstöße werden entsprechend sanktioniert.

6Studie für Tierwohl & Tiergesundheit

Eine dreijährige Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zum Tierwohl und zur Tiergesundheit in der Masthühnerhaltung begleitet das PRO PLANET-Programm seit 2013. Daraus entsteht ein Monitoringtool bzw. Steuerungsinstrument, das zu einer kontinuierlichen Verbesserung in der Haltung und im Umgang mit den Hühnern führen soll. Michael Hess, Leiter der Universitätsklinik für Geflügel und Fische, sieht sich im Rahmen der Studie die Tiergesundheit genau an: „Im Mittelpunkt stehen Herzkreislauferkrankungen und Bewegungsstörungen der Tiere.“ Insgesamt werden in 29 Betrieben je drei aufeinanderfolgende Zuchtdurchgänge von Hühnern zu zwei Zeitpunkten untersucht. „Bei Mortalitäten haben wir bisher niedrige Ergebnisse. Die Mortalitäten liegen bei PRO PLANET auf sehr niedrigem Level. Das ist sicherlich sehr gut.

7Monitoring für Antibiotika

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Tierärzte müssen den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung bei Landwirten stets dokumentieren. Michael Hess hat für das PRO PLANET-Programm bei allen Betrieben, die im Rahmen der Studie am Monitoring zur Tiergesundheit teilnehmen, die Medikamentenaufzeichnungen ausgewertet und zahlreiche Tiere direkt untersucht. „Insgesamt wurde bei nur 10 von 78 Herden ein Antibiotikum eingesetzt. Das sind 12,8%, also sehr, sehr wenig.“ Die Universität erarbeitet aus den Resultaten Konzepte zur weiteren Verbesserung der Tiergesundheit und Medikamentenreduktion.

8Einbeziehung der Schlachthöfe

Der Transport und die Schlachtung sollen für die PRO PLANET-Hühner so stressfrei wie möglich erfolgen. Um auch beim Transport und auf den Schlachthöfen nach Verbesserungen zu suchen, wurden die Prozessabläufe auf den PRO PLANET-Schlachthöfen in der Studie zum Tierwohl und zur Tiergesundheit berücksichtigt bzw. zusätzliche Maßnahmen definiert. Etwa die Umstellung auf eine schonendere CO2-Betäubung. Ein weiterer Punkt ist die Sicherung von sozialen Standards für Mitarbeiter am Schlachthof. Künftig sollen dazu zusätzliche Kontrollen durchgeführt werden.

9Weiterentwicklung des PRO PLANET-Programms

Um das Tierwohl der PRO PANET-Hühner weiter zu verbessern, werden die Ergebnisse der Studie zum Tierwohl und zur Tiergesundheit nach der dreijährigen Laufzeit ausgewertet und 2017 weiterführende Maßnahmen definiert.

10Hot-Spot-Analyse vor Programmstart

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Vor der Einführung des PRO PLANET-Labels für das Huhn 2013, hat die REWE Group gemeinsam mit externen Experten wie etwa der Universität Bonn, eine Brennpunktanalyse für die konventionelle Hühnermast durchgeführt. Die identifizierten Brennpunkte wurden nach Gesprächen mit Produzenten mit konkreten Maßnahmen adressiert. Das PRO PLANET-Huhn ist exklusiv bei BILLA, MERKUR erhältlich unter den Marken „Hofstädter“ und bei ADEG unter der Marke „Mit Leib & Seele“.

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