Stolz, knorrig, voller Geschichte – die alten Streuobstbirnbäume des Mostviertels prägen seit Jahrhunderten das Landschaftsbild. Doch viele dieser Baumriesen sind in die Jahre gekommen. Ihre Kronen wachsen unkontrolliert, das Holz wird brüchig, die Vitalität schwindet. Ohne fachgerechte Pflege droht ein Schatz der Kulturlandschaft verloren zu gehen.

Mit dem Projekt „Altbaumschnitt zur Erhaltung alter Streuobstbirnbäume“ hauchen engagierte Menschen den ehrwürdigen Bäumen neues Leben ein – und setzen damit ein starkes Zeichen für Biodiversität, Landschaftbild und Tradition. Was wäre das Mostviertel schließlich ohne seine blühenden Birnbaumalleen? Alles verdiente Gründe für die Auszeichnung und Förderung von #streuobst – der Initiative für die Rettung der schwindenden Obstgärten!

Alten Birnbäumen neues Leben einhauchen

Der Verein Streuobsterhaltung Mostviertel und AGRAR PLUS haben gemeinsam ein Ziel: Die mächtigen Birnbäume, die über Generationen hinweg Obst, Schatten und Lebensraum für Tiere gespendet haben, sollen wieder zu Hütern der Landschaft werden.

In den Jahren 2024 und 2025 werden im Rahmen des Projekts 210 alte Birnbäume auf einer Fläche von rund drei Hektar geschnitten. Um die Verjüngungskur an den bis zu 15 Meter hohen Baumriesen sicher durchzuführen, kommt erstmals eine geländegängige Spezialbühne zum Einsatz. Sie ermöglicht präzises Arbeiten – auch auf Hanglagen und bei empfindlichen Bodenverhältnissen, wo herkömmliche Arbeitsbühnen versagen würden.

Ein Refugium voller Leben

Die alten Birnbäume sind mehr als Obstlieferanten. Ihre Höhlen, Rindenritzen und knorrigen Äste bieten Lebensraum für unzählige Tiere: Wildbienen und Schmetterlinge finden hier Nahrung an den Blüten und Obst, Käferlarven entwickeln sich im Totholz, Vögel und Fledermäuse ziehen in den Baumhöhlen ihren Nachwuchs groß. Selbst Igel profitieren vom Schlaraffenland, in dem sie genug Insekten zum Fressen und Schutz für ihre Nester finden.

Ein ausgewachsener Birnbaum bindet zudem große Mengen Kohlenstoff und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Fachgerechter Schnitt erhält diese ökologischen Leistungen – und regt die Bäume an, neues Fruchtholz zu treiben. Junge Bäume würden Jahrzehnte benötigen, um denselben Nutzen zu entfalten.


 

Wissen weitergeben, Gemeinschaft stärken

Das Projekt versteht sich auch als Einladung zum Mitmachen. Bei Vorführungen, Exkursionen und durch laufende Pressearbeit wird gezeigt, wie wertvoll und notwendig der fachgerechte Altbaumschnitt ist. So sollen weitere Besitzer:innen motiviert werden, ihre Bestände zu pflegen – und Nachahmer in anderen Regionen inspiriert werden.

„Es soll weitere Baumbesitzer und Baumbesitzerinnen dazu ermutigen, ihre Bestände ebenfalls zu pflegen und zu schneiden. Das Ziel ist es, ähnliche Initiativen auch über die Grenzen der Bundesländer hinweg anzustoßen und so eine breite Bewegung zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Streuobstbäumen zu starten,“
erklärt Josef Breinesberger, Geschäftsführer von AGRAR PLUS.

Der Einsatz moderner Technik zeigt eindrucksvoll, wie traditionelle Kulturlandschaft mit zeitgemäßen Methoden bewahrt werden kann. Gleichzeitig werden durch die kostengünstige Durchführung auch kleinere Betriebe entlastet, die vom niedrigen Pressobstpreis oft unter Druck stehen.

Wurzeln für eine artenreiche Zukunft

Mit jedem geschnittenen Baum wird ein Stück Zukunft gesichert: eine Landschaft, in der Obstbäume blühen, Früchte tragen und Heimat für tausende Lebewesen sind. Die Kombination aus praktischer Pflege, Wissensvermittlung und gemeinschaftlichem Engagement macht das Projekt zu einem Vorbild für nachhaltige Streuobstkultur.

Unterstützt wird die Initiative von Blühendes Österreich, dem Maschinenring, dem Obstbauverband Mostviertel sowie den Bezirksbauernkammern der Region. Gemeinsam legen sie den Grundstein dafür, dass die Birnbaumriesen auch kommenden Generationen ihre Blüten, Früchte und Geschichten schenken können.

Über #streuobst

Die BILLA-Stiftung Blühendes Österreich, die ARGE Streuobst Österreich und die BILLA Regioscouts haben den Call #streuobst ins Leben gerufen, um wertvolle Streuobstwiesen zu retten. Bis zu 80 Prozent dieser artenreichen Flächen sind seit 1965 in Mitteleuropa verschwunden.

Der Wettbewerb unterstützt Projekte, die Biodiversität erhalten, kleinstrukturierte Betriebe stärken und hochwertige Lebensmittel aus Streuobst sichern. Von 44 Einreichungen wurden 13 Vorhaben prämiert – darunter auch die Rettung der ehrwürdigen Birnbaumriesen im Mostviertel.


 

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

31. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
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