Vom 20. Juli bis 9. August 2026 sind alle Menschen in Österreich eingeladen, bei der Großen Schmetterlingszählung 2026 teilzunehmen. Die gemeinsame Citizen-Science-Aktion von Blühendes Österreich -BILLA gemeinnützige Privatstiftung und der NÖ-Umweltbewegung „Natur im Garten“ sammelt wertvolle Daten über heimische Schmetterlingsarten und liefert wichtige Erkenntnisse für Forschung und Naturschutz.
Schmetterlinge reagieren sensibel auf Veränderungen ihrer Umwelt und gelten daher als wichtige Indikatoren für den Zustand unserer Lebensräume.
„Österreichweit sind die Bestände der Schmetterlinge, insbesondere der Tagfalter, in den letzten Jahrzehnten massiv zurückgegangen. Aktionen wie die Große Schmetterlingszählung helfen dabei, Menschen für die Vielfalt und den Schutz unserer heimischen Schmetterlinge zu sensibilisieren“, sagt Dr. Johannes Rüdisser, Biodiversitätsforscher an der Universität Innsbruck.
Mitmachen in nur 15 Minuten
Vom 20. Juli bis 9. August können Schmetterlinge überall in Österreich gezählt werden. Ob im Garten, auf dem Balkon, im Park oder auf einer Blumenwiese.
„Wer sich Zeit nimmt und genau hinschaut, entdeckt oft direkt vor der eigenen Haustür eine faszinierende Vielfalt. Die Große Schmetterlingszählung lädt uns alle dazu ein, die Natur bewusster wahrzunehmen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für die Forschung zu leisten“, sagt ORF-Journalistin und -Moderatorin Barbara Stöckl.
So funktioniert die Große Schmetterlingszählung
- 15 Minuten beobachten: Schmetterlinge an einem sonnigen Ort beobachten und fotografieren.
- Beobachtungen eintragen: Fotos über die kostenlose App „Schmetterlinge Österreichs“ oder auf www.schmetterlingsapp.at hochladen. Für jede Art wird die höchste gleichzeitig beobachtete Anzahl an Schmetterlingen erfasst. So werden Doppelzählungen vermieden.
- Bestimmungshilfe nutzen: Ist eine Art nicht eindeutig bestimmbar, hilft der Schmetterlingsguide sowie die Community direkt in der App. Über die Kommentarfunktion unterstützen erfahrene Nutzer:innen bei der Bestimmung.
- Für die Teilnahme ist die aktuelle Version der App „Schmetterlinge Österreichs“ erforderlich.
Daten für Forschung
Die Ergebnisse der Großen Schmetterlingszählung fließen anonymisiert über die Tiroler Landesmuseen in die GBIF (Global Biodiversity Information Facility), die weltweit größte Biodiversitätsdatenbank. Zudem werden sie für die Erstellung der Roten Listen in Österreich genutzt.
„Schmetterlinge sind Botschafter einer intakten Natur. Die Große Schmetterlingszählung macht es möglich, dass Menschen in ganz Österreich aktiv zur Forschung beitragen. Jede Meldung hilft dabei, die Entwicklung unserer Schmetterlingsbestände besser zu verstehen“, erläutert Dr. Peter Huemer, Schmetterlingsexperte der Tiroler Landesmuseen.
„Mit der Großen Schmetterlingszählung möchten wir zeigen, wie wichtig naturnah gestaltete Flächen für den Schutz der Artenvielfalt sind. Jeder Garten, Balkon und öffentliche Grünraum kann mit den richtigen Pflanzen und Strukturen wertvolle Nahrung, Rückzugsorte und Lebensraum für Schmetterlinge bieten“, so Christa Lackner und Matthias Wobornik, Geschäftsführerin und Geschäftsführer der NÖ-Umweltbewegung „Natur im Garten“.
Die Ergebnisse der österreichweiten Schmetterlingszählung werden von Blühendes Österreich und Natur im Garten nach Abschluss der Aktion ausgewertet und veröffentlicht. Alle Informationen zur Teilnahme gibt es unter: https://www.bluehendesoesterreich.at/grosse-schmetterlingszaehlung-2026.