Robert Almer macht sich für den Naturschutz stark

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Robert Almer, Torhüter der Nation, sitzt ausnahmsweise auf der Bank. Auf einer Parkbank im Kurpark Oberlaa treffen wir uns zu einem gemütlichen Plausch mit dem sympathischen Fußballer, um mit ihm über seine Kindheit in der Natur und seinem Einsatz abseits des Spielfeldes zu plaudern. Denn aktuell macht sich Robert Almer für die Natur stark und wählt als Jury-Mitglied der „Brennnessel“ –  Österreichs größtem Naturschutzpreis – nachhaltige Naturschutzprojekte aus. Warum der Goalie sich dazu entschieden hat und was seine Kinder damit zu tun haben, erfährst du hier! 

Ein berühmter Sportler wie du hat bestimmt einen extrem vollen Terminkalender. Wie entschleunigst du am besten? Spielt die Natur dabei eine Rolle?

Derzeit ist es relativ schwierig zur Ruhe zu kommen, zwischen allen Arztbesuchen und Reha Terminen*. Natürlich sollte die Familie bei all diesen Terminen nicht zu kurz kommen. Ich versuche mir bewusst, immer wieder die Zeit zu nehmen, um runterzukommen. Das gelingt mir eigentlich in der Natur am besten. So wie heute: die zwitschernden Vögel und die gute Luft, da kann man nur entspannen.

*ANMERKUNG: Im Oktober 2016 hat sich Robert Almer bei einem Europa League Spiel verletzt (Riss von Kreuzband, Außenband und Innenmeniskus). Er musste danach operiert werden. 

Robert Almer im Interview

(c) Blühendes Österreich / Alex Papis

Du kommst ja eigentlich aus der Steiermark, hast dazwischen in Deutschland gelebt und bist jetzt in Wien. Geht dir die Natur ab?

Die Berge auf alle Fälle. Ich bin sehr gerne in den Bergen. In meiner Heimat befindet sich einer der größten Niederalmen Europas. Speziell jetzt im Sommer kann man dort sehr gut wandern gehen und alleine oder mit der ganzen Familie ausspannen. Dort gibt es einfach nicht so einen großen Trubel, so wie hier in der Stadt.

ANMERKUNG: Robert Almer hat für uns einen Ball signiert, den wir verlosen werden. Mehr Informationen dazu folgen in Kürze!

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Du selbst bist ja auch schon Papa. Seid ihr viel draußen und wie wichtig ist euch die Verbindung zur Natur?

Wir sind grundsätzlich viel draußen, sofern das Wetter halt mitspielt. Der Sohnemann hat da allerdings seinen ganz eigenen Kopf. Der geht auch bei Regen raus. Im Gegensatz dazu ist es mit den Reisen in die Steiermark leider nicht ganz so einfach. So eine Autofahrt kann mit Kindern sehr lang sein und muss auch mit der Arbeit und dem Reha Plan abgestimmt werden. Da brauchen wir mindestens einen extra Tag frei, damit sich das auszahlt. Sonst ist das mehr Stress als Erholung. Wir versuchen aber, dass wir mit den Kindern im Wiener Raum regelmäßig etwas unternehmen. Hier gibt es ja auch viele schöne Plätze und einige davon sind bei uns ganz in der Nähe. Dort fahren wird gerne mit den Rädern hin und machen kleine Ausflüge mit den Kindern.

Ich hoffe, dass meine Kinder auch noch den Schnee im Winter erleben können. Denn das ist ja mittlerweile gar nicht mehr so selbstverständlich.

Und in deiner eigenen Kindheit, warst du neben dem Training auch gerne draußen?

Meine Kindheit hat sich nur im Freien abgespielt. Im Sommer waren wir am Sportplatz oder im Wald und sind auf Bäume geklettert. Und natürlich waren wir auch viel in den Bergen. Ich war fast täglich auf der Skipiste, bin Rodeln gegangen und hab’ Schneehöhlen gebaut. Das ist eine Zeit, an die ich mich gerne zurückerinnere. Ich hoffe, dass meine Kinder auch noch den Schnee im Winter erleben können. Denn das ist ja mittlerweile gar nicht mehr so selbstverständlich.

Du hast bereits als kleiner Junge Fußball gespielt und bist „berufsbedingt“ seit damals viel draußen. In Zeiten von Videospielen und YouTube ist das bei Kindern heutzutage nicht ganz so selbstverständlich. Wie siehst du diese Entwicklung und wie könnte man deiner Meinung nach Kinder wieder hinaus in die Natur locken?

Das kann man sicher nicht komplett verhindern, dass Kinder vor dem Fernseher sitzen. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, waren wir einer der wenigen Familien, die keine Nintendo hatte. Wir hatten einen Fernseher mit ORF1 und ORF2. Es hat also auch programmtechnisch nicht so viele Möglichkeiten gegeben. Am Land findet man dann andere Beschäftigungen. Da war der Weg nach draußen für mich damals der einzig logische. Das versuche ich jetzt auch bei meinen eigenen Kindern umzusetzen und die Zeiten im Haus – und vor allem vor dem Fernseher – so kurz wie möglich zu halten. Wir geben ihnen zwar die Möglichkeit, dass sie einmal am Tag so circa 10 bis 15 Minuten fernschauen. Aber wir achten darauf, dass wir sie vor allem abseits des Fernsehers beschäftigen – und zwar am besten draußen.

Du bist Mitglied der Brennnessel Jury. Warum liegt dir Naturschutz so am Herzen?

Ich bin schon immer sehr gerne in der Natur gewesen. Wenn ich da an meine Heimat denke und an die Orte, an denen ich vor 20 Jahren Skifahren war, hat sich einiges geändert. An manchen Orten gibt es mittlerweile gar keinen Schnee mehr, so wie es früher einmal war. Es ist ja mittlerweile nachgewiesen, dass wir Menschen Entwicklungen wie diese teilweise selbst verursacht haben. Von daher ist es wichtig, dass jeder seinen Beitrag leistet, um diese Entwicklung zu stoppen. Seit ich Kinder habe, ist mein Bewusstsein für den Naturschutz viel stärker geworden.

Naturschutzpreis Die Brennnessel

(c) Blühendes Österreich

Blühendes Österreich sucht Naturschutzprojekte, die die Artenvielfalt in Österreich nachhaltig schützen. Hier können alle mitmachen: Gemeinden, Vereine, NGOs, Schulen und Kindergärten. Also bitte weitersagen oder noch besser gleich selber mitmachen. Weitere Informationen dazu findest du unter www.diebrennnessel.at.

 

Ihr versucht schon euren Kindern, ein Bewusstsein für Naturschutz zu vermitteln?

Ja, auf jeden Fall. Gerade wenn wir in den Bergen wandern, erklären wir den Kindern ständig, dass sie keinen Mist in der Natur liegen lassen sollen. Dabei versuchen wir natürlich, als gutes Beispiel voranzugehen. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig, solche Themen sehr früh zu vermitteln. Speziell meine Tochter, die bereits 4 Jahre alt ist, versteht das schon. Mein Sohn ist eineinhalb, bei dem ist das noch eher schwierig. Aber der putzt schon sehr gerne.

(Robert Almer schmunzelt.)

Ich hab' schon so viel gesehen und bin mit der Nationalmannschaft und dem Verein wirklich sehr viel herumgereist. Und dabei bin ich immer wieder zum selben Punkt gekommen: in Österreich haben wir eine Lebensqualität, die einfach ein Wahnsinn ist!

Was ist für dich das schönste Platzerl Österreichs?

Ich kann da gar keinen speziellen Ort nennen. In Österreich gibt es so viele schöne Plätze, die wir erhalten sollten. Wir haben die Berge, wir haben die Seen – vom Bodensee im Westen bis hin zum Neusiedler See im Osten. Ich hab‘ schon so viel gesehen und bin mit der Nationalmannschaft und dem Fußballverein wirklich sehr viel herumgereist. Und dabei bin ich immer wieder zum selben Punkt gekommen: in Österreich haben wir eine Lebensqualität, die einfach ein Wahnsinn ist!


Der gebürtige Steirer Robert Almer ist 33 Jahre alt und spielt beim FK Austria Wien. Als Vater von zwei Kindern macht sich der Profisportler immer mehr Gedanken über die Umwelt und will als Mitglied der Brennnessel Jury einen wichtigen Beitrag für den Schutz und Erhalt von Natur und Artenvielfalt in Österreich leisten.

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