10 DIY-Tipps für ein nachhaltiges Weihnachten

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Wie jedes Jahr steht es vor der Tür – das Weihnachstfest! Damit bereits der Advent ein besinnliches Erlebnis wird – und ein Fest für die Umwelt –, hat Blühendes Österreich zehn DIY-Tipps für die Weihnachtszeit recherchiert. Was es dafür braucht? Zeit und Fantasie!

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1 Die Dekoration

Weihnachtskugeln aus China, Lametta & Co.? Diese Deko hat in einem nachhaltigen Weihnachtshaushalt nichts zu suchen. Man denke allein an das giftige Blei im glänzenden Lametta! Stattdessen heißt es: Ab in die Natur! Zapfen und Hagebutten suchen, Walnüsse sammeln und Äpfel trocknen – bunte Wollschleifen drum binden und in der Wohnung verteilen. Für die festliche Beleuchtung (siehe auch nächster Punkt), eignen sich Kerzen in alten Marmeladegläsern. Wer eine kleine Bastelherausforderung sucht, bindet selbst Strohsterne oder formt seinen Weihnachtsschmuck aus Salzteig. Stroh ist übrigens auch ein schöner Lamettaersatz.

2 Die Beleuchtung

Stichwort: Festbeleuchtung! Nichts ist an dunklen Wintertagen stimmungsvoller – und energiesparender – als Kerzenlicht. Deshalb überlegt man bei der blinkenden Lichterkette im Geschäft lieber zweimal (denken Sie an die Stromrechnung!) und konzentriert sich eher auf Kerzen. Aber nicht auf jene aus Paraffin oder Palmöl, darunter leiden die Regenwälder, sondern auf die selbst gemachten. Dafür nimmt man am besten Bienenwachs, Docht, Töpfe, Nägel, eine Vorrichtung zum Trocknen der Kerzen (etwa ein Besenstiel mit Kleiderbügeln) und etwas Zeit – mehr braucht es nicht fürs eigene Adventlicht.

3 Die Weihnachtspost

Wer Zeit hat in der „ruhigen“ Adventzeit, der schreibt gerne die eine oder andere Karte an die lieben Verwandten oder fernen Freundinnen und Freunde. Ja, da ist die Auswahl im Papierwarengeschäft groß, doch erstens kommen die meisten Karten in der Plastikhülle (und werden in Asien gefertigt) und zweitens sind sie selten aus Recyclingpapier. Deshalb empfiehlt es sich auch hier, zu Schere, Buntstift und umweltfreundlichem Papier zu greifen, zu getrockneten Blättern und Blüten und selbst die Karten zu gestalten. Die Freude bei den Empfänger/innen ist unvergleichlich größer. Garantiert!

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4 Der Weihnachtsbaum

Sich den eigenen Christbaum basteln? Man kann es unorthodox angehen und ihn auf Packpapier zeichnen, den Baum aus Möbelstücken zusammenstellen oder die Zimmerpflanze festlich schmücken. Wer es traditionell haben will, der gestaltet einen christlichen Gabenbaum. Der ist heute kaum noch jemandem bekannt, hat aber Tradition: Er besteht aus geschmückten Ästen von Laubbäumen (am besten aus dem eigenen Garten), die nach der Weihnachtszeit wieder verwendet werden können – entweder im Kompost, im Hochbeet oder zum Anheizen eines heimeligen Feuers. All jene, die einen klassischen Weihnachts-Nadelbaum bevorzugen und nachhaltig bleiben wollen, sollten den Baum zumindest aus heimischer, ökologischer Landwirtschaft beziehen. Eine Übersicht an Bezugsquellen bietet da etwa die Umweltberatung.

5 Der Festtagsbraten

Karpfen und Weihnachtsgans haben in Österreich zu Weihnachten Hochsaison. Nachdem die heimischen Haushalte mit eigenem Fischteich oder Gänsegehege sich in der Minderzahl halten, sollte man beim Weihnachtsmahl wenigstens genau auf die Herkunft der Zutaten achten: Bio-Fisch und -Geflügel aus der Region, die Beilagen aus bewusster Landwirtschaft und ebenso aus dem heimischen Umfeld. Es zahlt sich auch aus beim Festtagsschmaus einmal mehr auf Fleisch verzichten – die Fleischproduktion belastet unser Klima nämlich enorm.

6 Die Geschenke für die Kleinen

Zu Weihnachten wollen wir die Kleinsten verwöhnen. Bevor wir aber im Konsumrausch versinken, ist Innehalten angesagt: Worüber freuen sich die Kinder wirklich? Über das zehnte Stofftier und das dritte Smartphone oder vielleicht doch auch über ein Holzspielzeug, das der Opa geschnitzt hat, und über ökologische Fingerfarben (aus Wasser, Mehl, Lebensmittelfarbe), mit denen man mit dem Papa ein Bild malen kann? Das wichtigste in unserer schnelllebigen Zeit ist miteinander verbrachte Zeit. Die kann man sich zwar nicht basteln, aber man kann sie sich nehmen.

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7 Die Geschenke für die Großen

Natürlich freuen sich auch Erwachsene zu Weihnachten über Geschenke. Wer’s nicht übertreiben will mit der familiären Geschenkeflut, der kann Wichteln (auch bekannt unter: Engerl & Bengerl) und eine/n in der Runde mit einem besonderen Geschenk verwöhnen: Ein gestricktes Stirnband, ein Fotobuch mit Bildern des letzten Urlaubs, die Teemischung aus dem eigenen Kräutergarten, die genähte Tablethülle – für kreative Geschenke sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wer zwei linke Hände hat, der kann eine Spende für einen guten Zweck oder ebenfalls Zeit schenken: Ein feines Essen im Spitzenlokal, die Bergwanderung zu Mitternacht oder das Konzert der Lieblingsband zaubert den Liebsten sicherlich ein Lächeln ins Gesicht.

8 Die Verpackung

Wer Zeit schenkt, braucht keine Verpackung und vermeidet jede Menge Müll. Alle anderen, die nicht aufs Ver- und Auspacken verzichten wollen, nutzen recyceltes Papier, verwenden die Zeitung statt zum Lesen zum Einpacken, verstecken die Präsente im Geschenkestoffsackerl oder unter einer Decke. Zum Verzieren eignen sich Schnüre aus Naturfasern und alles was die Natur hergibt: Zweige, Zapfen, Nüsse, Gewürze, Blätter oder etwa getrocknete Früchte.

9 Der Weihnachtsduft

Vanille, Nelken, Zimt und Zucker – mit Weihnachten verbinden wir verschiedene Gerüche und Düfte. Kommen sie nicht von selbst durchs Keksebacken oder Glühweinkochen – oder hängen sie zu dick im Raum, weil zu viel gebacken und gekocht – kann man sich mit selbst gemachtem Raumduft helfen: in ein altes Schraubenglas Natron und den gewünschten Duft geben (ätherische Bio-Öle – erfrischend ist Lavendel, betörend weihnachtlich Nelke), das Glas mit einem feinen Baumwollstoff und einem Band verschließen – und voilá – schon duftet es im ganzen Haus.

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10 Die heilige Familie

Sie sind die eigentlichen Hauptakteure des Weihnachtsfestes, und der Anlass der alljährlichen Zelebration: Maria, Josef und das Jesuskind. Wer die drei samt ihrer Schar an Schäfern und Königen nach Hause einlädt, kann zu Holz, Salzteig, Ton, Farben oder etwa Papier greifen und sich die eigene Heilige Familie zusammenstellen. Nichts ist beschaulicher als ein gemeinsamer Bastelnachmittag, an dem die Heilige Familie unter den eigenen Händen entsteht. Es ist das wohl wertvollste – und da langlebig – auch nachhaltigste Weihnachtsgeschenk, dass man sich selbst machen kann.

Autorin: Maria Schoiswohl

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