Bergmähder / Bergwiese

Bergmähder sind Wiesen im Gebirge, die regelmäßig gemäht werden. Dadurch gewinnt man Heu als zusätzliches Winterfutter für das Vieh. Da Bergmähder meist steil sind, eignen sie sich nicht für Weidetiere.

Allgemein

Entstehung

Bergmähder entstanden meist schon vor Jahrhunderten durch Roden des Bergwaldes. Heute bilden sie sozusagen den oberen Rand der Kulturlandschaft im Gebirge. Da Bergmähder in der Regel nicht gedüngt werden, liefern sie nur relativ wenig Heu, dafür aber sehr hochwertiges.

Bedeutung (u. a.)

  • Bergmähder sind ausgesprochen artenreich. Auf den Bergwiesen der Mussen im Kärntner Lesachtal etwa wurden bisher 1.100 Tierarten nachgewiesen. Allein 221 Schmetterlingsarten kommen hier vor. Ihre Raupen brauchen oft eine ganz bestimmte Futterpflanze, ebenso die Schmetterlinge zur Eiablage. Auf den Bergmähdern der Mussen finden sie sie.
  • Das verlockende Nahrungsangebot von Bergmähdern zieht Wild an (z. B. Rehe). Dadurch können Verbissschäden im angrenzenden Schutzwald verringert werden.
  • Bergmähder sind als attraktive Erholungslandschaften auch für den Tourismus wichtig.

Pflege

Bergmähder werden meist nur einmal pro Jahr im Sommer gemäht, manchmal auch nur jedes zweite Jahr („halbschürige Nutzung“). Wegen der Steilheit und Unzugänglichkeit geschieht dies oft mit dem Motormäher oder gar per Sense. Manche Mähder sind so steil, dass man beim Mähen Steigeisen braucht. Anschließend wird das gemähte Gras oft noch händisch zusammengerecht („z’sammg’heigt“) und dann mit einem Fahrzeug ins Tal gebracht. Vereinzelt wird das Heu aber auch nach wie vor in Heustadeln (auch: „Heuschupfen“) zwischengelagert und erst im Winter ins Tal befördert – in Form von mehreren hundert Kilo schweren Heuballen, mit menschlichen „Bremsern“ oder am Heuschlitten („Heuziehen“).

 

Zahlen & Fakten

Bedrohung

Viele Bäuerinnen und Bauern geben das mühsame und unrentable Mähen der Bergwiesen auf. Die Wiesen wachsen dann mit Gehölzen zu, konkurrenzstarke Pflanzen und Tiere verdrängen die typischen Arten der Bergmähder. Bergmähder zählen heute zu den gefährdetsten Lebensräumen Mitteleuropas. Von 1960 bis 2016 haben Österreichs Almen und Bergmähder dramatisch abgenommen: von 921.000 ha auf 352.000 ha.

 

In günstigeren, tieferen Lagen werden Bergmähder mitunter gedüngt, um mehr Ertrag zu erzielen. Dort verschwinden die typischen Bergmähder-Pflanzen ebenso. Denn sie sind „Hungerkünstler“, die mit wenig Nährstoffen auskommen. Wenn gedüngt wird, verlieren sie diesen Konkurrenzvorteil.

 

Image
blühende Bergwiese in Salzburg

Verwandte Naturerlebnisse

Titelbild Fallback

Waldwochen 2019:Tagescamps in den Ferien

22. Juli | Ab 08:30
Icon Pin_brown

Purkersdorf 3002
Österreich

Purkersdorf, 3002

Veranstalter: Naturpark Purkersdorf-Sandstein-Wienerwald

In diesem Camps können Kinder Erfahrungen sammeln, die ihre Verbindung zur Natur stärken und die es ihnen erlaubt, sich in der Natur zu Hause zu fühlen. Durch kreatives Spielen und Entdecken, arbeiten die Kinder in kleinen Gruppen zusammen und erlangen Achtsamkeit gegenüber Natur und Wissen über Pflanzen, Säugetiere, Spurenlesen, Vögel und Überlebenstechniken. Freitag verkürzt mit 5,5 Stunden

Waldwochen 2019:Tagescamps in den Ferien Der Fährte folgen
Titelbild Fallback

Nationalpark Jungforscherclub Mallnitz - Scheue Waldbewohner und ihr Lebensraum

22. Juli | Ab 09:00
Icon Pin_brown

Mallnitz 36
Mallnitz 9822
Österreich

Mallnitz, 9822

Veranstalter: Nationalpark Hohe Tauern Kärnten

Bist du gerne in der Natur unterwegs, zwischen 6 und 10 Jahre alt und möchtest in den Sommerferien etwas erleben?Dann ist der Nationalpark Jungforscherclub genau das Richtige für dich.

Gemeinsam mit Nationalpark Rangern geht es auf Abenteuertouren durch Wälder und Berge. Gewässer erkunden, mit Naturmaterialien basteln oder Tricks für das Überleben in der Wildnis erlernen - der Nationalpark Jungforscherclub biete jede Menge Spaß und Abenteuer!

Scheue Waldbewohner und ihr Lebensraum:
Wann:22.07.2019, 09:00 - 13:00 Uhr
Wo: Besucherzentrum Mallnitz, 9822 Mallnitz 36

Preis:
pro Veranstaltung € 7.-
Forscherausweis € 32.- (Berechtigt zur Teilnahme an sieben Veranstaltungen inkl. Willkommensgeschenk)
gratis mit NP Kärnten Card (Eltern)

Ausrüstung:
stabiles Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Rucksack mit Getränk und Jause

Nationalpark Jungforscherclub Mallnitz - Scheue Waldbewohner und ihr Lebensraum Der Fährte folgen
GeoWekstatt

GeoWerkstatt

21. Juli | Ab 09:00
Icon Pin_brown

GeoWerkstatt Akogl Straße
Gams bei Hieflau 8922
Österreich

Gams bei Hieflau, 8922

Veranstalter: Naturpark Steirische Eisenwurzen

Alles dreht sich um den Stein
Jung und Alt können bei einem spannenden Workshop in der GeoWerkstatt selbst Hand anlegen und vorgefertigte Anhänger zu Schmuckstücken weiterverarbeiten und als persönliches Souvenir mit nach Hause nehmen.

Während der ca. 2 Stunden wird aber nicht nur das persönliche Andenken selbst geschliffen und poliert, sondern es werden auch gesammelte Steine geschnitten und bestimmt.

Dauer: 1,5–2 Stunden
Termine buchbar von April bis Okt., im Juli und August täglich geöffnet von 9-13:00 und 15:00-18:00.
Besuchen Sie auch das GeoRama, den GeoPfad, die Nothklamm und die Kraushöhle.

GeoWerkstatt Der Fährte folgen