Milch

Milch ist ein naturnahes, nährstoffreiches Getränk. Es wird von Säugetieren zur Ernährung ihrer Nachkommen produziert. In Österreich ist insbesondere Kuhmilch ein wichtiges Grundnahrungsmittel für den Menschen.

Allgemein

Inhaltsstoffe

100 g Milch enthalten ca.

  • 87,5 g Wasser
  • 3,3 g Eiweiße (v. a. Kasein)
  • 4,8 g Kohlenhydrate (v. a. Laktose = Milchzucker)
  • 3,5 g Fett
  • Kalzium (120 mg)
  • Vitamine (A, B, C, D, E, K)
  • Mineralstoffe (z. B. Natrium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink)

 

Milch ist eine der am einfachsten verfügbaren und günstigsten Eiweißquellen für den Menschen. Vor allem Kinder, Schwangere, Stillende und SportlerInnen brauchen viel Eiweiß. Ohne Milch ist auch unser Kalziumbedarf schwer abzudecken: Wir benötigen etwa 1 g pro Tag, um Knochen und Zähne stark zu halten.

 

Melken & Transport

Am Bauernhof werden die Kühe zwei Mal täglich gemolken (morgens und abends), heutzutage meist mit Melkmaschinen. Die weitgehend unbehandelte Milch („Rohmilch) wird gekühlt, vom Milchwagen abgeholt (täglich oder jeden zweiten Tag) und in die Molkerei gebracht.

 

Milchverarbeitung, Milchsorten, Milchprodukte

Rohmilch wird in Molkereien weiterverarbeitet. Dadurch entstehen unterschiedliche Milchsorten oder eine Vielzahl an weiteren Milchprodukten: z. B. Käse, Butter, Molke, Rahm, Topfen (Quark), Joghurt, Buttermilch, Schlagobers (Sahne).

Details: siehe Stichwort „Milchverarbeitung“ im Naturlexikon!

 

Qualitätskontrolle & Gütesiegel

Die Qualität österreichischer Milch wird streng kontrolliert – vor, während und nach der Milchverarbeitung. Milch kann mit einer Reihe von Gütesiegeln versehen sein, bei denen verschiedene Anforderungen erfüllt werden müssen: z. B. AMA-Gütesiegel, AMA-Biosiegel, EU-Biosiegel, „ohne Gentechnik hergestellt“.

 

Laktoseintoleranz

Vielen Erwachsenen in Asien und Afrika fehlt das Enzym Laktase. Dadurch können sie Laktose (Milchzucker) nicht zu Glukose und Galaktose abbauen. Das führt zu körperlichen Beschwerden, z. B. Bauchschmerzen oder Durchfall. In Mitteleuropa ist diese Laktoseintoleranz deutlich seltener. Laut Schätzungen sind hier 2 bis 20 % der Menschen betroffen. Sie greifen häufig auf laktosefreie Milch zurück. In ihr ist die Laktose-Verdauung sozusagen schon vorweggenommen, der Milchzucker schon „vorgespalten“. Laktoseintoleranz ist keine Milchallergie. Letztere ist seltener, gefährlicher und tritt v. a. bei Kindern auf.

 

Zahlen & Fakten

Milchkühe & Milchmenge

541.000 Milchkühe in Österreich erzeugen jährlich rd. 3,71 Mio. Tonnen Rohmilch (durchschnittlich ca. 6.900 kg pro Tier). 89 % (3,31 Mio. Tonnen) davon gehen an die Molkereien, der Rest wird am Bauernhof verbraucht (für Mensch und Tier). Der Bioanteil bei Milch beträgt rund 18 %. Vom Anteil her liegt Österreich damit EU-weit an der Spitze.

Weiters produzieren 27.300 Schafe rd. 12.000 t Rohmilch (rd. 440 kg pro Tier). 35.000 Ziegen erzeugen 23.100 t Rohmilch (rd. 660 kg pro Tier).

 

Herr und Frau Österreicher konsumieren rd. 80 kg Trinkmilch pro Jahr (inkl. Joghurt und Sauermilch). Insgesamt lässt sich der Milchbedarf in Österreich leicht abdecken, denn hierzulande wird mehr Milch erzeugt als benötigt wird (Selbstversorgungsgrad bei Konsummilch: 166 %).

 

Regionen & Betriebe

In Österreich liefern ca. 29.000 landwirtschaftliche Betriebe Milch an Molkereien ab. Sie erhalten pro Liter Milch derzeit rd. 40 Cent (Milchpreis ist Schwankungen unterworfen!). Biobetriebe erzielen höhere Milchpreise, dafür ist die Milchleistung der Kühe auf diesen Betrieben meist geringer als auf konventionellen Bauernhöfen. Früher erzeigten Höfe in ganz Österreich Milch – quasi flächendeckend. Mittlerweile hat sich die Rinder- bzw. Milchviehhaltung stark auf die Grünlandregionen und die Berggebiete zurückgezogen. 70 % der österreichischen Milchbetriebe befinden sich in Berggebieten. Insgesamt sind die milcherzeugenden Betriebe seit dem Jahr 1980 um fast drei Viertel zurückgegangen. Ein Drittel der heimischen Milch kommt aus Oberösterreich, den höchsten Bioanteil hat Salzburg.

 (Quellen: AMA, BMNT; alle Zahlen bezogen aufs Jahr 2017, sofern nicht anders angegeben)

 

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