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Steirerkas ist eine Käsespezialität aus dem österreichischen Bundesland Steiermark. Man unterscheidet zwei regionale Sorten: den Murtaler Steirerkas im oberen Murtal und den Ennstaler Steirerkas im steirischen Ennstal und seinen Nebentälern (z. B. Sölktäler). Beide Sorten sind Sauermilchkäse.

Allgemein:

Geschichte

Um nach harter Arbeit wieder zu Kräften zu kommen, brauchten steirische Knechte, BäuerInnen, SennerInnen oder Bergleute früher ein kalorienreiches Grundnahrungsmittel mit erschwinglichen Zutaten: den Steirerkas. Über Jahrhunderte wurde er zum Eigenbedarf produziert – auf Almhütten, wo überschüssige Milch schnell verdorben wäre. Daher trennte man die Magermilch vom Rahm und verwandelte beides zu haltbareren Produkten: die Magermilch zu Steirerkas, den Rahm zu Butter. Aus 60 Litern Milch lassen sich zwei Kilogramm Butter und vier Kilogramm Steirerkas erzeugen. Auch heute noch wird Steirerkas nach traditionellem Rezept hergestellt. Das ehemalige „Arme-Leute-Essen“ wird mittlerweile jedoch als Delikatesse gehandelt – die allerdings nicht jedem liegt.

Aussehen, Geschmack, Verwendung

Denn speziell der Ennstaler Steirerkas ist nichts für zart Besaitete – weder optisch noch geschmacklich: Ein bröseliger Mürbkäse, mit bräunlicher bis graugrüner, marmorierter Farbe. Auch sein Aroma ist nicht jedermanns Sache: intensiv, kräftig, zeitweise fast schon scharf bis aufdringlich. Den Ennstaler Steirerkas isst man am Butterbrot, in Kasnocken oder als „Steirerkaskrapfen“: eingewickelt in „Roggane“ (frisch herausgebackene Roggenmehl-Krapfen), oft zusammen mit Sauerkraut.

Der Murtaler Steirerkas dagegen ist ein weicher, „elastischer“, aber schnittfester Schmelzkäse. Er ist blassgelb bis grünlich und schmeckt herzhaft-würzig. Auch er wird am Butterbrot genossen, aber auch in Eierspeisen oder in der Murtaler Steirerkassuppe.

Herstellung:

Details zur Käseherstellung allgemein: siehe Stichwort „Käse“ im Naturlexikon!

Ennstaler und Murtaler Steirerkas entstehen aus demselben Ausgangsprodukt: Saurer Magermilch von der Kuh. Sie wird durch Milchsäurebakterien eingedickt und erhitzt, wodurch sich Topfen und Molke trennen. Der nasse Topfen (= Kasbruch) wird abgeschöpft, im Leinentuch ausgepresst und gewürzt.

Hier trennen sich die Herstellungswege:

  • Beim Ennstaler Steirerkas wird der Topfen in die typische Kegelstumpfform gepresst. Nach etwa einem Tag wird der Käse aus der Form herausgestürzt und in einem warmen Raum getrocknet („aufbaht“), bis seine Rinde aufspringt und typische Risse zeigt. Nun reift der Käse 4-8 Wochen lang – je länger, desto intensiver das Aroma. Dabei bekommt er sein klumpiges Aussehen.
  • Beim Murtaler Steirerkas dagegen kommt der Topfen nach Abtrennen und Auspressen in eine flache Schüssel. Dort reift er 2-3 Tage, abgedeckt mit einem Tuch. Währenddessen wird immer wieder umgerührt, bis der Topfen glasig wird. Dann wird er mit Kümmel, Salz und Pfeffer gewürzt. Manchmal wird auch etwas Milch zugegeben. Schließlich wird die Masse in heißer Butter oder Butterschmalz geschmolzen, bis eine zähe, „klebrige“ Masse entsteht, die man abkühlen lässt.
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Laibe mit Ennstaler Steierkas im Regal einer Hütte

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

22. Juli |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
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