Weinlese / Traubenlese / Weinernte

Unter Weinlese versteht man das Ernten der Weintrauben im Weingarten/Weinberg. Das Wort „Weinlese“ leitet sich vom „Lesen der Ernte“ – also dem genauen Anschauen und Aussortieren der Trauben – ab.

Allgemein

Die Weinlese zieht sich in Mitteleuropa vom Spätsommer bis in den Dezember (Eiswein). Die Ernte per Hand ist für die Rebe besonders schonend und die Trauben werden dabei direkt einer „Auslese“ unterzogen, so dass nur die reifen und gesunden Beerenfrüchte weiterverarbeitet werden. Die Trauben werden dabei mit einer „Rebschere“ als Ganzes von der Rebe geschnitten.

Bei der maschinellen Ernte mit dem „Vollernter“ werden die Reben geschüttelt, so dass nur die reifen Beeren abfallen. Aber auch Blätter und kleine Äste fallen von den Reben, die durch ein Gebläse größtenteils entfernt werden.

Zeitpunkt der Weinlese

Der Zeitpunkt der Ernte ist für die Qualität des Weins entscheidend, bzw. entscheidet auch über die Art des Weins, die hergestellt werden soll. Je nach Rebsorte, Lage des Weingartens und Witterungsverhältnissen reifen die Trauben unterschiedlich rasch.

Die Beeren werden einer so genannten „Reifeprüfung“ oder „Reifemessung“ unterzogen, in der der Zucker- und Säuregehalt gemessen wird. Ein erfahrener Winzer, eine erfahrene Winzerin kann den Reifegrad der Beere durch das Essen dieser bestimmen, oder aber mit dem „Refraktometer“ ermitteln – einem optischen Gerät, das durch die Lichtbrechung des Traubensaftes die Reife der Traube in „Grad Oechsle“ (benannt nach dem Erfinder Ferdinand Oechsle) anzeigt. Je länger die Trauben bei sonnigem, warmem Herbstwetter an der Rebe hängen, desto mehr Zucker und Extrakt können sich in der Beere bilden.

Besondere Qualitätsweine werden mit dem Prädikat „Auslese“ versehen. Es handelt sich dabei um Spitzenweine, bei denen die Trauben nach gewissen Kriterien ausgelesen werden, wie z.B. bei folgenden Weinen:   

Eiswein

Bei der Herstellung von Eiswein werden die Trauben so lange an der Rebe gelassen, bis die Temperaturen unter -7°C fallen. Die Trauben müssen im noch gefrorenen Zustand geerntet und sofort weiterverarbeitet werden. Ein hoher Verlust, weil viele Beeren schon vorher von der Rebe fallen, machen den Eiswein besonders rar. Der Wein selbst ist höchst konzentriert, sehr süß und äußerst aromatisch.

Trockenbeerenauslese

Bei diesem Prädikat für Qualitätsweine werden so genannte „edelfaule Beeren“ verwendet. Durch spezielle Witterungsbedingungen im Herbst (Frühnebel, warme Tage) wird die Traube vom Schimmelpilz Botrytis cinerea, auch Grauschimmel genannt, überzogen. Durch den Pilz werden die Häute der Beeren perforiert, wodurch sie austrocknen. Gleichzeitig wird der Zucker durch Sonneneinstrahlung konzentriert. Da die klimatischen Bedingungen nur in wenigen Gebieten Österreichs für eine Beerenauslese ideal sind (z.B. Burgenland, Südsteiermark), sind die Weine besonders rar und wertvoll. Geschmacklich sind sie sehr intensiv und weisen eine konzentrierte Natursüße auf. In der Regel sind diese Weine sehr lange haltbar und reifen in der Flasche nach.  

 

Zahlen & Fakten

Die Weinlese in Österreich findet aufgrund des Klimawandels immer früher statt. 2018 beispielsweise war ein besonders warmes Jahr, in dem mit der Weinlese im Burgenland bereits Mitte August begonnen werden konnte.

Produktionszahlen Wein in Österreich

Weinernte 2018 gesamt: 2,75 Mio. hl (um 24% mehr als der Schnitt der letzten 5 Jahre)

Weinbestand 2018: 2,66 Mio. hl

 

(Quellen: Statistik Austria, Weinernte 2018; Österreichwein: Prädikatsstufen)

 

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