Zu den Naturerfolgen

Freiwillig für den Erhalt der Artenvielfalt in einer der schönsten Naturlandschaften Österreichs arbeiten? Bei sommerlichen Temperaturen auf Berggipfeln steile Wiesen in Handarbeit abheuen? Dadurch wertvolle Kulturlandschaftsflächen offenhalten und dabei noch das Beste, kräuterreichste und gesündeste Heu produzieren? Klingt nach Utopie, aber dies ist die Tätigkeit der jungen und engagierten Mitglieder des Vereins „Bergwiesn“ in der Nationalparkgemeinde Molln. Leidenschaftlich vollbringen sie das, was sonst niemand mehr macht. Sie geben gefährdeten Pflanzen, Insekten und Tieren den so dringend benötigten Lebensraum von extensiv bewirtschafteten Mähwiesen wieder zurück. Eine bunte Truppe aus Jugendlichen und jung gebliebenen LiebhaberInnen unseres Naturerbes mit einem Hang zum Steilhang!

Vision von "Bergwiesn"

Wir schaffen und erhalten wieder blühende und artenreiche Bergwiesen, die Hotspots der Biodiversität im alpinen Raum.

Über unseren Partner „Bergwiesn“

Der Verein Bergwiesen hat im Jahr 2015 begonnen in der Gemeinde Molln immer mehr der noch vorhandenen Bergmähwiesen wieder zu bewirtschaften und diesen so wertvollen wie gefährdeten Biotoptyp langfristig zu erhalten und Flächen wieder in bewirtschaftbaren Zustand zurückzuführen. Der Verein mäht und heut diese oft extrem steilen und abgelegenen Flächen und haben uns in vier Jahren von sechs auf knapp 40 Hektar bewirtschafteter Flächen weiterentwickelt. Wir arbeiten mit Freiwilligen, Schulgruppen und ehrenamtlichen Mitgliedern. In vier Jahren sind über 40 Personen dem Verein beigetreten.

Der Verein Bergwiesn trägt mit seinen Aktivitäten und Maßnahmen erheblich zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der charakteristischen Lebensräume und ihrer Artenvielfalt in den Natura 2000 Europaschutzgebieten "Nationalpark Kalkalpen und Umgebung", "Planwiesen" und "Schluchtwälder der Steyr- und Ennstaler Voralpen" (FFH- und Vogelschutzgebiet) bei.

Was macht das Projekt und die geschützten "Bergwiesen" in Molln so wertvoll und schützenswert?

Bergmähwiesen werden im gesamten Ostalpenraum nicht mehr bewirtschaftet und sind fast zur Gänze bereits verschwunden. Dieser einzigartige Lebensraum ist nur durch die jährliche Mahd und den Abtransport des Mähgutes erhaltbar. Vor allem wegen der Unrentabilität und des immensen Arbeitsaufwandes wurde die Bewirtschaftung überall aufgegeben. Unsere Motivation ist der Erhalt der Restflächen in unserem Einzugsgebiet und ein Vorbild für andere Regionen zu sein, denn mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist eine Bewirtschaftung wieder möglich. Außerdem ist das Heu dieser Flächen extrem wertvoll, da es voll von seltenen und wirkungsvollen Bergkräutern ist. Wir sind in dieser Form einzigartig.

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Freiwillige des Vereins Bergwiesn rechen das Heu zusammen

Welche Herausforderungen versucht "Bergwiesn" zu lösen?

Die Bewirtschaftung erst garantiert die Artenvielfalt und den Erhalt dieser Flächen. Und diese Bewirtschaftung ist extrem arbeitsintensiv und fast ausschließlich in Handarbeit zu schaffen. Spezielle Hangmäher sind die einzige Möglichkeit Wiesen dieser Größe und Steilheit zu Mähen. Die Anfahrt und der Zustieg zu den Bergwiesen ist oft lange und mühsam (bis zu zwei Stunden Zustieg). Diese Geräte sind kosten- und wartungsintensiv, wir versuchen durch die Vermarktung des Heus diese hohen Investitionen zu decken und das Bewirtschaften in eine rentable Tätigkeit umwandeln bei der aktiver Umwelt- und Naturschutz auch ein wirtschaftlicher Erfolg sein kann.

An welchen Lösungen arbeitet "Bergwiesn"?

Bergwiesn will eine Vermarktung des wertvollen Bergwiesenheus etablieren und somit die Tätigkeit in eine Rentabilität zurückführen.

Wie unterstützt Blühendes Österreich „Bergwiesn“?

Der Verein Bergwiesn bekommt pro Jahr 14.200€ Flächenprämien von Blühendes Österreich durch das Programm FLORA. Zudem erhält Bergwiesn 2018-2019 ein Mentoringprgramm bei dem die Stärkung des Vereins im Zentrum steht. Zum Beispiel entwickelte der Verein ein Business Modell, ein Wirkungsmodell, arbeitete an seiner Kommunikation nach außen und verbesserte dadurch sein Knowhow für einen langfristigen Erhalt der Biodiversität. Die weltweit renommierte Organisation Ashoka stellt 35 Jahre Erfahrung im Aufbau von erfolgreichen SozialunternehmerInnen zu Seite und führte die Workshops durch. 

Wie unterstützt Blühendes Österreich die FLORA und Fauna im Projekt und wie profitieren auch indirekte Begünstigte?

Durch die Unterstützung von Blühendes Österreich werden vor allem Investitionen zum Abtransportieren des Heus von den entlegenen Flächen ermöglicht. Die Workshops von Blühendes Österreich in Zusammenarbeit mit Ashoka helfen Bergwiesn in der Entwicklung einer rentablen und langfristig uns finanzierenden Vermarktung des Heus. Ebenfalls unterstützen die Biologen von Blühendes Österreich, die ARGE Schrefler Komposch bei wichtigen fachlichen Sichtweisen und geben Bearbeitungshinweise auf den Bergwiesen. Ein wissenschaftliches Monitoring ist bei aktivem Naturschutz dieser Art besonders hilfreich und öffentlichkeitswirksam.

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ein Mann mäht mit einem Balkenmäher

Geografie

Die Wiesen sind allesamt in Hang- bis Steilhanglage (20-140% Hangneigung). Die Flächen erstrecken sich bis in Gipfelregionen um 1.400 Meter der oberösterreichischen Voralpen.

Klimatische Besonderheiten

Der hohe Niederschlag der Nordstaulage und der trockene Wiesenuntergrund des Kalkgesteins ermöglichen eine besondere Artenvielfalt auf den Wiesen.

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen sowie Biotoptypen werden erhalten? 

Helm-Knabenkraut, Mücken-Händelwurz, Pyramidenständel, Hummel-Ragwurz – all diese Arten sind heimische Orchideen, die in den Mitteleuropäischen basenreichen Mäh-Halbtrockenrasen wachsen. Aber auch Karthäuser-Nelke, Skabiosen-Flockenblume, Aufrechter Ziest und viele andere Arten tragen zum bunten Erscheinungsbild der Wiesen bei. Diese Vielfalt an Pflanzenarten bietet wiederum Lebensraum für zahlreiche Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge wie den Segelfalter. Eine Faustzahl lautet: Auf eine Pflanzenart kommen 10 Insektenarten. Bei einer Artenzahl von oft über 50 Pflanzenarten auf 25 m2 kann man sich die Vielfalt an Tierarten leicht ausrechnen.

Wie kann man die Organisation unterstützen?

Mitmachen! Durch die eigene Arbeit einen sichtbaren und spürbaren Einfluss auf schützenswerte Naturlandschaften ausüben. Das Mähen und Abheuen ermöglicht erst die Vielfalt auf der Wiesenfläche. Die prägende Erfahrung der Arbeit in – mit – für die Natur lässt diese zum unvergesslichen Erlebnis werden! Man braucht keine Vorkenntnisse. Motivation und Trittsicherheit sind die optimalen Voraussetzungen! Die Termine findet ihr auf unserer Homepage und im Veranstaltungskalender von Blühendes Österreich!

 

Naturmagazin-Redakteur Stefan Agnezy hat das Projekt in Molln besucht, mehr dazu hier

Zu den Naturerfolgen
Projektträger
Bergwiesn – Kulturlandschaftserhaltungsverein Steyrtal
Projekttitel
FLORA Region Bergwiesn
Region
Pyhrn Eisenwurzen, Nationalpark Kalkalpen, Region südöstliches Oberösterreich
Größe der geschützten Fläche
26 Hektar
Geschützter Biotoptyp
Halbtrockenrasen, Bergmähwiesen
Geschützte Tierarten
verschiedenste Insekten, Vögel & Schmetterlinge wie der Schachbrettfalter
Geschützte Pflanzenarten
Allium carinatum, Astrantia major, Buphtalmum salicifolium, Campanula patula, Centaurea scabiosa, Dianthus carthusianorum, Linum viscosum, Orchis ustulata, Ranunculus bulbosus, Salvia glutinosa, Sanguisorba minor
Finanzierungsanteil Blühendes Österreich
71.000 € (2018-2022)

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Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Edelhof

12. Febr. |
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Veranstalter: Verein Land-Impulse

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Weiterer Kurstermin in Warth: 26.01.2026 

 

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

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Der Fährte folgen