Zu den Naturerfolgen

Der Blaurackenverein LEiV und sein Bio-Partnerbetrieb Eduard Tropper beweiden naturschutzfachlich hochwertige Talbereiche im Sulzbach- und Poppendorferbach-Tal rund um Straden, im letzten Blauracken-Brutgebiet Österreichs mit Zebu-Rindern und tragen dadurch zur Biotopvernetzung durch die Täler bei. Durch die Beweidung soll die Insekten-Biomasse und somit die Nahrungsgrundlage für seltene Offenlandvögel, wie Blauracke, Braunkehlchen oder Wiedehopf ansteigen. Die Nutzung mobiler Weideunterstände ist ein innovativer Ansatz, der für andere Landwirte ein Vorbild sein soll.

Das Projekt „Etablierung eines mobilen Weidemanagements in Tallagen des Europaschutzgebietes „Südoststeirisches Hügelland“ wird im Rahmen von Werkstatt Innovation Natur WIN #landwirtschaft unterstützt und begleitet. WIN ist ein Gemeinschaftsprojekt von Blühendes Österreich, Impact Hub Vienna und BirdLife Österreich. Mit WIN werden zwischen 2026 und 2029 österreichweit Projekte zu Landwirtschaft und Naturschutz zur Verfügung gestellt. Blühendes Österreich stellt dafür € 1 Mio. zur Verfügung. Die Begleitung wird mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union umgesetzt und über das Programm "Biodiversität jetzt!" kofinanziert. Die Projektfinanzierung von Blühendes Österreich wird durch Pfandspenden von BILLA Kund:innen ermöglicht.

Unsere Vision

Weite Talbereiche im Europaschutzgebiet sollen wieder tauglich für die Offenlandvögel werden. Der Schwund unter den Landwirten gibt in Zukunft viele Flächen frei. Diese sollen durch Heueinsaat und Portions-Beweidung rasch in Biotopflächen umgewandelt werden.

Konkrete Ziele im Projekt

-    Etablierung von ca. 10 ha extensiven Weideflächen
-    Betrieb von 3 mobilen Weideunterständen (einer bereits existierend)
-    Halten und betreuen von 3 Zwergrinderherden (eine existierend)
-    Steigerung der Insektenbiomasse und Pflanzenvielfalt: > 50 Arten auf Weideflächen und vor allem auch die Abundanz von Zielvogelarten mit Hilfe von künstlichen Nisthilfen (Monitoring).

Motivation für das Projekt

Das letzte Brutgebiet der Blauracken in Österreich liegt um Straden, meist im Talgebiet des Sulzbachtales. Wir wollen den Brutvogel hier erhalten und tun seit 30 Jahren dafür alles, was möglich ist. Wir stellen ihnen unsere Betriebsflächen zur Verfügung und bewirtschaften diese hinsichtlich eines hoffentlich steigenden Insektenreichtums.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Der Naturschutzverein „Lebende Erde im Vulkanland“ kurz LEiV, in der Bevölkerung auch als „Blaurackenverein“ bekannt, besteht seit 2003 und ist aus einer Pacht- und Pflegegemeinschaft, die 1998 zusammenkam hervorgegangen. Der Verein hat mittlerweile um die 1.400 Mitglieder. Die Mitglieder setzen sich aus LandwirtInnen, GrundeigentümerInnen und NaturschützerInnen zusammen.
Projektpartner Edi Tropper ist Bio-Rinderhalter und Biowinzer in Straden. Für innovative landwirtschaftliche Ideen sorgt Edi Tropper immer wieder. Mit seinen Themen „Terra preta, Vitiforst und Zebu-Dung“ gehört sein Betrieb zu den regionalen Highlights in der Landwirtschaft.

Was finanziert Blühendes Österreich

Zwei mobile Unterstände für jeweils 20 - 25 Rinder, den Auftrieb, den Weidezaun und die Umstellung und Betreuung der Weiderinder.

Welche Herausforderungen werden gelöst

Notwendige Unterstände, welche von einer Weidefläche zur nächsten überstellt werden können, ohne dafür Fläche zu verbrauchen. Wir können dadurch auch kleinere Flächen beweiden. Der fehlende Festmist als Grundlage für das Insektenwachstum in der Landschaft wird wieder hinzugefügt.

Was ist das Besondere am Projekt

Wir adaptieren ein ausgeräumtes Talgebiet durch Beweidung für eine seltene Vogelart und viele andere, die ebenfalls von der Maßnahme profitieren werden. Weideflächen findet man bei uns nur noch am Hang und nicht mehr im Talboden. Dort dominieren Ackerbaubetriebe. Durch die Nutzung mobiler Weideunterstände ist eine größere Flexibilität und die Beweidung kleinerer Flächen möglich.

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?

Es werden an die Weideflächen angrenzende wasserführende Gräben, Feldwege mit Wiesenrändern und Einzelbäume erhalten. Biodiversitätsflächen entlang der Gräben und Altgrasbestände für Bodenbrüter (wie Schwarzkehlchen), Offenlandvögel (wie Blauracke oder Wiedehopf), Dungkäfer und Hochstaudenpflanzen werden geschaffen. 

Geografie der Projektregion

Das Steirische Vulkanland liegt in der Südoststeiermark und ist durch 40 erloschene Vulkane geprägt. Hügelkämme und Gräben durchziehen das Oststeirische Hügelland - ein Sedimentbecken, und die Grabenlandbäche entwässern es hin zur Mur nach Süden. Die breiteren Talflächen eignen sich für die Offenlandvögel und bilden ein traditionelles Brutgebiet auch für Bodenbrüter, wie Wachtel oder Wachtelkönig, ehemals auch Rebhuhn und Feldlerche. 

Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?

Unser Verein finanziert sich durch den landwirtschaftlichen Betrieb und einer Basisförderung des Landes Steiermark für die Koordination und Durchführung zahlreicher Artenschutzprojekte im Bezirk Südoststeiermark. 
Wir brauchen dafür jedoch Eigenmittel, welche wir nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträgen, sowie durch den Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten (Heu und Obst) erwirtschaften können.
 

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
Verein Lebende Erde im Vulkanland - LEiV
Weitere Projektpartner:
Eduard Tropper
Projekttitel:
Etablierung eines mobilen Weidemanagements in Tallagen des Europaschutzgebietes „Südoststeirisches Hügelland“
Region:
Südoststeirisches Hügelland
Größe der verbesserten Fläche:
10 Hektar
Geschützter Biotoptyp:
6510 Magere Talmähwiesen
Geschütze Tierarten:
Blauracke (Coracias garrulus), Weißstorch (Ciconia ciconia, Neuntöter (Lanius collurio), Rotkopfwürger (Lanius minor), Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe), Braunkehlchen (Saxicola rubetra), Kiebitz (Vanellus vanellus), Wiedehopf (Upupa epops), Zwergohreule (Otus scops), Steinkauz (Athene noctua)
Geschützte Pflanzenarten:
Langblatt-Ehrenpreis (Veronica maritima), Wiesen-Glanzraute (Thalictrum lucidum), Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica), Filz-Segge (Carex tomentosa), Schlank-Segge (Carex acuta)
Projektdauer:
2026-2028
Finanzierung von Blühendes Österreich:
56.000 €
Gesamtkosten Projekt:
88.700 €

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

4. Sep |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
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