Zu den Naturerfolgen

Im Gainfarner Becken renaturieren die Vöslauer Pfadis unter dem Motto „Rettet die Aubachwiese!“ eine der selten gewordenen Feuchtwiesen auf einer Fläche von 2,9 Hektar durch Schwenden und einschürige Mahd. Dieses Konzept arbeitet mit naturpädagogischen Elementen, die Kinder und Jugendlichen sollen zur Mitarbeit und Mithilfe motiviert werden. Dabei kommt dem Landschaftspflegeverein Thermenlinie­-Wienerwald-Wiener Becken (LPV) eine unterstützende und anleitende Funktion zu.

Blühendes Österreich - BILLA gemeinnützige Privatstiftung (Blühendes Österreich) ermöglicht mit dem Award Changemaker #nature jungen Menschen und Jugendorganisationen, sich für Biodiversität und Klimaschutz stark zu machen. Dieses Projekt wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert.

Unsere Vision

Mit dem Projekt „Rettet die Aubachwiese!“ setzen wir uns für eine artenreiche Feuchtwiese ein, die ganz konkret wieder neuen Lebensraum für wichtige Arten bildet.

Konkrete Ziele im Projekt

Gemeinsam wollen wir – die Pfadfinder:Innen Bad Vöslau mit ungefähr 60 Personen – die Feuchtwiese beim Aubach wiederherstellen. Sie liegt im Gainfarner Becken und wurde im Kulturlandschaftsprojekt von Bad Vöslau als wertvolle Fläche ausgewiesen. Mahd 1x im Jahr und Schwenden wurden empfohlen, jedoch leider nie umgesetzt. Die Wiese ist schon stark verschilft und teilweise mit größeren Gehölzen bewachsen. Wir möchten nicht länger zuschauen, sondern uns für den wertvollen Lebensraum einsetzen und gemeinsam die empfohlenen Maßnahmen umsetzen. Wir schneiden die Büsche und Bäume teilweise weg (manche bleiben als Lebensraum-Bereicherung) und mähen den gesamten verschilften Wiesenbewuchs 1x im Jahr. In den Jahren 2023, 2024 und 2025 wollen wir uns jeweils zwei Tage im Jahr für die Feuchtwiese einsetzen. Die Biolog*innen des Landschaftspflegevereines Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken unterstützen uns mit ihrem Know how.

Motivation für das Projekt 

Wenn wir alle zusammenhelfen, haben wir die Chance, einen ganz besonderen und seltenen Lebensraum wiederherzustellen und zu erhalten. Wenn wir nichts tun, wird die Wiese komplett zu einem Baumbestand, der einen viel geringeren Wert hat. Mit dem Projekt erfahren unsere Kinder und Jugendlichen, dass sie selbst etwas verändern können, dass die gemeinsame Arbeit Spaß macht und dass die Natur engagierte und mutige Menschen wie sie braucht.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Bad Vöslau sind mit rund 120 Mitgliedern eine im Bezirk Baden sehr aktive Gruppe. Die Kinder und Jugendlichen setzen sich in der Gruppe aktiv für den Natur- und Umweltschutz ein und sind auch Multiplikator*innen für ihren Freundes- und Familienkreis.

Im Projekt arbeiten wir eng mit dem Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken (LPV) zusammen; ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 2017 für den Artenschutz und die Sicherung biologischer Vielfalt einsetzt.

Welche Herausforderungen werden gelöst?

Die Feuchtwiese beim Aubach ist eine ca. 2.900 m² große alte Feuchtwiesenbrache, die immer wieder mit tieferen Wasserstellen durchzogen wird. Durch die Aufgabe der Mahd wächst das Schilf immer weiter in die artenreicheren Wiesenbereiche und verdrängt viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Auch Bäume und Sträucher wachsen auf der Fläche und drohen die Feuchtwiese vollständig zu überwachsen.

Was ist das Besondere am Projekt?

Das Projekt bezieht jede Altersgruppe ein, und richtet sich natürlich auch an das familiäre Umfeld der Kinder und Jugendlichen. Sie erfüllen im Familien- und Freundeskreis eine wichtige Vorbildfunktion.

Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten? 

Nachgewiesene Arten im Kulturlandschaftskatalog sind zum Beispiel Echter Baldrian und Behaarte Segge. Die benachbarte Feuchtwiese beherbergt faszinierende Heuschrecken wie Lauchschrecke und Säbeldornschrecke. Es gibt dort außerdem viele besondere Pflanzen zum Beispiel Sibirische Schwertlilie, Kuckucks-Lichtnelke und Pannonische Platterbse. Sie können sich mit der Wiederherstellung unserer Wiese auch dorthin wieder ausbreiten und ihr möglicher Lebensraum wird doppelt so groß.

Geografie der Projektregion

Die Feuchtwiesenfläche liegt im sogenannten Gainfarner Becken. Eigentümerin ist die Stadtgemeinde Bad Vöslau.

 

 

Zu den Naturerfolgen
Unterstützter Partner:
Pfadfinderinnen und Pfadfinder Bad Vöslau
Weitere Projektpartner:
Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken, Stadtgemeinde Bad Vöslau
Projekttitel:
Rettet die Aubachwiese!
Region:
Gainfarner Becken, Stadtgemeinde Bad Vöslau
Größe der verbesserten Fläche:
0,29 Hektar
Geschützter Biotoptyp:
Feuchtwiese
Geschützte Tierarten:
Lauchschrecke, Säbeldornschrecke
Geschütze Pflanzenarten:
Sibirische Schwertlilie, Kuckucks-Lichtnelke, Pannonische Platterbse
Projektdauer:
2023-2025
Förderung durch den Biodiversitätsfonds des Klimaschutzministeriums:
4.356,5 €
Finanzierung durch Blühendes Österreich:
4.356,5 €
Gesamtsumme Projekt:
13.600 €

Verwandte Naturerlebnisse

Wabenbau aus Wachs

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Mistelbach

6. Febr. |
Niederösterreich
Veranstalter: Verein Land-Impulse

„Wie kann ich in die Imkerei einsteigen?“, lautet eine häufig gestellte Frage an die Projektbetreuerinnen. Interessierte an der Imkerei können ohne Vorkenntnisse einen 8-stündigen Grundkurs besuchen und sich selbst ein Bild machen, ob Sie für die Betreuung von Bienenvölkern geeignet sind. In diesem theoretischen Teil der Grundausbildung bekommt der/die ImkerneueinsteigerIn einen Einblick zu den Themenbereichen persönliche Eignung, Anschaffung von Imkereibedarf, Völkerführung im Jahreskreislauf, Leben der Biene, Bienenprodukte, gesetzliche Bestimmungen und vieles mehr, in einfacher Form vermittelt. 

 

auch als Online Seminar buchbar!

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;behandlung und P6- Herbstrevision;

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Mistelbach
Der Fährte folgen