Der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel schützt mit Unterstützung von Blühendes Österreich einzigartige pannonische Sodalacken, Steppenrasen und Feuchtwiesen durch extensive Beweidung mit Graurindern und Wasserbüffeln. Ein neuer Viehtransporter ermöglicht den flexiblen, tierschonenden Einsatz auf rund 1.000 Hektar Schutzfläche – genau dann, wenn er ökologisch gebraucht wird. Seltene Wiesenvögel, Salzpflanzen und Insekten profitieren direkt. Traditionelle Weidewirtschaft und moderner Naturschutz greifen hier Hand in Hand.
Das Projekt „Beweidung, die ankommt!" wird im Rahmen von Werkstatt Innovation Natur WIN #landwirtschaft unterstützt und begleitet. WIN ist ein Gemeinschaftsprojekt von Blühendes Österreich, Impact Hub Vienna und BirdLife Österreich. Mit WIN werden zwischen 2026 und 2029 österreichweit Projekte zu Landwirtschaft und Naturschutz zur Verfügung gestellt. Blühendes Österreich stellt dafür € 1 Mio. zur Verfügung. Die Begleitung wird mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union umgesetzt und über das Programm "Biodiversität jetzt!" kofinanziert. Die Projektfinanzierung von Blühendes Österreich wird durch Pfandspenden von BILLA Kund:innen ermöglicht.
Unsere Vision
Eine lebendige, offene Kulturlandschaft im Herzen Europas, in der seltene Arten stabile Lebensräume finden – erhalten durch Beweidung, die flexibel, tierschonend und genau dann ankommt, wenn sie gebraucht wird.
Konkrete Ziele im Projekt
Rund 1.000 Hektar pannonischer Salz-, Feucht- und Steppenflächen werden jährlich durch Beweidung mit Graurindern und Wasserbüffeln aktiv gepflegt. Ein eigener Viehtransporter ermöglicht den flexiblen, eigenständigen und tierschonenden Transport der Weidetiere zwischen räumlich getrennten Schutzflächen. Verbuschung, Schilfaufwuchs und konkurrenzschwache Vegetation werden gezielt zurückgedrängt, um strukturreiche, mosaikartige Lebensräume zu erhalten. Zielvogelarten wie Kiebitz, Säbelschnäbler und Rotschenkel sowie spezialisierte Salzpflanzen und Insekten finden dadurch verbesserte Brut- und Nahrungsbedingungen. Langfristig wird die Naturschutzarbeit effizienter, unabhängiger und als Modell für andere Schutzgebiete etabliert.
Motivation für das Projekt
Die pannonischen Lebensräume des Seewinkels sind europaweit einzigartig und akut gefährdet. Verbuschung, Schilfausbreitung und eingeschränkte Erreichbarkeit der Flächen machen flexible Beweidung unverzichtbar. Ein eigener Viehtransporter schließt diese logistische Lücke und sichert, dass Graurinder und Wasserbüffel dort eingesetzt werden können, wo Naturschutz sie am dringendsten braucht.
Wen unterstützt Blühendes Österreich?
Blühendes Österreich unterstützt den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel und sein erfahrenes Team aus Naturschutzfachleuten und Tierbetreuern, die die extensive Beweidung im Seewinkel seit Jahren erfolgreich umsetzen.
Was finanziert Blühendes Österreich
Blühendes Österreich finanziert die Anschaffung eines neuen Viehtransportanhängers – das zentrale Herzstück des Projekts. Damit können Graurinder und Wasserbüffel künftig flexibel, sicher und tierschonend zwischen räumlich getrennten Schutzflächen transportiert werden. Die Förderung ermöglicht, dass Beweidungsimpulse genau dann und dort gesetzt werden, wo sie ökologisch am dringendsten gebraucht werden. Zusätzlich wird der Transporter sichtbar mit dem Logo von Blühendes Österreich gebrandet und macht die Förderung so bei jedem Einsatz im öffentlichen Raum sichtbar.
Welche Herausforderungen werden gelöst
Verbuschung, Schilfausbreitung und eingeschränkte Erreichbarkeit gefährden die pannonischen Schutzflächen des Seewinkels. Mit einem eigenen Viehtransporter können Graurinder und Wasserbüffel nun flexibel und zeitgerecht eingesetzt werden – genau dann, wenn Vegetation und Wasserstand es erfordern. Offene Bodenstellen entstehen, Schilfaufwuchs wird zurückgedrängt, mosaikartige Lebensräume stabilisieren sich. Seltene Wiesenvögel, Salzpflanzen und Insekten profitieren direkt von gezielter, standortgerechter Beweidung.
Was ist das Besondere am Projekt
Der Nationalpark verbindet traditionelle pannonische Weidewirtschaft mit modernem Naturschutzmanagement – und beweist, dass beides Hand in Hand funktioniert. Robuste, autochthone Rassen wie Graurind und Wasserbüffel pflegen Lebensräume, die europaweit zu den am stärksten gefährdeten zählen. Der mobile Einsatz auf über 1.000 Hektar Sodalacken, Steppenrasen und Feuchtwiesen schützt Flagship-Arten wie Säbelschnäbler, Kiebitz und pannonische Salzpflanzen. Das Projekt hat klare Modellwirkung und der gebrandete Transporter macht Naturschutz buchstäblich sichtbar.
Welche wertvollen Lebensräume, Tiere und Pflanzen werden erhalten?
Sodalacken, pannonische Steppenrasen und Feuchtwiesen – europaweit prioritäre FFH-Lebensräume – werden durch gezielte Beweidung aktiv erhalten. Seltene Wiesenvögel wie Säbelschnäbler, Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe finden verbesserte Brut- und Nahrungsbedingungen. Spezialisierte Salzpflanzen wie Salz-Aster, Queller und Neusiedlersee-Salzschwaden profitieren ebenso wie gefährdete Insekten, darunter die Pannonische Seidenbiene und die Heideschrecke.
Geografie der Projektregion
Das Projekt liegt im Seewinkel, der pannonischen Tiefebene östlich des Neusiedlersees im Burgenland. Diese Region zählt zu dem artenreichsten in Europa und ist Teil des UNESCO-Welterbes Fertő/Neusiedler See sowie des Natura-2000-Netzwerks. Die einzigartigen Sodalacken, Steppenrasen und Feuchtwiesen sind europaweit selten und besonders schutzbedürftig. Die Projektflächen umfassen rund 1.000 Hektar räumlich verteilter Schutzflächen im Seevorgelände.
Wie kannst du unseren Partner und das Projekt unterstützen?
Besucht unsere Social-Media-Kanäle, teilt unsere Beiträge und macht die Bedeutung extensiver Beweidung sichtbar. Jede Reichweite hilft, das Bewusstsein für gefährdete Lebensräume und die Arbeit des Nationalparks zu stärken.
2340* Pannonische Binnendünen
6260* Pannonische Steppen auf Sand
6240* Subpannonische Steppen-Trockenrasen
6210* prioritären Orchideen-Bestände