Am Montag, 26. Juni, findet in Perchtoldsdorf ein europäischer Gipfel zu Biodiversität und Naturschutz statt. Der Landschaftspflegeverein Thermenlinie und Blühendes Österreich – BILLA gemeinnützige Privatstiftung laden mit der Kommission der Europäischen Union zu einem Symposium ein: „Regionales Engagement für eine europäische Zukunft! Was benötigen wir für die Sicherung der Biodiversität in Europa? Gäste am Podium und Vortragende sind u. a. Franz Essl, Wissenschaftler des Jahres und Leitungsmitglied Biodiversitätsrat Österreich, Susanne Maier, Geschäftsführerin von BIO Austria und Gabor Wichmann, Geschäftsführer von BirdLife Österreich.

Europäisches Symposium zu Biodiversität und Naturschutz in Perchtoldsdorf

26. Juni 2023, 17.30 Uhr, Kulturzentrum Perchtoldsdorf

Das Symposium ist ein Fest, das im Zuge des Gewinns des Natura 2000-Awards von Blühendes Österreich veranstaltet wird. Seitens der Kommission der Europäischen Union kommt Frank Vassen. Dieser koordiniert die Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat und Vogelschutzrichtlinie und somit das Natura 2000-Schutzgebietsnetzwerk in Europa. Im Rahmen des Symposiums zeigen der Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken aus Perchtoldsdorf und der Verein Bergwiesn aus Oberösterreich deren erfolgreiche Landwirtschafts- und Naturschutzarbeit. Beide Organisationen haben mit Blühendes Österreich den Natura 2000 Award 2002 gewonnen. Dieser ging erstmals nach Österreich und somit auch nach Perchtoldsdorf. Die Podiumsgäste werden zusammen ein Stimmungsbild zu den Herausforderungen im Bereich Biodiversität, Naturschutz und Landwirtschaft in Europa und Österreich zeigen und welche Lösungen angestrebt und Aktivitäten gestartet werden sollen und müssen.

"Es freut mich außerordentlich, dass die Europäische Kommission uns mit dem renommiertesten Naturschutzpreis Europas ausgezeichnet hat. Der Local Event ist ein wunderschönes Fest für die Region und Perchtoldsdorf“, Irene Drozdowski, Obfrau Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken.

In Niederösterreich gibt es 36 Natura 2000-Schutzgebiete. Dazu gehören die Region Wienerwald-Thermenlinie und der Biosphärenpark Wienerwald. Biodiversität global und in Europa sowie in Österreich ist stark unter Druck: Laut des Biodiversitätsbeirats der UNO, dem International Panel on Biodiversity and Ecosystem Services sind eine Million Arten vom Aussterben bedroht. In Österreich sind über 80 Prozent der Landschaften in den geschützten Fauna-Flora-Habitaten/Schutzgebieten in keinem guten Zustand. Nur noch etwa 7 % der Fläche Österreichs sind heute noch als sehr naturnah einzustufen, nur 14 % der heimischen Fließgewässer als ökologisch intakt. Die summarische Auswertung der Erhaltungszustände nach dem Artikel 17 Bericht zum Zustand der Natur in Österreich ergibt, dass 18 % der Lebensraumtypen und 14 % der Arten in einem günstigen Erhaltungszustand vorliegen. Im Gegensatz dazu weisen 44 % der Lebensraumtypen und 34 % der Art-Bewertungen einen ungünstig-schlechten Erhaltungszustand auf. 35 % der Bewertungen bei den Lebensraumtypen und 48 % bei den Arten sind ungünstig-unzureichend (Umweltbundesamt 2021).

Eintritt frei

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Weiterer Kurstermin in Warth: 26.01.2026 

 

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

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