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Gruppenfoto Biodiversitätsgestalterinnnen © Blühendes Österreich/ Elisabeth Mandl

Blühendes Österreich kurbelt seit 2014 mit seinem Naturschutzprogramm FLORA („Förderung von Landwirt*innen und Organisationen zur Rettung unserer Artenvielfalt“) die Stärkung und Förderung von Akteuren*innen im Naturschutz und nachhaltiger Landwirtschaft an.

Mit Ashoka holt sich Blühendes Österreich eine international renommierte Organisation zur strategischen Stärkung und Entwicklung seiner FLORAS ins Boot.

Leuchttürme für nachhaltige Landwirtschaft: Die FLORAs von Blühendes Österreich

Biodiversität kennt keine kommunalen Grenzen. Blühendes Österreich, die Stiftung der REWE International AG, unterstützt deshalb ausgewählte Projekte im Naturschutz, die regional und systemisch zur Sicherung unserer natürlichen Vielfalt handeln.

Der Landschaftspflegeverein Thermenlinie, der Schafweidebetrieb Familie Frank aus Niederösterreich sowie der Verein Bergwiesn aus Oberösterreich sind die ersten Profiteur*innen der neuen Kooperation von Blühendes Österreich mit Ashoka.

Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich, erläutert: „Blühendes Österreich stärkt ausgewählte Bäuer*innen, NGOs oder auch Gemeinden beim Erhalt naturschutzfachlich wertvoller Flächen. Ein langfristiges und stabiles Wirken ist das entscheidende Kriterium für die Sicherung unserer Artenvielfalt. Mit Ashoka haben wir einen Partner gefunden, der mit internationalem Know-how und Netzwerk unsere FLORAs in ihrer Weiterentwicklung stärken wird.“

Irene Drozdowski, Gründerin des Landschaftspflegevereins Thermenlinie erzählt über den Mehrwert der Unterstützung durch Blühendes Österreich und Ashoka: „Der Erhalt der heimischen Biodiversität braucht ein Zusammenwirken von Natur- und Umweltbildungsorganisationen, Gemeinden, Schulen, Sozialunternehmer*innen, Medien, Stiftungen, Unternehmen und eines breiten Teils der Bevölkerung. Als FLORA Partnerin bekomme ich – begleitet von Profis - Werkzeuge und wertvolle Kontakte für den Aufbau einer zukunftsfähigen Organisation. Ich lerne ein vielfältiges Team aufzubauen, um Aktivitäten zur Erhaltung der Biodiversität gemeinsam mit den Gemeinden langfristig und nachhaltig in der Region Thermenlinie zu verankern. Außerdem kann ich als Vorbild für andere Regionen zu wirken.“

Wertvolle Flächen über sanfte Bewirtschaftung erhalten

Irene Drozdowski leitet den ehrenamtlichen Landschaftspflegeverein Thermenlinie, der sich zum Ziel gesetzt hat, die letzten offenen, bunt blühenden Weide- und Heidelandschaften sowie Feuchtlebensräume in der Thermenregion im Wiener Becken zu erhalten, einem Gebiet das zu den Zentren der Artenvielfalt in Europa zählt. Die Trocken- und Halbtrockenrasen sowie Feuchtflächen gehören zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen und beherbergen echte Raritäten wie Östlichen Schmetterlingshaft, Brunners Schönschrecke, Große Sägeschrecke, Gelb-Leinbiene und die endemische Österreichische Heideschnecke. Der Verein kooperiert eng mit dem letzten, großen Weidebetrieb in der Region, dem Bioschafhof Sonnleitner der Familie Frank, der auf den Naturschutzflächen gleichzeitig hochwertige Lebensmittel produziert. Ein Natur- und Umweltbildungsprogramm von hoher Qualität sowie Freiwilligenmanagement in mittlerweile 18 Gemeinden bilden wichtige Teile der Aktivitäten des Vereins.

Bergwiesn, gegründet von Christian Hatzenbichler, ist eine herausragende Naturschutz- und Bergbauerninitiative. Der Verein ist ein Vorzeigeprojekt, das überregionale Wirkung entfalten kann. Bergwiesn rettet hochgradig gefährdete Biotoptypen, hauptsächlich artenreiche ein- und zweimahdige Bergwiesen. Diese spielen mittlerweile kaum mehr eine Rolle für die landwirtschaftliche Produktion. Die Einbindung von Jugendlichen in die Bewirtschaftung ist zugleich Vorzeigemodell für Freiwilligen- und Jugendarbeit im ländlichen Raum.

Ein Ökosystem für Changemaker im Naturschutz schaffen

Ashoka ist seit mehr als 35 Jahren die weltweit führende Organisation zur Förderung von Sozialunternehmer*innen. Um gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen, investiert die Institution in sogenannte „Ashoka Fellows“, die innovative Konzepte zur Lösung gesellschaftlicher Probleme entwickeln. Georg Schön, Geschäftsführer von Ashoka Österreich freut sich über die neue Zusammenarbeit mit Blühendes Österreich: „Mit der neuen Initiative zur Unterstützung von Sozialunternehmer*innen im Bereich Naturschutz wollen wir ein Ökosystem für Changemaker im Biodiversitätsbereich in Österreich schaffen.“
Erfolgreiche Naturschutzarbeit ist maßgeblich von funktionierenden ineinandergreifenden Systemen abhängig. Der Weg zum Erfolg führt über ein Zusammenspiel von u.a. organisatorischen, ökonomischen und strukturellen Faktoren – es benötigt lebendige, institutionelle und unternehmerische Ökosysteme. Die FLORA Partner*innen wie der Landschaftspflegeverein Thermenlinie mit Irene Drozdowski, die Familie Frank oder der Verein Bergwiesn werden auf dem Weg dazu mit entsprechenden Instrumenten, Know-how und Services begleitet.

Internationale Stars der Biodiversität in Wien

Der Start der Kooperation wurde mit einem exklusiven Round Table Gespräch bestehend aus Umwelt- und Naturschutzorganisationen, öffentlichen Institutionen, Medienvertreter*innen, Unternehmen und Sozialunternehmer*innen im Haus der Philanthropie gefeiert.
Extra angereist kam Maciej Podyma, erfolgreicher Sozialunternehmer und Ashoka Fellow aus Polen, der Gemeinden in artenreiche Orte verwandelt. Über den unternehmerischen Hintergrund für die Gründung einer Stiftung mit Fokus auf Biodiversität sprach Tanja Dietrich-Hübner, Leiterin der Stabstelle Nachhaltigkeit der REWE International AG. Anwesend war zudem Angelika Ertl, die derzeit die Garteninitiative „Natur im Garten“ in der Steiermark aufbaut und in der Ökoregion Kaindorf aktiv ist. Irene Drozdowski vom Landschaftspflegeverein Thermenlinie stellte ihren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt vor. Durch den Abend leitete Karin Haselböck von Ashoka.

Über FLORA

FLORA, das Naturschutzprogramm von Blühendes Österreich, das 2014 gemeinsam mit BirdLife Österreich ins Leben gerufen wurde, fördert aktuell insgesamt 121 landwirtschaftliche Betriebe, Organisationen und Gemeinden beim Schutz und Erhalt wertvoller gefährdeter Lebensräume für Vögel, Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten. FLORA erhält die Biodiversität in der Landwirtschaft und greift seit 2014 Partner*innen in der Weltkulturerbe Region Wachau, in der Obstregion Steiermark oder Sonnengemüse am Neusiedlersee erfolgreich unter die Arme. Durch FLORA können 570 Hektar wertvoller Flächen gepflegt und geschützt werden. 2018 wurde FLORA mit dem Mentoringprogramm von Ashoka erweitert. Profiteur*innen sind der Verein Bergwiesn, Familie Frank und der Verein Landschaftspflege Thermenlinie.

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Gruppenfoto Biodiversitätsgestalterinnnen © Blühendes Österreich/ Elisabeth Mandl

Über die Kooperation Blühendes Österreich mit Ashoka Österreich/CEE

Ashoka ist die weltweit führende Institution zur Förderung und Entwicklung von Social Entrepreneurs. Ashoka startet mit Blühendes Österreich für ausgewählte FLORAS ein Programm zur Entwicklung eines ökologischen Wirkungsmodells, einer Organisationsstruktur und eines (hybriden) Geschäftsmodells. Alle Partner*innen entwickeln im Laufe dieses Projektes eine gemeinsame Vision und einen Projektplan für ihre Organisationen in Österreich. Das Konzept Pro Bono wird dabei berücksichtigt und in der Entwicklung der FLORAS implementiert.

Am Bild: Blühendes Österreich und Ashoka mit den Biodiversitätsgestalter*innen: Tanja Dietrich-Hübner, REWE International AG, Ronald Würflinger, Blühendes Österreich, Irene Drozdowski, Landschaftspflegeverein Thermenlinie, Georg Schön, Ashoka, Angelika Ertl, Natur im Garten und Ökoregion Kaindorf, Maciej Podyma, Ashoka Fellow, Projekt Laka, Alexander Kesselring, Ashoka

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