Ober-Grafendorf spricht nicht nur von Nachhaltigkeit. Es baut darauf. Mit einem Selbsterntefeld für Biologisches Gemüse beweist die kleine niederösterreichische Marktgemeinde Größe. #wirbluehenauf für Projekte wie diese am Tor zur Pielach.

 

Der Lechner Andreas, der baut auf Ehrlichkeit und Biologisches. Der junge Landwirt versorgt Herr und Frau Ober-Grafendorf mit Frischem aus der Region. Denn für Zucchini, Zwiebel und anderes junges Gemüse muss man selber schaufeln, schneiden und sammeln – und zwar direkt am Feld. In Quadratmetern betrachtet, ist das Selbsterntefeld vom Herrn Lechner mit seinen überschaubaren 2.500m2 sicherlich nicht riesig, aber in Sachen Gemeinschaftssinn und Nachhaltigkeitsbewusstsein beweist es wahre Größe.

Nachhaltigkeit - eine Frage des guten Geschmacks

„Der Lechner, der ist Überzeugungstäter. Deswegen macht er das“, so kündigt Gerhard Gruber, Energiebeauftragter beim Gemeindeamt Ober-Grafendorf, den Landwirten an. Ober-Grafendorf solle sich selbst mit frischem Bio Gemüse versorgen können, so die Vision von Bürgermeister Handlfinger. Mit Andreas Lechner fand er schnell den richtigen Partner für dieses Vorhaben. Auf die Frage des Bürgermeisters, was Lechner zur Umsetzung brauche und was für ihn dabei rausschauen solle, fiel die Antwort recht knapp aus. Gar nichts wolle er haben. Er wolle nur nicht draufzahlen. So die Worte eines Überzeugungstäters.

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Biologisches Gemuese aus Ober-Grafendorf

Schritte zur biologischen Landwirtschaft

„Was ich von meinen Kunden im Gegenzug erwarte, ist der Respekt vor unserer Arbeit, welcher in einer ehrlichen Bezahlung des angebotenen Gemüses dargebracht werden soll“, schreibt Lechner auf seiner Website. Hauptberuflich arbeitet er auf seinem Radlhof, der seit 1905 in Familienbesitz ist. Dort bewirtschaftet Andreas Lechner seit 2005 als Vollerwerbsbauer die Flächen seiner Familie. Genau zwei Jahre später setzte er einen mutigen Schritt: Er stellte seinen Betrieb auf einen biologischen Landwirtschaftsbetrieb um. Damals hatte es in seiner unmittelbaren Umgebung kaum Landwirte gegeben, bei denen er um Rat fragen konnte. Die Entscheidungen, die danach folgten, schienen am Anfang sehr groß. Jetzt kann er sagen: „Im Nachhinein betrachtet, war alles gar nicht so schwierig.“

Noch leichter wird es den Menschen in Ober-Grafendorf gemacht. Direkt am Feld stehen Messer und Spaten zum Ernten sowie Kassa und die Preisliste für das selbst geerntete Gemüse. Die Zahlungsmoral sei „mittel bis gut“, berichtet Andreas Lechner, aber räumt ein, es gäbe immer ein paar schwarze Schafe.

 

Natürlicher Bezug zu biologischem Gemüse

„Es geht auch darum den Bezug zu Lebensmitteln wieder herzustellen“, erklärt Bürgermeister Handlfinger. Vom Setzen, Pflegen, Graben bis zum Ernten. Gerade die jungen Menschen sollen den Kreislauf von Lebensmitteln wieder verstehen lernen. Das Selbsterntefeld wird in Ober-Grafendorf sehr gut angenommen. Das liegt sicherlich auch an der strategisch klugen Positionierung des Feldes, direkt an einem beliebten Radweg in Ober-Grafendorf. Viele Familien kommen hierher, machen eine kleine Radtour und ernten dann ihr frisches Gemüse. Viel nachhaltiger kann es daher kaum sein.

Text: Mury Vo-Papis
Foto: Alex Papis

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