Klettern, toben, matschen. Dass Bergwälder, Almen und Wiesen nicht nur Lebensräume für Flora und Fauna sind, sondern vor allem Spaß machen, haben unsere Kinder längst erkannt – also lassen wir sie in den Dreck! 

Heidi, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Tom Sawyer und Huckleberry Finn - die Helden der weltberühmtesten Kinderbücher erleben ihre Abenteuer auf saftig grünen Wiesen, idyllischen Almen und Lichtungen geheimnisvoller Bergwälder. Fiktive Charaktere wie diese faszinieren Kinder bis heute, doch in der realen Welt verlagert sich die kindliche Freizeit zunehmend in die eigenen vier Wände. Experten zufolge, eine Entwicklung mit dramatischen Folgen.

 

Aktiv werden in der Natur: SCHLAUCHBOOTFAHRT UND AU-SPAZIERGANG FÜR FAMILIEN 

Die beste Möglichkeit, die Donau-Auen in ihrer gesamten Vielfalt zu erleben!
Von Nationalpark-RangerInnen begleitet, paddeln Sie auf einem Donau-Seitenarm: Spuren der tagscheuen Bewohner der Auen erspähen, sich der Faszination der Flussdynamik hingeben, Natur hautnah genießen! Beim zweiten Teil der Tour erforschen Sie zu Fuß die Flussauen oder die reich strukturierten Schotterufer der Donau.

Wo? Nationalpark Donau Auen

Wann? 26. Mai 2019

Mehr Infos

 

Natürlicher Erfahrungsschatz


In seinem Bestseller „Last Child in the Woods“ berichtet der US-amerikanische Autor Richard Louv über das sogenannte „Natur-Defizit-Syndrom“. Demzufolge ist die zunehmende Entfremdung von der Natur für viele Verhaltensauffälligkeiten von Kindern wie zum Beispiel ADHS verantwortlich. „Naturerfahrungen sind prägend für die kognitive und seelische Entwicklung eines Kindes“, erklärt auch die Psychologin Mag. Brigitte Knotzer. „Abseits von vorgegebenen Spielgeräten wird das kindliche Gehirn in der Natur mit Reizen aus allen Sinnesgebieten „gefüttert“, das Lernen von Bewegung geht ganz unstrukturiert, wie nebenbei vonstatten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt keine Entwicklung des Gehirns ohne neue Reize von außen, je unterschiedlicher desto besser.“ Das beweisen auch zahlreiche medizinische Studien, die belegen, dass sich ein regelmäßiger Kontakt mit der Natur positiv auf Psyche und Immunsystem auswirkt.

 

Gesunde Entwicklung – ein Kinderspiel


Von den gesundheitlichen Auswirkungen des Natur-Entzugs einmal abgesehen – Kinder lieben von Natur aus die Natur. Sind sie einmal im Freien, scheinen Puppenhaus und Fernseher völlig vergessen. „Die Möglichkeit, Spiel spontan entstehen zu lassen und Neues selbst zu entwickeln steht im krassen Gegensatz zu einem Kinderzimmer mit vorgegebenen Computerspielen im Sitzen, vielleicht sogar im Dunkeln und hohen Stressfaktoren, wie Zeitlimits etc. Kreativität, Intuition, ein Gefühl für die Rhythmen der Natur und nicht zuletzt ein Bewusstsein für Respekt für unsere Umwelt gehen mit genügend Zeit in der Natur nicht verloren. Kann man in einem Kind die Freude an der Natur wecken, hat es auch später jederzeit eine perfekte Strategie der urbanen Reizüberflutung und Alltagshektik zu entkommen“, so Brigitte Knotzer.

 

Leben und leben lassen


Flüsse, Bergwälder, Almwiesen – sie alle sind einzigartige Juwele unseres Landes und bieten Lebens-, Erfahrungs- und Erholungsraum für die ganze Familie. Doch leider werden Landschaftsflächen immer weniger, auf denen die Natur im Vordergrund steht - und NICHT der wirtschaftliche Gewinn. „Naturwaldreservate sind unverzichtbare Evolutionsräume für die Natur. Um diese sogenannten Trittsteine inmitten einer intensiv genutzten Waldlandschaft zu erhalten, braucht es Weitsicht und langfristige Programme. Nur so kann die biologische Vielfalt gesichert werden“, unterstreicht Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Präsident des Naturschutzbundes Österreich.

Es liegt daher an uns HEUTE, die Natur für MORGEN zu schützen. Damit auch unsere Kinder schöne Erinnerungen behalten: vom Gatschhüpfen, Angeln mit Opa und dem Fangenspielen im Bergwald.

 

Autorin: Bettina Ostermann

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Veranstalter: Biosphärenpark Wienerwald

Familienwanderung zu den schönsten, artenreichsten Wiesen am Buchberg in Klosterneuburg; Wir erforschen die Blütenvielfalt und die faszinierenden Krabbel- und Flattertiere der Wiesen und deren Zusammenhänge!

Bitte unbedingt per E-Mail anmelden, die Wanderung findet erst ab 5 Teilnehmern statt!

Bitte mitbringen: feste Schuhe, Sonnenschutz

Bei Regen oder Sturm kann die Führung kurzfristig abgesagt werden. Bitte unbedingt per E-Mail anmelden und auch kurz vor Beginn der Führung im Email-Posteingang nachsehen, ob diese stattfindet.

Maximal 9 Teilnehmer. Veranstalter: Biosphärenpark-Bildungspartnerin Natur.Garten.Genuss- Ilse Wrbka-Fuchsig

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Der Frühsommer zaubert ein unvergleichliches Farbenspiel in die Landschaft des Seewinkels. Das knallige gelb des Echten Labkrauts wird unterbrochen vom satten lila des Steppensalbeis. Vereinzelt kannst du das zarte rosa der Dornigen Hauhechel entdecken und sogar die ersten himmelblauen Blüten des österreichischen Leins. Gib deinem Auge Zeit, sich an die Vielfalt an Farben zu gewöhnen und tauch ein in ein schier unendliches Meer an Blüten.
Der botanische Artenreichtum kommt nicht von ungefähr - ein Mosaik an Lebensräumen kombiniert mit extensivem Management verwandelt die Steppenlandschaft des Seewinkels in ein einzigartiges Ökosystem.

Treffpunkt der Tour ist beim Nationalparkzentrum am nördlichen Ortsrand von Illmitz. Je nach Witterung, Routenplanung der Rangerin oder des Rangers und Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können von hier aus entsprechende Exkursionspunkte mit dem PKW angefahren werden (eigener PKW nicht zwingend erforderlich), die Tour findet grundsätzlich aber zu Fuß statt. Für die Dauer der Tour stehen der Gruppe Swarovski Optik Ferngläser sowie ein Spektiv zur Verfügung.

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Diese abendliche Führung widmet sich den nachtaktiven Tieren, allen voran den Fledermäusen. Der Weg führt dabei über die Stockwiese zum Grünauer Teich. Dort werden mittels Ultraschalldetektoren Fledermäuse aufgespürt. Mit etwas Glück lässt sich der "Große Abendsegler" beobachten, der als typischer Baumbewohner in alten Spechthöhlen sowie in Nistkästen und Gebäuden lebt.
Die Exkursion wird teilweise über nicht befestigte Wege geführt. Daher wird die Mitnahme eines Kinderwagens nicht empfohlen.

Bei plötzlichem Schlechtwetter, wie zum Beispiel Sturm, kann die Exkursionsleitung die Veranstaltung am Beginn beziehungsweise währenddessen aus Sicherheitsgründen absagen.

Der genaue Treffpunkt und die genauen Zeiten werden bei der Anmeldung bekanntgegeben.

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