Vision

Nach dem Motto: Weniger Kontrolle, mehr Wildnis darf sich der Wald hier frei nach den Gesetzen der Natur entwickeln. Auf einem Großteil der Nationalpark Fläche kehrt Waldwildnis zurück und mit ihr eine natürliche Vielfalt an selten gewordenen Tieren und Pflanzen.

Über den Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark Kalkalpen schützt die größte Waldwildnis Österreichs mit dem längsten natürlichen Bachsystem der Ostalpen. Der Nationalpark mit dem Fokus auf das Waldschutzgebiet wurde 1997 gegründet. Er umfasst eine Fläche von 20.856 Hektar, liegt in den oberösterreichischen Kalkalpen und erstreckt sich über das Reichraminger Hintergebirge und das Sengsengebirge. Auf einer Seehöhe von 385 bis 1963 Metern bilden viele und eng verzahnte Lebensräume die Grundlage für eine hohe Artenvielfalt. Grüne Bergwälder, tiefe Schluchten, aussichtsreiche Berggipfel und blühende Almwiesen prägen das Landschaftsbild.

Im Nationalpark werden auf weiten Flächen natürliche Abläufe zugelassen. Bäume dürfen alt werden, wie es der Lauf der Natur vorsieht. Stürme, Lawinen und Insekten sorgen für natürliche Dynamik im Wald - wertvolles Totholz entsteht. Die vermodernden Stämme sind ein ideales Keimbett für junge Bäumchen und bieten vielen Waldorganismen Unterschlupf und Nahrung. Besonders wohl fühlen sich dort auch: Alpenbockkäfer, Drachenkäfer, Scharlach-Plattkäfer oder verschiedene Hirschkäferarten wie der Kopfhornschröter oder der Rindenschröter.

Aktivitäten im Naturschutz

Für den langfristigen Erhalt der Artenvielfalt, ist ein natürlicher Gen-Austausch zwischen wildlebenden Tieren und Pflanzen notwendig. Mit einem bundesländerübergreifenden Projekt zwischen dem Nationalpark Kalkalpen, dem Nationalpark Gesäuse und dem Wildnisgebiet Dürrenstein soll es gelingen nachhaltige Verbindungen und für wildlebende Arten, wie z.B. dem Weißrückenspecht oder dem Luchs sicherzustellen.

Natur sein lassen, das ist eine wichtige Aufgabe im Nationalpark Kalkalpen! Nur durch den Nichteingriff, auch nach Stürmen, Windwürfen, Lawinen oder Erdrutschen wird natürliche Entwicklung gewährleistet. Was aus menschlicher Sicht auf den ersten Blick wie Zerstörung und Verwüstung aussieht, ist für den Nationalpark Wald eine Quelle der Erneuerung. So soll hier die Waldwildnis zurückkehren und mit ihr der Erhalt der biologischen Vielfalt.

Tätigkeiten in der Naturbildung

Der Nationalpark lockt jährlich 300.000 BesucherInnen an. In den Ausstellungen der Besucherzentren und von Nationalpark Rangern erfahren interessierte Gäste mehr über die großen und kleinen Wunder der Natur.

Sensibilisierung für Umweltmaßnahmen und Bewusstseinsbildung für Nachhaltigkeit und Naturschutz sind der Nationalpark Verwaltung ein Anliegen. Bildungsangebote für Schulen sollen einen Beitrag dazu leisten, dass SchülerInnen eine engere Verbindung zur Natur und deren Bewohnern herstellen. Gemeinsam mit Blühendes Österreich werden Veranstaltungen angeboten, die mehr Bewusstsein für den hohen Wert von Waldwildnis schaffen.

Unsere Erfolge

Durch den wirtschaftlichen Rückzug des Menschen aus dem Wald im Nationalpark Kalkalpen können selten gewordene Tiere und Pflanzen wieder mehr Lebensraum finden. Der Artenreichtum im Nationalpark Kalkalpen ist einzigartig: 50 Säugetierarten, 80 Brutvogelarten, 1.000 verschiedene Blütenpflanzen, Moose und Farne, 1.500 Schmetterlingsarten und 17 Fledermausarten leben in Österreichs größter Waldwildnis. Weit überdurchschnittlich sind auch die Populationsdichten von Specht-, Schnäpper- und holzbewohnenden Käferarten.

2017 wurden die alten Buchenwälder und Buchen-Urwälder im Nationalpark Kalkalpen und im Wildnisgebiet Dürrenstein als erstes UNESCO-Weltnaturerbe Österreichs ausgezeichnet.

Nationalpark Kalkalpen
Nationalpark Allee 1
Molln 4591
Österreich

Molln, 4591

Telefon:  E-Mail:  Web: https://www.kalkalpen.at Icon OpenWindow
Mo - Fr: 9:00 - 16:00 1. Mai bis 27. Oktober
Sa - So: 9:00 - 14:00 1. Mai bis 27. Oktober

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Dauer: bis ca. 13 Uhr, reine Gehzeit ca. 2½ Stunden

Beitrag: Familie € 25,-

Ausrüstung: festes Schuhwerk, Getränk, Fotokamera empfehlenswert

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Uhrzeit & Dauer: 9 Uhr bis ca. 17 Uhr, reine Gehzeit ca.3 Stunden

Ausrüstung: Bergschuhe, wetterfeste Kleidung, Regenschutz, Verpflegung für unterwegs

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