Zum Bauernlexikon
Bodenhaltung ist eine bestimmte Form, Legehühner zu halten. Sie bietet den Hennen mehr Raum als Käfighaltung, aber keinen Auslauf ins Freie.

Allgemein

Bodenhaltung

Hier bewegen sich Hühner frei im Stall – entweder auf einer oder auf mehreren Ebenen (letzteres heißt „Volierenhaltung“). Der Stall verfügt über Nester, Sitzstangen und Futtereinrichtungen. Die Hühner können etliche „hühnertypische“ Verhaltensweisen durchführen (z. B. Laufen, Fliegen, Sandbaden, Scharren), aber nicht alle – etwa die Futtersuche im Freien. Denn Bodenhaltungs-Hühner verbringen ihr gesamtes Leben in einem Gebäude. Eier aus Bodenhaltung sind billiger, da diese Haltungsform weniger Aufwand und Kosten verursacht. Immerhin können in einem Stall etliche tausend Hühner untergebracht werden. Diese Form der Haltung bringt Verhaltensstörungen der Hühner mit sich. Im Durchschnitt müssen sich 7-9 Hühner einen Quadratmeter Platz teilen.

Freilandhaltung, Bio-Haltung, Käfighaltung

Aus Sicht des Tierwohls günstiger sind Freiland- und Bio-Haltung. Dort sehen die Ställe im Wesentlichen gleich aus wie bei der Bodenhaltung. Der Unterschied liegt im Auslauf, im Platz- und im Futterangebot. Details: siehe Stichwort „Freilandhaltung“ im Naturlexikon!

Käfighaltung („Legebatterien“) ist in Österreich seit 2009 verboten, in der EU seit 2012. Zumindest was die „klassischen“ Käfige betrifft. Sie boten jeder Henne weniger Platz als ein Blatt im A4-Format. Bis 2019 waren noch noch sogenannte „ausgestaltete“ Käfige, bei denen die Hennen etwas mehr Platz hatten, erlaubt. Seit Jahresbeginn 2020 sind diese verboten.

Die Käfighaltung wurde in Österreich weitgehend von der Bodenhaltung abgelöst. Weltweit ist sie aber noch die verbreitetste Haltungsmethode. Importierte Eier stammen somit oft aus Käfighaltung. Besonders schwer nachzuvollziehen ist dies bei „versteckten“ Eiern, die z. B. in Nudeln oder Mehlspeisen verarbeitet wurden. Wer Käfighaltung nicht unterstützen will, greift besser zu regionalen Produkten.

Ei-Kennzeichnung

Eier in Österreich besitzen eine eindeutige Kennzeichnung auf der Schale. Aus dem aufgestempelten Code – einheitlich in der gesamten EU – kann man Herkunft (bei österreichischen Eiern: „AT“) und Haltbarkeit des Eis ablesen, aber auch die Art der Hühnerhaltung: 0 = Bio-Haltung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung. Die Herkunft jedes Eis lässt sich sogar bis zum einzelnen Betrieb zurückverfolgen, z. B. über die „Österreichische Eierdatenbank“.

Eier, die direkt am Bauernhof verkauft werden (Direktvermarktung), brauchen keinen Aufdruck.

Zahlen & Fakten

In Österreich werden jährlich etwa 2 Milliarden Eier konsumiert (Frischeier und Eier in verarbeiteten Lebensmitteln). Das macht ca. 235 Eier pro Person. 87 % davon kommen aus Österreich, von rd. 6,7 Mio. Hennen. Etwa 40 % der österreichischen Legehennen leben in der Steiermark.

66 % der in Österreich produzierten Eier stammen aus Bodenhaltung, 22 % aus Freilandhaltung, 11 % aus Bio-Haltung, 1 % aus ausgestalteten Käfigen (Stand: 08/2018). 2003 kamen noch 45 % der Eier in Österreich aus Käfighaltung. In der EU werden nach wie vor rd. 56 % der 398 Mio. Legehennen in ausgestalteten Käfigen gehalten.

(Quelle: AMA, Statistik Austria, BMNT)

 

Blühendes Österreich-Artikel:

Eier aus Freilandhaltung: Alles was Flügel hat, fährt

Meckerziege oder flotte Biene?

Flotte Biene! Dann bist du auf Österreichs größter Plattform für Naturerlebnisse genau richtig.

Jetzt registrieren

Verwandte Naturerlebnisse

Wabenbau aus Wachs

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Obersiebenbrunn

17. Jan. |
Niederösterreich
Veranstalter: Verein Land-Impulse

„Wie kann ich in die Imkerei einsteigen?“, lautet eine häufig gestellte Frage an die Projektbetreuerinnen. Interessierte an der Imkerei können ohne Vorkenntnisse einen 8-stündigen Grundkurs besuchen und sich selbst ein Bild machen, ob Sie für die Betreuung von Bienenvölkern geeignet sind. In diesem theoretischen Teil der Grundausbildung bekommt der/die ImkerneueinsteigerIn einen Einblick zu den Themenbereichen persönliche Eignung, Anschaffung von Imkereibedarf, Völkerführung im Jahreskreislauf, Leben der Biene, Bienenprodukte, gesetzliche Bestimmungen und vieles mehr, in einfacher Form vermittelt. 

 

auch als Online Seminar buchbar!

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Obersiebenbrunn
Der Fährte folgen