Heckentag bewahrt genetisches Erbe der Region

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Am 5. November ist Niederösterreichischer Heckentag. An acht Standorten holen sich Interessierte ihre Wildgehölz-Pakete. Die Pflanzen kommen ausschließlich aus Niederösterreich. Erstmals im Sortiment: ein Schmetterlingsheckenpaket!

Klaus Wanninger c Klaus Wanninger

„Am Heckentag bekommt jeder sein persönliches Paket an Wildgehölz für den Garten. Rund 70 Baum- und Straucharten stehen zur Auswahl – als Einzelgehölz oder im Paket, selbst zusammengesucht oder bereits vorgepackt.“ Wenn Klaus Wanninger (links im Bild) über den Niederösterreichischen Heckentag spricht, schwingt Begeisterung mit. Der Landschaftsökologe ist stellvertretender Obmann des gemeinnützigen Vereins Regionale Gehölvermehrung (RGV) in Niederösterreich. Seit über 15 Jahren kümmert sich der Verein um die Erhaltung regionaler Wildgehölze. Am Niederösterreichischen Heckentag – heuer am 5. November (9–14 Uhr) – werden die Pflanzen an acht Standorten im Bundesland gezielt zum Verkauf angeboten.

„Die Wildgehölze sind seit Jahrtausenden an unser Klima und unsere Region angepasst. Sie sind robust, wuchskräftig und tragen die Genetik der Region in sich“, sagt Wanninger. Schlehen, Dirndln und Liguster, Faulbäume oder Brombeere. Der Verein kümmert sich um den Fortbestand der heimischen Gehölze. Dafür pflegen die Vereinsmitglieder rund 350 Mutterbestände in ganz Niederösterreich – Heckenzüge und Sträucher, die genau kartiert und begutachtet wurden, und von denen zwischen Juni und November fleißige Besammler händisch die Früchte holen.

„Die Früchte kommen dann in die Reinigung bei unserem Biobauern und Obmann Andreas Patschka. Dort werden sie zertifiziert und dokumentiert“, erklärt Wanninger. „So weiß man am Heckentag ganz genau, woher sein Zögling kommt.“ Insgesamt werden jährlich bis zu fünf Tonnen Früchte gesammelt. Von der Saatgutreinigung kommen sie in ausgesuchte Partnerbaumschulen, wo sie am Acker heranwachsen. „Nach zwei bis vier Jahren kommen sie dann in den Verkauf.“

Niederösterreichischer Heckentag

Am Heckentag sind die Pflanzen – die zwischen 2,10 Euro und 16 Euro kosten – in Amstetten, Etzmannsdorf am Kamp, Merkengersch, Mödling, Pitten, Poydrof, Phyra bei St. Pölten und Tulln zu haben. Rund 3.000 Personen besuchen alljährlich die Veranstaltung und holen sich ihre vorbestellten Heckenpakete (Bestellschluss ist heuer der 12. Oktober) bzw. gustieren und packen ein, was gefällt. Neben Bienen-, Marmelade- oder Sichtschutzheckenpaketen gibt es heuer erstmals das Schmetterlingsheckenpaket, das in Kooperation mit der Initiative Blühendes Österreich entstanden ist. Schwarzer Holler, Kreuzdorn, Roter Hartriegel. Gewöhnliche Heckenkirsche, Wolliger Schneeball, Sal-Weide – Pflanzen, die mindestens zehn verschiedenen heimischen Schmetterlingsarten Nahrung und Versteckmöglichkeit bieten. Wanninger: „Heimische Diversität ist wichtig! Diese Pflanzen sind hier entstanden und sie helfen bestimmten Tierarten zu Überleben.“

Autorin: Maria Schoiswohl

c Samuel Käppeli

So kommen Sie zu Ihrer Hecke:

+ Hecken online auswählen und bis 12. Oktober bestellen – online oder per Bestellschein-Fax ans RGV Heckenbüro (Bahnstraße 12, 2020 Hollabrunn, +43 2952 / 4344-828). Das Heckenbüro steht ihnen zur Beratung zur Verfügung (Tel.: +43 2952 / 4344-830, Mo–Fr, 9–16 Uhr).

+ Sie können ihr Heckenpaket individuell zusammenstellen oder aus folgenden Paketen wählen:
– Schmetterlingshecke (neu!)
– Zehn-Jahreszeiten-Hecke
– Marmeladen-/Schnapshecke
– Sichtschutzhecke
– Bienenhecke (für raue/milde Lagen)

+ Ihr persönliches Heckenpaket am 5. November an Ihrem gewählten Abholort in Niederösterreich abholen. Alle Adressen zur Abholung finden Sie hier.

+ Die Bezahlung erfolgt bar vor Ort.

Alle weiteren Informationen zum Niederösterreichischen Heckentag finden Sie auf www.heckentag.at.

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Möchten Sie wissen, welche Sträucher und Bäume für welchen Schmetterling überlebensnotwendig sind und warum Thujen und Forsythien aus unseren Gärten verbannt werden sollten?

Dann laden Sie unsere Broschüre „Hecken, die Schmetterlinge retten“, die wir mit dem Verein für Regionale Gehölzvermehrung  erstellt haben. (PDF-Download der Broschüre „Hecken, die Schmetterlinge retten“)

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