FLORA

Das zoologisches Monitoring soll langfristig konkrete Antworten darauf liefern, wie sensiblen Tierchen wie dem Kleinen Pirat, der Schaufelspornzikade oder der Schilf-Weichwanze auf die Sprünge geholfen werden kann.

Erstmals fand 2018 auf ausgewählten Flächen des Naturschutzprogramms FLORA von Blühendes Österreich ein zoologisches Monitoring statt, das künftig alle 2 Jahre wiederholt wird. Damit ist eine wichtige Basis für die Messbarkeit der künftigen Entwicklung gelegt.

Mit FLORA (Förderung von Landwirtinnen und Landwirten und Organisationen zur Rettung unserer Artenvielfalt) unterstützt die Initiative Bewirtschafter finanziell bei ökologisch nachhaltiger und extensiver Bewirtschaftung, um wichtige Lebensräume für Vögel, Schmetterlinge und andere Insekten zu sichern. Bereits seit der Gründung von Blühendes Österreich im Jahr 2014 durch die REWE International AG und BirdLife Österreich liegt das Voranschreiten des Insektensterbens und die Dezimierung heimischer Vögel in den Agrarlandschaften im Fokus der Initiative. 113 landwirtschaftliche Betriebe, Naturschutzvereine und Gemeinden nehmen aktuell bereits am Projekt FLORA teil und werden bei der Erhaltung von wertvollen Flächen wie Streuobstwiesen, Magerrasen oder artenreichen Feuchtwiesen fachlich beraten und finanziell unterstützt.

Wie effizient sind diese ökologisch orientierten Pflege- und Verbesserungsmaßnahmen denn eigentlich?

Um den Erfolg der jeweils flächenspezifisch abgestimmten Maßnahmen mess- und sichtbar zu machen, fand 2018 erstmals eine wissenschaftliche Untersuchung auf 11 ausgewählten Flächen statt. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Basis, um die Entwicklung der nächsten Jahre zu beurteilen.

Dafür wurden vier artenreiche Tiergruppen ausgewählt, die besonders sensibel auf Bewirtschaftungsveränderungen reagieren. Mit der Erhebung von Heuschrecken, Wanzen, Zikaden sowie Spinnen und Weberknechten können die Flächen naturschutzfachlich bewertet werden.

Die Ergebnisse der ersten Erhebung sind beeindruckend und bilden die Messlatte für die kommenden Jahre. Gefunden wurden insgesamt mehr als 12.200 Individuen 395 verschiedener Tier-Arten: 144 Wanzen-Arten, 113 Zikaden-Arten, 36 Heuschrecken-Arten, 98 Spinnen-Arten und 4 Weberknecht-Arten.

Ganz besondere Highlights fanden sich dabei in Niederösterreich. Auf einer verschilften Überschwemmungswiese gelangen mit dem Fund der Haken-Schilfspornzikade und der Schilf-Weichwanze jeweils ein Erstnachweis und mit Metapterus linearis, einer so seltenen Raubwanze, dass sie sogar keinen deutschen Namen hat, ein Zweitnachweis für Niederösterreich. Auf einer verbrachten Magerwiese entdeckten die Experten die Große Reitgraszirpe, diese Zikaden-Art wurde hier erst zum zweiten Mal in Österreich aufgefunden. Wahre Naturschätze, deren Lebensraum mit Unterstützung von Flora erhalten und verbessert wird.

Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sind auf extensiv bewirtschaftete Kulturlandschaft angewiesen und heute aufgrund Intensivierung der Bewirtschaftung oder Nutzungsaufgabe österreichweit gefährdet. Mit dem FLORA-Programm werden solche wertvollen Flächen durch gezielte naturschutzfachliche Maßnahmen wieder aufgewertet. Davon profitieren eine Vielzahl ihrer BewohnerInnen. Dazu zählen Vogelarten wie Braunkelchen und Neuntöter auf Streuobstflächen und Hutweiden genauso wie hochgradig gefährdete Insekten. Blühendes Österreich wird die Bewirtschafter auch künftig dabei unterstützen und über die Erfolge auf den Vertragsflächen berichten.

 

Die untersuchten Flächen weisen eine große ökologische Spannbreite auf – von ehemaligen Intensivflächen wie einer Obstplantage und neu angesäter Wiese bis zu Spitzenflächen wie Magerwiesen, Halbtrockenrasen, Streuobst- und einer Überschwemmungs-Wiese. Entsprechend unterschiedlich sind auch die aufgefundenen Arten. Allen Flächen gemein ist jedoch ihr ökologisches Entwicklungspotential.

 

 

Partner:
BirdLife Österreich, ÖKOTEAM
Unterstützte Partner:
FLORA Betriebe
Region:
Probeflächen in der Steiermark, in Oberösterreich und in Niederösterreich
Geschütze Biotoptypen:
Mähwiesen, Weiden, Streuobstwiesen unterschiedlicher Biotoptypen und Entwicklungsstadien
Geschützte Tierarten:
mehr als 100 gefährdete Arten wurden beim Monitoring 2018 gefunden
Projektdauer:
ab 2018, alle 2 Jahre

Verwandte Naturerlebnisse

9 Schneeschuhwandern

Mit Schneeschuhen durch den Winterwald in Tulfes

24. Febr. Ab 13:00 |
Tirol
Icon Pin_brown

Schmalzgasse 27
Tulfes 6075
Österreich

Tulfes, 6075

Veranstalter: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Querfeldein geht es bei unserer Schneeschuhwanderung am Tulferberg. Wir stapfen durch Naturschnee und entschleunigen in der fast unberührten Umgebung des Haus- und Skibergs der Region Hall-Wattens. Auf geht´s! Für Gäste kostenlos (exkl. Aufstiegshilfe)!Dauer: ca. 3,5 Stunden (inklusive Umtrunk)
Treffpunkt: Tourismusbüro Tulfes, Schmalzgasse 27
Leihgebühr Schneeschuhe für Gäste: EUR 5,– pro Person
Normaltarif: EUR 6,– pro Person (exkl. Aufstiegshilfe)
Leihgebühr Schneeschuhe: EUR 10,– pro Person
Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen
Anmeldung: bis Montag 12.00 Uhr im Tourismusbüro Hall
Achtung! Bei Schneemangel findet eine normale Winterwanderung (ohne Schneeschuhe) statt!

Mit Schneeschuhen durch den Winterwald in Tulfes Der Fährte folgen
Steinböcke im Schnee

Multimedia Vortrag

24. Febr. Ab 19:00 |
Kärnten
Icon Pin_brown

Hof 4
Heiligenblut 9844
Österreich

Heiligenblut, 9844

Veranstalter: Nationalpark Hohe Tauern

Lassen Sie sich mit einem Multimedia Vortrag auf die kommenden Erlebnistage im Nationalpark Hohe Tauern einstimmen. Im Anschluss daran gibt es wertvolle Tipps und Ratschläge von unseren Nationalpark Rangern. Treffpunkt + Dauer: um 20.00 Uhr im Dorfsaal Heiligenblut; Dauer ca. 1 h; Eintritt frei! Jeden Montag vom 23.12. 2019 - 30.03.2020Anmeldung: für Gruppen erforderlich Tel 04825/6161 oder nationalpark@ktn.gv.at

Multimedia Vortrag Der Fährte folgen
Auf Schneeschuhen zu den Steinböcken

Auf Schneeschuhen zu den Steinböcken

25. Febr. Ab 08:30 |
Kärnten
Icon Pin_brown

Heiligenblut 9844
Österreich

Heiligenblut, 9844

Veranstalter: Nationalpark Hohe Tauern

Auf unserer Wanderung - mit Schneeschuhen in das große Fleißtal oberhalb von Heiligenblut - kann man den winterlichen Lebensraum der größten Steinwildkolonie des Nationalparks erleben und mit etwas Glück durch leistungsstarke Ferngläser Bartgeier, Steinadler und Gämsen beobachten.

Treffpunkt + Dauer: um 9:30 bei der Mittelstation der Großglockner Bergbahnen, Einstiegstelle Tunnelbahn; Dauer ca. 4 Stunden, davon 3 h Gehzeit

Wichtige Information: mittelschwere Schneeschuhwanderung im hochalpinen Gelände. Für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Inkl. Leihausrüstung (Schneeschuhe, Stöcke, Ferngläser nach Verfügbarkeit). Exkl. Kosten für Seilbahn/Tunnelbahn. Hunde an der Leine erlaubt. Führung jeden Dienstag vom 17.12.2019 - 31.03.2020.

Erforderliche Ausrüstung: festes Schuhwerk, warme wetterfeste Kleidung, Rucksack mit warmen Getränk und Jause wird empfohlen.

nmeldung: bis spätestens 16.00 Uhr am Vortag; Tel 04825/6161 oder nationalpark@ktn.gv.at

Anreise: Im Ortszentrum von Heiligenblut mit der Schareckbahn bis zur Mittelstation oder mit dem Auto auf der Glocknerstraße bis zur Mittelstation - Treffpunkt Einstiegstelle Tunnelbahn. Anreise mit öffentlichem Verkehrsmittel (Bus) bis Ortszentrum Heiligenblut möglich.

Auf Schneeschuhen zu den Steinböcken Der Fährte folgen