Zum Naturlexikon Cricetus cricetus | Säugetiere

So erkennst du den Feldhamster:

  • etwa 20-35 cm lang
  • schwarzer Bauch
  • warm-braunes Fell
  • helle Flecken an Hals, Wangen und Schultern
  • kurzer Schwanz

Beschreibung

Der Feldhamster ist eine sehr auffällige und unverwechselbare Erscheinung, sofern man ihn zu Gesicht bekommt. Die Körperoberseite ist in einem warmen Braunton gefärbt, der Kopf wirkt manchmal etwas orange. Auf den Wangen, dem Hals und den Schultern sind schmutzig-weiße Flecken ausgebildet. Er besitzt als eines der wenigen heimischen Säugetiere ein völlig schwarzes Bauchfell. Sehr auffällig sind die runden Ohren, die sich deutlich vom Kopf abheben. Die Größe variiert zwischen 20 und 35 cm, wobei die Männchen tendenziell größer und schwerer werden als die Weibchen. Der Schwanz ist kaum zu sehen und nur selten länger als fünf Zentimeter. Leichtgewichte bringen höchstens 200 Gramm auf die Waage, während die größten Exemplare durchaus 600 Gramm und mehr wiegen können. Die Nahrung besteht überwiegend aus Samen von Gräsern und Hülsenfrüchten, aber auch Klee, Rüben und Mais.

Verbreitung

Als Bewohner osteuropäischer und zentralasiatischer Waldsteppen sind seiner Verbreitung im Gebirgsland Österreich enge Grenzen gesetzt. Dementsprechend ist er nur in den Ackerbaugebieten Niederösterreichs, Wiens und des Nordburgenlandes heimisch.

Image
Feldhamster

Lebensraum

In Österreich lebt er vorwiegend entlang von Ackerrändern, auf unbefestigten Feldwegen, Böschungen und „Gstetten“. Wo noch Reste von Halbtrockenrasen oder größeren Weideflächen vorhanden sind, kann der Feldhamster ebenfalls angetroffen werden. Nicht zu unterschätzen ist seine Flexibilität, sodass er vor allem in den Wiener Randbezirken durchaus auch urbane Lebensräume wie Friedhöfe oder öffentliche Grünflächen zu besiedeln vermag.

Gefährdung

Im Zuge der Ausbreitung des Ackerbaus durch den Menschen hat der Feldhamster zunächst stark profitiert. Die mittlerweile hoch industrialisierte Landwirtschaft macht ihm jedoch schwer zu schaffen, sodass er mittlerweile stark im Bestand abgenommen hat und zu den gefährdeten Arten zählt.

Besonderheiten

Die berühmten „Hamsterbacken“ sind eine Anpassung an das Sammeln von Nahrungsvorräten für den Winter. In ihnen kann er bis zu 35 Gramm Samen auf einmal in seinen Bau transportieren und dort lagern.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Alter
meist 2 Jahre, max. 4 Jahre

Aktivität
Winterschlaf von September bis April

Nachwuchs
meist zwei Würfe im Jahr mit bis zu sechs Jungen

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