In Grein muht man schottisch. Zumindest die gesellige Gruppe zotteliger Hochlandrinder, die am oberösterreichischen Mühlbergerhof ein Leben wie im Paradies führt. Jeden Tag kommt Irina Orlicek, die sympathische Hofherrin auf die Weide und plaudert mit den Rindern. Danach begibt sie sich auf die Suche nach neuen Pflanzen und Tieren, die dank naturnaher Bewirtschaftung und extensiver Beweidung, ein schönes Platzerl gefunden haben. Die nachhaltige Naturwirtin schafft Raum für regionale Sorten mit Kriecherln und Zwetschken und lässt Wiesen wachsen für Wildsalbei und Knabenkraut. Sie lebt im Paradies und lässt Artenvielfalt leben. Deswegen unterstützt Blühendes Österreich diesen idyllischen Ort, im Rahmen seines Naturschutzprogramms FLORA (Förderung von Landwirtinnen und Landwirten und Organisationen zur Rettung unserer Artenvielfalt).

 

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Hochlandkalb am Muehlbergerhof

Am Mühlbergerhof in Grein nimmt alles seinen natürlichen Lauf. Die sympathische Landwirtin Irina Orlicek bestimmt Insekten, sichtet Raupen und freut sich über jedes Kräutlein, das auf ihren Wiesen und Weiden neue Wurzeln schlägt. Sie hat sich in diesen Hof sofort „schockverliebt“ erzählt sie uns, während ein Hochlandkalb uns verdutzt anstarrt.

Ende 2016 hat Blühendes Österreich diesen besonderen Ort entdeckt und als Partnerbetrieb in seinen Flächenschutzprogramm aufgenommen. Die außergewöhnliche Artenvielfalt rund um den Mühlbergerhof, die aufgrund einer naturnahen Bewirtschaftung gedeihen und wachsen kann, wird seit dem von der Naturschutzstiftung direkt unterstützt.

Der Himmel ganz bodenständig

„Ich lebe im Paradies“, davon ist sie überzeugt. Mit 16 Jahren besuchte sie den Mühlbergerhof zum ersten Mal. Damals folgte sie dem Wunsch der todkranken Großmutter, die gemeinsam mit Mutter und Enkelin nach Grein fahren wollte. Seit dem plagte die Wienerin die Sehnsucht nach der Natur. Deswegen packte sie rund 15 Jahre später ihre Sachen und zog Richtung Westen. Ziel: Grein. Beruf: Landwirtin. Berufserfahrung: damals noch (!) keine.

 

Natur-liche Intuition

„Du könntest doch Schafe züchten“, so der mütterliche Rat an Irina. Von ihrer ersten Landwirtschaftsmesse in Freistadt kam sie dann mit zwei schottischen Hochlandrindern zurück. Seitdem erblickten bereits 137 schottische Hochlandkälber in Grein das Licht der Welt und wurden somit zu waschechten Muuuh-lbergern. Warum sie sich gegen den mütterlichen Rat stellte? Nicht nur weil es irgendwo „in der Natur der Sache lag“. Auch weil sie sich nach bunt blühenden Wiesen anstatt einheitlich grüner Landwirtschaftsweiden sehnte. Denn die Hochlandrinder sind besonders robust und eignen sich für die ganzjährige Freilandhaltung sowie extensive Beweidung. Damit ist diese Rinderrasse für eine naturnahe Bewirtschaftung, so wie sie Irina Orlicek im Sinn hatte, ganz besonders geeignet.

Schottische Hochlandrinder helfen Irina ihren Traum von Artenvielfalt zu erfüllen, denn die Tiere

  • eignen sich für extensive Beweidung
  • ganzjährige Freilandhaltung,
  • sind robust, genügsam und kleinwüchsig
  • und kalben zuweilen ohne menschliche Hilfe.

 

Das war der "Selfmade" Bäuerin anfangs gar nicht so bewusst, wie sie uns mit einer ihrer Anekdoten aus ihrem ungewöhnlichen Leben erzählt. Bei den ersten Geburten ihrer kleinen Kälber war sie mehr "Zaungast". Bis zu dem Zeitpunkt, als bei der Geburt eines Kalbes irgendetwas nicht glatt zu laufen schien. Sie rief sofort den Tierarzt an, der ihr dabei half "selbst Hand anzulegen".

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Artenviefalt in Grein - Literatur und Wandern (c) Blühendes Österreich / Alex Papis

Du hast Lust auf weitere spannende Geschichten vom Mühlbergerhof? Dann besuche Irina Orlicek und ihr kleines Paradies bei Literatur und Wandern am 24. Juni 2017. Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes, begleitet die Wanderung und Schriftstellerin Tanja Maljartschuk hält im Anschluss eine Lesung im malerischen Ambiente.

 

Auf ihren Wiesen liegen Steinhaufen, die neuen Lebensraum für Schlangen und Eidechsen bieten. Der Naturschutzbund der Regionalgruppe Machland hat die Steine hierher gebracht und aufgetürmt. Gemeinsam betreiben sie den Hof seit rund zehn Jahren. Dabei bringt der Naturschutzbund auch immer wieder neue Vorschläge ein, um den Hof weiter in Richtung ursprünglicher Naturwirtschaft zurückzuführen. Denn das ist das Ziel: Der Mühlbergerhof soll Österreichs erste Naturwirtschaft werden. Das beinhaltet nicht nur eine sehr schonende Bewirtschaftung. "Der ländlichen Tradition entsprechend sollen

  • Brot aus eigenem Korn gebacken,
  • das eigene Obst gedörrt oder zu Most verpresst werden
  • und die Bio-Rinder sich so weit als möglich selbst vermarkten.
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Irina Orlicek ueber Hochlandrinder

„Ich könnte auf den ungefähr 12 Hektar Grünland deutlich mehr Hochlandrinder halten und so auch mehr verdienen. Ich könnte auch sehr viel Geld sparen, wenn ich nicht immer wieder Flächen aus der Weide herauszäunen würde. Aber wenn ich dann auf der Weide oder auf der Heuwiese seltene Insekten sehe, oder ein Großes Grünes Heupferd bei der Häutung beobachten kann, oder wenn junge Füchse am Waldrand spielen - dann weiß ich wozu ich das alles mache oder eben nicht mache.“

Ihre Arbeit und die Unterstützung vom Naturschutzbund und Blühendes Österreich machen sich mehr als bezahlt. Seit 1991 hat Irina Orlicek bereits mehr als 1.300 Insektenarten gesichtet, darunter gelten mindestens 74 als selten oder gefährdet. 25 unterschiedliche Sorten Kriecherln und Zwetschken wurzeln auf ihrer Streuobstwiese, die sich nach der Übernahme des Hofes angelegt hat. Die Obstsorten stammen alle aus dem oberösterreichischen Genpool regionaler Sorten, das insgesamt 50 Sorten umfasst. Den Mühlbergerhof hat sie dem Naturschutzbund der Regionalgruppe Machland bereits als Schenkung auf den Todesfall übertragen. Denn Irina lebt zwar jetzt schon im Paradies, doch in ihren Träumen soll der Mühlbergerhof auch lange nach ihr weiter blühen.

Für alle die mehr wissen wollen, hier gibt`s die aktuelle Presseinformation Muehlbergerhof.

Text: Mury Vo-Papis
Foto: Alex Papis

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Erlebniszentrum Weidendom

Erlebniszentrum Weidendom

14. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH
  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    Mai, Juni, September: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    Juli, August: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

    Direkt an der Abzweigung nach Johnsbach hat das lebendige Bauwerk des Weidendoms am Ufer der Enns seine Wurzeln geschlagen. Die Forschungswerkstatt mit ihren vielfältigen Angeboten lässt die Besucher:innen für einige Zeit in die ungeahnte Welt eines faszinierenden Mikrokosmos eintauchen. Der kleine Bauerngarten und die Obstbaumallee bieten eine Vielfalt an saisonalen Kräutern, Gemüse und alten Hausobstsorten! Im gesamten Areal finden die Gäste Ruheinseln mit gemütlichen Schaukeln, die zum Rasten und Verweilen einladen. Durch die Tribüne mit einem spektakulären Blick auf die Nordwände der Hochtorgruppe wird die gesamte Anlage im Sommer durch interessante Vorträge und Kinoprogramme aufgewertet. Das Erlebniszentrum Weidendom eignet sich auch hervorragend für Kindergeburtstage ! Und wer sich im kühlen Nass der Enns erfrischen möchte, der tut dies am Besucherbereich Johnsbachsteg mit herrlichem Ausblick auf die Gesäuseberge.

    Das Areal des Weidendoms ist außerhalb der Öffnungszeiten frei begehbar! Weidendom-Folder

    Das Erlebniszentrum Weidendom ist Ausgangspunkt zahlreicher Themenwege

    Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" (um 14:00 Uhr buchbar)

    Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

     Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald (um 11:00 Uhr buchbar)

    Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

    Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese (um 16:00 Uhr buchbar)

    Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt IHnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.

    Aktuelle Informationen (COVID-19):

    Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der aktuellen COVID19 Maßnahmen kurzfristig zu Änderungen von einzelnen Veranstaltungen kommen kann!

    Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

    Erwachsene: € 7,00
    Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
    Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

    Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

    Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.
    Bitte geben Sie uns bei Buchung 

    Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

    Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

    Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Direkt beim Weidendom ist eine Bushaltestelle. Suchen Sie Ihre Verbindung bei der ÖBB-Auskunft oder BusBahnBim-Auskunft.

    Erlebniszentrum Weidendom
    Der Fährte folgen
    Blick von oben auf die Enns bei Ternberg.

    Flussexpedition auf der Enns - Ternberg

    14. Aug. |
    Oberösterreich
    Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

    Mit dem Stand Up Paddleboard zum Naturdenkmal Fallerbucht.

    Wir erlernen die richtige Handhabung eines Stand Up Paddleboards und gleiten lautlos über das Wasser, vorbei an Biberspuren, Stockenten und Schwänen, die im Weidengebüsch und Schilfröhricht ihren Lebensraum haben. Genuss und Entschleunigung stehen bei dieser Naturerkundung im Vordergrund.
    Wir befahren ein Teilstück der Enns in Ternberg bis zum malerischen Naturdenkmal Fallerbach mit seinem zehn Meter hohen Wasserfall. 

    Bekleidet mit Neoprenanzug und Schwimmweste starten wir mit dem Stand Up Paddelboard in Ternberg und paddeln ca. 7 km flussabwärts bis zum Naturdenkmal Fallerbucht und dann weiter bis Lahrndorf.

    Vor Beginn der Fahrt erklärt uns der Guide noch die richtige Handhabe des Geräts und vermittelt wichtige Tipps und Tricks, gepaart mit einigen Gleichgewichtsübungen.

    Wir gleiten lautlos über das Wasser, vorbei an Stockenten und Schwänen, die im Weidengebüsch und im Schilfröhricht ihren Lebensraum haben. Auch der neu angesiedelte Biber hinterlässt hier seine einzigartigen Spuren. Die paradiesisch gelegene Bucht mit dem idyllischen zehn Meter hohen Wasserfall des Fallerbachs, der im Sommer auch einmal trocken sein kann, der große Tümpel, der als Kinderstube für verschiedene Fischarten dient, und die riesige Konglomerathöhle laden zum Verweilen ein. 

    Nach der Tour werden wir zu unserem Ausgangspunkt zurückgebracht.

    Stand Up Paddeln ist leicht und schnell erlernbar. Es bedarf lediglich etwas Gleichgewichtsgefühls und dann kann der Ausflug in die Natur so richtig genossen werden!

    Spezielle Flussexpedition für Schulklassen: Anreise mit dem Zug nach Ternberg mit anschließender naturkundlicher Wanderung zur Fallerbucht (Natur-Aktivweg ca. 1 Std.). Hier warten die Stand Up Paddlboards auf uns, mit denen wir das Gebiet rund um die Fallerbucht erkunden und dem dort ansässigen Biber (Derek) einen Besuch abstatten. Die Heimreise kann wiederum mit dem Zug vom naheliegenden Bahnhof in Dürnbach (10 min. Gehweg) erfolgen.

    Info & Anmeldung zum NATURSCHAUSPIEL
    Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen nach Vereinbarung.

    Flussexpedition auf der Enns - Ternberg
    Der Fährte folgen