Das rund 7.500 Einwohner:innen große Mattersburg liegt im südlichen Nordburgenland, umgeben von zahlreichen alten, knorrigen Streuobstbeständen. Die sehr seltene Zwergohreule und andere wertvolle Tierarten lieben diesen Lebensraum. Wenn jedoch Streuobstbäume nicht immer wieder nachgepflanzt werden, brechen sie irgendwann zusammen und verschwinden aus unserer Landschaft. Eine Pfadfinder:innengruppe möchte das jetzt ändern.

In Mattersburg hat das Thema Streuobst eine lange Tradition. Zwischen Rosalia und Wulka sind Streuobstwiesen seit jeher prägende Kulturlandschaftselemente. Alte Apfelsorten, robuste Birnen, Zwetschken, Kriecherl oder Kirschen haben hier über Generationen hinweg ihren Platz. Der Bezirk Mattersburg ist bekannt für das Vorkommen der Zwergohreule. Es gibt in Österreich nur mehr wenige, stark gefährdete Brutvorkommen. Die Zwergohreule fühlt sich in Streuobstbeständen besonders wohl. Alte Obstbäume besitzen häufig Baumhöhlen oder Spechthöhlen, die sie als sichere Nistplätze nutzt. Gleichzeitig bieten Streuobstwiesen viele Insekten, vor allem Nachtfalter und Käfer, die ihre wichtigste Nahrung sind. Die locker verteilt stehenden Bäume mit offenen Wiesen bieten ihr in der Nacht gute Jagdbedingungen.   

Bei Streuobstbäumen fehlt die Jugend  

Viele der Streuobstbestände in Mattersburg sind jedoch überaltert oder bereits verschwunden. Deshalb sind Neupflanzungen wichtig, um diese große Sorten- und Genvielfalt und den Lebensraum zu erhalten. Seit über 95 Jahren gibt es in Mattersburg eine aktive Pfadfinder:innengruppe, zu der heute rund 100 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 20 Jahren sowie mehrere erwachsene Leiter:innen gehören. Petra Rumpler, Stufenleiterin in der Stufe der 13- bis 16-Jährigen und selbst Landschaftsplanerin und aktive Naturschützerin, möchte jungen Menschen vermitteln, wie wichtig und bereichernd der achtsame Umgang mit der Natur ist. „Wir Pfadis sind ja eigentlich immer draußen und grundsätzlich sehr naturverbunden“, erzählt sie. Rumpler sind Streuobstbestände ein Herzensanliegen: „Streuobstwiesen sind unglaublich wertvoll. Sie sind Lebensraum für Insekten und Vögel, sie kühlen das Mikroklima und sie tragen zur regionalen Identität bei.“ Die Pfadfinder:innen knüpfen genau dort an. Sie pflanzen neue Streuobstbäume – robust und regionaltypisch. „Für die Kinder ist es etwas Besonderes, zu wissen: Dieser Baum hier wird vielleicht in 30 Jahren noch Früchte tragen – und ich habe ihn gesetzt“, so Rumpler.   

Breite Wertschätzung motiviert  

Die Pflanzung alter Obstsorten ist nur ein Programmpunkt im scouts4nature Programm der Pfadfindergruppe. Als Lebensraum für Insekten, Vögel, Amphibien und Kleinsäuger wurden auch schon Totholzhecken errichtet und naturnahe Hecken aus heimischen Sträuchern gepflanzt. Möglich wird all dies auch durch die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die Flächen zur Verfügung stellt und die langfristige Pflege der Pflanzungen übernimmt. Unterstützung kommt zudem von Firmen, Eltern und vielen weiteren Helfer:innen – sei es beim Sammeln von Schnittgut für Totholzhecken, beim Transport mit dem Lkw oder im Hintergrund. Gerade für Jugendliche ist diese Wertschätzung wichtig, erklärt Rumpler: „Manchmal zweifeln sie ja, ob das alles Sinn macht. Aber wir sind viele und machen viel. Und was wir machen, sehen die Leute. Sie bleiben stehen und fragen nach. Das motiviert sehr.“ Selbst gestaltete Schilder sollen künftig auf den Flächen angebracht werden und die Bevölkerung über die Bedeutung naturnaher Strukturen wie Hecken oder Streuobst informieren.

Es geht weiter  

Im Zuge des eineinhalb-jährigen scouts4nature Projektes werden auch noch weitere Elemente wie Blühflächen, Sandarien, Käferburgen oder die Ergänzung eines Waldstücks mit klimafitten Jungbäumen umgesetzt. Damit entsteht in und rund um Mattersburg ein Mosaik an kleinen, aber wirkungsvollen Maßnahmen, das der Artenvielfalt zugutekommt und sichtbar macht, was viele Hände bewirken können. Als große Anerkennung erhalten die Kinder für abgeschlossene Aufgaben den scouts4nature-Patch – ein Abzeichen, das ihre Leistungen würdigt. Und im Frühjahr 2025 gewannen die Mattersburger Pfadfinder:innen den von Blühendes Österreich mit Unterstützung des Biodiversitätsfonds und NextGeneration EU verliehenen Changemaker #nature-Award – ein Anstoß, ihr Engagement für die Biodiversität noch weiter auszubauen. „Wir Pfadfinder haben immer ein bisschen den Gedanken unseres Gründers Baden-Powell im Hinterkopf, dass wir die Welt etwas besser hinterlassen sollen, als wir sie vorgefunden haben“, resümiert Rumpler.  

 

„Streuobstwiesen sind unglaublich wertvoll. Sie sind Lebensraum für Insekten und Vögel, sie kühlen das Mikroklima und sie tragen zur regionalen Identität bei.“ 

 Petra Rumpler – Stufenleiterin bei der Pfadfindergruppe Mattersburg  

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

1. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
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Der Fährte folgen
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

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Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

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Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

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Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

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Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
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