Schwarzer Holler, Schlehen, Dirndln. Faulbäume, Brombeeren, Wolliger Schneeball. Der Verein Regionale Gehölzvermehrung (RGV) in Niederösterreich widmet sich seit über 15 Jahren dem Erhalt der heimischen Heckenvielfalt. Seit heuer ist er ein Kooperationspartner der Initiative Blühendes Österreich.

„Heimische Diversität ist wichtig“, davon ist Klaus Wanninger überzeugt. Er ist Landschaftsökologe und stellvertretender Obmann des gemeinnützigen Vereins Regionale Gehölzvermehrung. Der Verein mit Sitz in Niederösterreich hat sich vor über 15 Jahren die Erhaltung regionaler Wildgehölze zur Aufgabe gemacht. Gehölze, die seit Jahrtausenden in Niederösterreich heimisch sind, die die regionale Natur-DNA in sich tragen, und die deshalb ökologisch sehr bedeutsam sind. Sie geben Tieren, die sich ebenfalls seit Tausenden von Jahren auf sie eingestellt haben, eine Heimat“, erklärt Wanninger.

Für den Fortbestand der heimischen Pflanzen pflegen die Mitglieder des Vereins rund 350 Mutterbestandspflanzen im ganzen Bundesland.

Die Standorte sind auf einer Karte genau verzeichnet, die Pflanzen werden regelmäßig begutachtet, und zwischen Juni und November sammeln die Vereinsmitglieder die Früchte mit den Händen von den Hecken, um sie zu reinigen, zu zertifizieren, zu dokumentieren und schließlich auf den Äckern von acht Partnerbaumschulen anzupflanzen. „Unsere Mitglieder sind so bunt gemischt, wie unsere Gehölzflora: Wir haben Bauern, Ökologen, Hausfrauen und Pensionisten in unserem Verein“, sagt Wanninger. Schalt-und Waltstelle des Vereins ist in Aspersdorf im Westlichen Weinviertel. Vereinsobmann und Biolandwirt Andreas Patschka bereitet dort das Saatgut vor der Auspflanzung in den Partnerbaumschulen für den RGV auf.

Sie möchten wissen, welche Sträucher und Bäume für welchen Schmetterling überlebensnotwendig sind und warum Thujen und Forsythien aus unseren Gärten verbannt werden sollten?

Dann holen Sie sich unsere Broschüre „Hecken, die Schmetterlinge retten“, die wir mit dem Verein für Regionale Gehölzvermehrung  erstellt haben. (PDF-Download der Broschüre „Hecken, die Schmetterlinge retten)

Image

Nach zwei bis vier Jahren Wachstumszeit kommen die Jungpflanzen in den Verkauf.

Für den Niederösterreichischen Heckentag (heuer am 5. November) schnürt der RGV gar eigene Heckenpakete: In die Zehn-Jahreszeiten-Hecke kommt vom Roten Hartriegel bis zur Hunds-Rose, in die Marmeladen-Hecke unter anderem Dirndln, Wild-Zwetschke und Himbeere und in der gemeinsam mit der Initiative Blühendes Österreich initiierten Schmetterlings-Hecke findet sich etwa Kreuzdorn, Sal-Weide und Traubenkirsche.

„Der Verein Regionale Gehölzvermehrung ist ein Vorreiter, wenn es darum geht, sich um regionale Identität in der Natur zu kümmern“, sagt Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich. „Diesen Pionier, der seit über 15 Jahren tätig ist, unterstützten wir gerne.“ Es ist dies die erste Zusammenarbeit dieser Art für Blühendes Österreich, weitere Kooperationen sind in Planung.

Autorin: Maria Schoiswohl

Niederösterreichischer Heckentag

Am 5. November ist heuer Niederösterreichischer Heckentag. An acht Standorten in Amstetten, Etzmannsdorf am Kamp, Merkengersch, Mödling, Pitten, Poydrof, Phyra bei St. Pölten und Tulln können vorbestellte Heckenpakete abgeholt oder Hecken auch spontan eingekauft werden.

Nähere Informationen zum Heckentag finden Sie unter www.heckentag.at.

Meckerziege oder flotte Biene?

Flotte Biene! Dann bist du auf Österreichs größter Plattform für Naturerlebnisse genau richtig.

Jetzt registrieren

Verwandte Naturerlebnisse

Blick von oben auf die Enns bei Ternberg.

Flussexpedition auf der Enns - Ternberg

14. Aug. |
Oberösterreich
Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

Mit dem Stand Up Paddleboard zum Naturdenkmal Fallerbucht.

Wir erlernen die richtige Handhabung eines Stand Up Paddleboards und gleiten lautlos über das Wasser, vorbei an Biberspuren, Stockenten und Schwänen, die im Weidengebüsch und Schilfröhricht ihren Lebensraum haben. Genuss und Entschleunigung stehen bei dieser Naturerkundung im Vordergrund.
Wir befahren ein Teilstück der Enns in Ternberg bis zum malerischen Naturdenkmal Fallerbach mit seinem zehn Meter hohen Wasserfall. 

Bekleidet mit Neoprenanzug und Schwimmweste starten wir mit dem Stand Up Paddelboard in Ternberg und paddeln ca. 7 km flussabwärts bis zum Naturdenkmal Fallerbucht und dann weiter bis Lahrndorf.

Vor Beginn der Fahrt erklärt uns der Guide noch die richtige Handhabe des Geräts und vermittelt wichtige Tipps und Tricks, gepaart mit einigen Gleichgewichtsübungen.

Wir gleiten lautlos über das Wasser, vorbei an Stockenten und Schwänen, die im Weidengebüsch und im Schilfröhricht ihren Lebensraum haben. Auch der neu angesiedelte Biber hinterlässt hier seine einzigartigen Spuren. Die paradiesisch gelegene Bucht mit dem idyllischen zehn Meter hohen Wasserfall des Fallerbachs, der im Sommer auch einmal trocken sein kann, der große Tümpel, der als Kinderstube für verschiedene Fischarten dient, und die riesige Konglomerathöhle laden zum Verweilen ein. 

Nach der Tour werden wir zu unserem Ausgangspunkt zurückgebracht.

Stand Up Paddeln ist leicht und schnell erlernbar. Es bedarf lediglich etwas Gleichgewichtsgefühls und dann kann der Ausflug in die Natur so richtig genossen werden!

Spezielle Flussexpedition für Schulklassen: Anreise mit dem Zug nach Ternberg mit anschließender naturkundlicher Wanderung zur Fallerbucht (Natur-Aktivweg ca. 1 Std.). Hier warten die Stand Up Paddlboards auf uns, mit denen wir das Gebiet rund um die Fallerbucht erkunden und dem dort ansässigen Biber (Derek) einen Besuch abstatten. Die Heimreise kann wiederum mit dem Zug vom naheliegenden Bahnhof in Dürnbach (10 min. Gehweg) erfolgen.

Info & Anmeldung zum NATURSCHAUSPIEL
Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen nach Vereinbarung.

Flussexpedition auf der Enns - Ternberg
Der Fährte folgen
Kirche in Scharten

Natur, Kultur und Genuss im Schartner Obst-Hügel-Land

14. Aug. |
Oberösterreich
Veranstalter: Naturpark Obst-Hügel-Land

Das neue Angebot der beiden austriaguides Edith Männer und Silvia Reschreiter verbindet Natur, Kultur und Genuss in der Scharten.

Nach der Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria Scharten wandern wir nach Unterscharten. Entlang der Höhenstraße erwarten uns einzigartige Ausblicke. Einerseits über das Eferdinger Becken bis hinein nach Böhmen - andererseits bis zu den Alpen. Auf dem Weg zur Evang. Toleranzkirche in Unterscharten erfahren wir interessante Geschichten zur Geschichte der Umgebung. Nach dem Besuch der Kirche spazieren wir zum Ausgangspunkt zurück.

Anschließend besteht die Möglichkeit, die Früchte der Umgebung in fester und flüssiger Form zu genießen. Einer der Schartner Obsthöfe erwartet Sie zu einer Verkostung (eventuell auch Hofführung).

Natur, Kultur und Genuss im Schartner Obst-Hügel-Land
Der Fährte folgen