Der Mond ist aufgegangen und die Sterne funkeln am Nachthimmel. Im Garten raschelt und knistert es - wer mag da noch unterwegs sein?

Die folgenden vier nachtaktiven Tiere kannst du abends im Garten beobachten, denn Dank ihrer Fähigkeiten in der Nacht besonders gut hören, sehen oder tasten zu können, fühlen sie sich im Dunkeln richtig wohl!

1Stacheliger Einzelgänger - der Igel

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nachtaktive igel

Unter Büschen und Hecken, die an Waldrändern oder Gärten stehen, lebt er - der Igel (Erinaceus europaeus). Das dämmerungs- und nachtaktive insektenfressende Tier wurde aus seinen ursprünglichen Lebensräumen verdrängt und ist deshalb auf abwechslungsreiche Gärten und Parks mit ausreichend Nahrung und geeigneten Winterquartieren angewiesen.

Während sein Rücken und die Kopfoberseite mit 6.000-8.000 Stacheln bedeckt sind, ist die Bauchseite nur behaart. Aus diesem Grund rollt der Igel sich bei Gefahr auch zu einer Kugel zusammen - um die ungeschützte Bauchseite zu schützen.

Igel sind auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft und sie sind durch EU-Recht und auch durch Landes-Naturschutzrecht geschützt. Der Naturschutzbund Österreich hat sie übrigens zum Tier des Jahres 2018 gewählt!

2Nächtliches Flattern - das Wiener Nachtfpauenauge

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Bei der Schmetterlingszählung 2017  von GLOBAL 2000 und Blühendes Österreich waren 17,3 % der 26.010 Meldungen zu Schmetterlingen in Österreich Nachtfalter.

Das Wiener Nachtpfauenauge (Saturnia pyri aus der Familie der Pfauenspinner) ist dabei der größte heimische Nachtfalter und als einziger Nachtfalter prioritär geschützt. Du findest ihn vor allem in Süd- und Ostösterreich, wo er sich in buschreichen Landschaften besonders wohl fühlt.

Spannendes Detail: Die Art ist mit einer Flügelspannweite von bis zu 16 cm der größte Schmetterling Europas!

Wenn auch du den Tag- und Nachtfaltern etwas Gutes tun möchtest, dann findest du hier Tipps und Tricks für deinen Schmetterlingsgarten oder -balkon!

3Beliebter Besucher - das Glühwürmchen

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Bereits in Kindertagen lernt man das Glühwürmchen kennen und lieben. Ist es nicht entzückend, wie es da leuchtend im Garten umher schwirrt? Nicht selten werden Geschichten von Elfen und Feen erzählt, doch in Wirklichkeit handelt es sich beim Glühwürmchen um den Großer Leuchtkäfer (Lampyris noctiluca).

Genauer gesagt um das Weibchen des großen Leuchtkäfers, das mit ihrem leuchtenden Hinterteil paarungswillige Männchen anlocken möchte. Während die Männchen fliegen können, sind die Weibchen meist flugunfähig.

Der große Leuchtkäfer ist übrigens einer von 10 heimischen Käfern, die du kennen solltest.

4Rasender Besucher - der große Abendsegler

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Nicht nur für Kinder ein Highlight: Fledermäuse!

Der große Abendsegler (Nyctalus noctula) zählt zu den größten Fledermäusen des Landes und er ist sehr schnell: Bis zu 60 km/h fliegt die etwas über 8 cm große Fledermaus.

Zum Vergleich: Bei der Tour de France liegt die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrers bei 41 km/h.

Doch der große Abendsegler lässt sich nicht nur Nachts beobachten, vor allem im Herbst sieht man ihn schon tagsüber oder in der Abenddämmerung, wo er auf Insektenjagd ist oder Ausschau nach einer Partnerin hält.

Mehr zum großen Abendsegler erfährst du hier.

 

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Flechtenkundliche Wanderung im Nationalpark Gesäuse

Flechtenkundliche Wanderung im Nationalpark Gesäuse

24. Okt. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH
Wer hat, nimmt eine 10x Handlupe (Einschlaglupe oder Leuchtlupe, aber keine Leselupen) mit, wer keine hat, kann, wenn gewünscht, eine um 10€ vor Ort erstehen.
Wir nehmen keine Belege mit, sondern können uns mit Handy oder Kamera an den kleinen Lebewesen versuchen.

Gutes Schuhwerk, eine strapazierfähige Hose (wir knien immer wieder), eine kleine Verpflegung und Regenschutz werden empfohlen.Flechtenkundliche Wanderung im Nationalpark Gesäuse

Inhalt: Wir machen uns mit Handlupe als Hauptreisemittel in die nächstkleinere Dimension zu einer flechtenkundlichen Wanderung von der Lettmaierau über den Wilden John-Sagenweg bis zur ersten schluchtartigen Verengung des Johnsbachtals auf. Trotz der geringen Wegdistanz von etwa 1,6 km wird das Vorankommen nicht leicht sein, weil wir Rinden, Borken, Nadeln, Totholz, Erde und Fels auf Vorkommen dieser symbiontischen Lebensgemeinschaft untersuchen und einige Arten und Gruppen erriechen, erschmecken, erspähen und ertauchen werden.

Ziel: Die Veranstaltung richtet sich an Flechteninteressierte, die immer wieder über diese höchst erstaunliche Lebensgemeinschaft aus Pilzen und Algen „stolpern“ und ein wenig mehr darüber erfahren wollen. Dabei stehen weniger Namen, als ökologische Aspekte und das Begreifen im wahrsten Sinn des Wortes im Vordergrund.Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom
Dauer: 09:00 - 13:00 UhrDiese Veranstaltung wird als Pflichtfortbildung für Berg- und Naturwachtorgane gemäß § 21 Abs 2. Stmk. Berg- und Naturwachtgesetz anerkannt.

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Referent: Harald Komposch
geb. 1969, studierte an der Karl-Franzens-Uni Biologie bzw. Botanik, arbeitete 6 Jahre über Flechten tropischer Regenwälder am Institut für Botanik in Graz, Mitbegründung eines TB für Biologie in Gleisdorf, seit 2013 Ingenieurbüro für Biologie in Graz als Einpersonenunternehmen: Schwerpunkt Biotop- und Vegetationskartierungen zur naturschutzfachlichen Bewertung, Naturschutzarbeit in der Landwirtschaft, Flechtenerhebungen zur Bioindikation und Monitoring inkl. Publikationstätigkeit, NaturerlebniswegeFindet die Wanderung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.

Anmeldung unter: Naturschutzakademie
€ 20.-  (Freie Teilnahme für Berg- und Naturwächter!)

 

Flechtenkundliche Wanderung im Nationalpark Gesäuse
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