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Ein „alarmierender“ Bericht der Europäischen Kommission zur biologischen Vielfalt hat die Non-Profit-Organisation Slow Food veranlasst, selbst aktiv zu werden.

Die EU-Biodiversitätsstrategie von 2010 sieht vor, den Verlust der Artenvielfalt und der Ökosystemleistungen bis 2020 aufzuhalten - wie der Halbzeitbericht nun zeigt, liegt dieses Ziel noch in weiter Ferne. Im Einzelnen sind 77 Prozent der europäischen Lebensräume weiter in einer negativen Situation und 56 Prozent der Pflanzen- und Tierarten sind bedroht.

Die Slow Food Stiftung für Biologische Vielfalt hat das zum Anlass genommen, eine Beobachtungsstelle einzurichten. „Damit werden wir einfach und verständlich informieren, die Scheinwerfer auf Problemsituation richten, mögliche Abhilfe benennen und bisherige positive Ergebnisse aufzeigen, so dass Erfolge wiederholt und anderen lokalen Situationen angepasst werden können“, sagt Stiftungspräsident Piero Sardo. Slow Food setzt sich seit über 15 Jahren dafür ein, die biologische Vielfalt in Landwirtschaft und Lebensmittelbereich zu schützen.

 

Das Ökosystem sichern

Der Fokus liegt vor allem auf der Landwirtschaft: „Die intensive Agrarproduktion ist die Hauptursache für den Verlust der biologischen Vielfalt.“, so Sardo. „Das Modell der multifunktionalen, vielschichtigen Landwirtschaft in kleinem Maßstab ist dagegen in der Lage, auf Dauer Qualität und Verfügbarkeit der natürlichen Ressourcen zu garantieren, die biologische Vielfalt zu bewahren und die Unversehrtheit der Ökosysteme zu sichern.“

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